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Wie lange ist Champagner haltbar?

Wie lange ist Champagner haltbar? Dieses edle Tröpfchen möchte man ungern entsorgen, wäre doch schade. Deshalb gehen wir der Frage im Folgenden auf den Grund.

Champagner
Champagner prickelt, wenn er frisch ist. Aber wie lange ist er das? Foto: iStock / Alvarez
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Champagner fließt zumeist in Strömen, denn er ist Zeichen purer Lebensfreude und Anzeiger besonderer Momente, kurz er wird gern und viel getrunken.

Wie lange ist Champagner haltbar?

Aber was, wenn doch mal eine Flasche übrig bleibt? Wie lange kann der Besitzer sie wieder zurücklegen und für spätere Feierlichkeiten aufbewahren?

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Kann Champagner schlecht werden?

Klare Antwort: Ja, er kann. Wann das passiert, hängt hauptsächlich von zwei Faktoren ab. Da ist zum einen der Einkaufspreis, denn bei Champagner stimmt die Gleichung teuer = gut. Tatsächlich erhöhen sich die Chancen auf Langlebigkeit, wenn tiefer in die Tasche gegriffen wird.

Grob gesagt gibt es drei Qualitäts- und damit auch Haltbarkeitsstufen.

  1. Einfacher Champagner, um die 20 Euro teuer. Haltbarkeit: maximal 2 Jahre (vor allem die Discounter-Champagner schaffen aber häufig nur ein Jahr). Tipp: Auf dem Etikett nach dem Degorgierungs-Zeitpunkt suchen, soweit vorhanden. Ab jenem Datum läuft die Zeit, der Champagner beginnt in der Flasche zu reifen.

  2. Mittelteure Abfüllungen, ungefähr zwischen 25 und 60 Euro liegend. Haltbarkeit: etwa 5 Jahre, bei richtiger Lagerung (siehe unten). Auch lohnt ein Blick aufs Etikett, das verrät, wann das Getränk degoutiert wurde.

  3. Jahrgangschampagner und High-Class starten ab 60 Euro (beispielsweise der Moet & Chandon Grand Vintage von 2012), grundsätzlich sollte man aber mindestens 100 bis 200 Euro auf diesem Niveau einplanen. Haltbarkeit: bis zu 10 Jahre. Diese Tropfen sind oft bereits in speziell getönte Flaschen abgefüllt, beispielsweise dunkelgrün bei Dom Perignon.

Der andere Faktor bezieht sich auf die Lagerung des Champagners.

Champagnerflasche - Foto: iStock / eli_asenova

Was bedeutet "Degorgieren"?

Beim "Degorgieren", das übersetzt "Enthefen" bedeutet, wird der Hefepfropfen, der sich im Schaumwein (als Vorstufe des Champagners) gebildet hat, als Zucker durch Hefe in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt wurde, aus dem Flaschenhals des Schaumweins entfernt.

Wie lagert man Champagner richtig?

Eigentlich gibt es fast nur die üblichen Sachen bei der Lagerung von Champagner zu beachten, ähnlich wie bei Sekt und anderen Schaumweinprodukten. Er sollte dunkel, trocken und kühl gelagert werden. Ein alter Keller, falls vorhanden, ist optimal, wenn keine der Außenwände Wasser gezogen hat. Dann herrscht Schimmelgefahr.

Kühl ist ein Champagnerkeller, wenn in ihm eine Temperatur zwischen 7 und 18°C herrschen und dies wohlgemerkt gleichmäßig und konstant. Temperaturschwankungen oder gar -schocks mag das edle Getränk gar nicht.

Eine weitere Sache gibt es noch zu beachten: Im Keller sollten keine Leuchtstoffröhren als Lichtquelle verbaut sein. Diese setzen einen Prozess in den Champagnerflaschen in Gang, der sowohl seine Haltbarkeit als auch den Geschmack herabsetzen.

Mehr Wissenswertes über die Haltbarkeit von Lebensmitteln und andere spannende Themengebiete findest du auf unserer Ratgeber-Übersichtsseite.

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