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DIESE 10 Superstars wuchsen in Armut auf: Eminem

Aus der Serie: Diese 10 Superstars wuchsen in Armut auf

Marshall Mathers nennt sich zunächt M & M. Weil er aber nicht mit Schoko-Dragees verwechselt werden will, schreibt er die Abkürzung aus: Eminem ist geboren.

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Eminem
Eminem Foto: Getty Images / Paul Archuleta

Mit Rappern ist das so eine Sache. Normalerweise heißt es ja "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich's völlig ungeniert". In der Rap-Szene fängt der Spaß dann aber erst an. Eine Bilderbuchkarriere ohne Gewalt in der Kindheit, wilde Schießereien und Drogenexzesse? Geht, ist aber lange Zeit eher Ausnahme als Regel gewesen.

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Und so schmücken sich viele echte und noch mehr Möchtegern-Stars dieser Musikrichtung mit falschen Lorbeeren. Sie alle rappen von Schusswechseln, Hoes, fetten Karren und natürlich dem ganz großen Geld, dabei verstecken sich oft genug ziemlich unspektakuläre Typen hinter einer Kunstfigur aus der "Hood".

Kein Vater, gewalttätige Mutter

Der 1972 in St. Joseph, Missouri, geborene Marshall Bruce Mathers III, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Eminem, hat das alles nicht nötig. Er ist tatsächlich in richtig üblen Verhältnissen aufgewachsen: Sein Vater lässt die junge Familie sitzen, als Bruce gerade einmal drei Monate alt ist. Er bleibt mit seiner Mutter zurück, die erst 17 Jahre alt ist und darüber hinaus auch noch drogenabhängig und gewalttätig. Logisch, dass die beiden in bitterer Armut leben.

Als wäre das noch nicht genug, entwickelt die überforderte Debbie auch noch das sogenannte Münchhausen-Stellvertretersyndrom. Dabei täuschen Mütter Krankheiten ihrer Kinder vor, um Mitleid und Aufmerksamkeit zu erhalten. Ist das Kind "dummerweise" nicht krank, wird gern nachgeholfen. Die verhunzte Familie zieht oft um, wodurch das Kind häufig die Schule wechselt, keine dauerhaften Bindungen aufbauen kann, keine Freunde hat, dafür aber regelmäßig Opfer von Mobbing und Gewalt wird. 1991 erschießt sich sein Onkel Ronnie, der für ihn Freund und Vaterersatz ist, mit einer abgesägten Schrotflinte.

Wie man heutzutage weiß, kämpft sich der Junge mit der schweren Kindheit durch all das hindurch, legt sich den Künstlernamen Eminem zu und startet in der Musikszene voll durch. Mit "The Slim Shady LP" gelingt ihm 1999 der Durchbruch. In den anstehenden 2000er-Jahren ist er der erfolgreichste Künstler in den USA, hat bis heute sagenhafte 352 Millionen Tonträger verkauft und wurde erst kürzlich in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen, wie der "Spiegel" berichtet. Das kleine Mobbingopfer von einst ist zu einem der größten Stars der Musikszene überhaupt aufgestiegen.

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