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Giftige Spinnen in Deutschland: Diese Arten musst du kennen

Giftspinnen in Deutschland. Die Arachnophobiker unter uns müssen jetzt ganz stark sein, denn sie kommen. Es werden immer mehr in Deutschland und sie haben, wenn es kälter wird, nur ein Ziel: unsere Wohnungen.

Giftspinnen sind in Deutschland auf dem Vormarsch
In der kalten Jahreszeit besuchen uns die Spinnen in unseren Wohnungen. Foto: iStock / EzumeImages
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Immer mehr giftige Spinnen in Deutschland

Giftige Spinnen in Deutschland: Wenn es draußen kälter wird machen sie sich mit ihren acht Beinen auf, Richtung menschliche Behausung.

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Was Viele nicht wissen: Die Zahl der Giftspinnen in Deutschland steigt durch den Klimawandel stetig. Mittlerweile ist auch eine Art dabei, die dem Menschen tatsächlich gefährlich werden kann. Eine andere ist so groß wie eine Tarantel.

Hier die eklige Bestandsaufnahme.

Giftige Spinnen in Deutschland: Kreuzspinne

Kreuzspinne
Kreuzspinne Foto: iStock / Allkindza

Die Kreuzspinne ist sicherlich eine der bekanntesten Spinnen Deutschlands. Gartenbesitzer werden prinzipiell nicht um diesen Arachniden herumkommen. Schlimm ist das im Grunde nicht.

Im Gegenteil. Eine ordentliche Kreuzspinne hält lästige Fliegen, Mücken und ähnliche Quälgeister vom Menschen fern, indem sie sie in ihrem gesponnenen Netz zum dauerhaften Verweilen einlädt.

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Video: Glutamat

Zu ihrem Namen kommt die Spinne durch ihre charakteristische Rückenmusterung: Vier längliche Flecken streben von außen einem zentralen Punkt entgegen.

Zwar ist auch die Kreuzspinne giftig, jedoch ist die Giftmenge und –konzentration für den Menschen ungefährlich. Darüber hinaus reichen ihre Beißwerkzeuge auch nicht, um die menschliche Haut zu durchdringen.

Giftige Spinnen in Deutschland: Hauswinkelspinne

Hauswinkelspinne
Hauswinkelspinne Foto: iStock / StGrafix

Um den Ekelfaktor noch in die Höhe zu treiben: Ja, auch die Hauswinkelspinne, die durch ihre langen Beine schon unangenehm genug ist, hat Gift im Arsenal.

Gottseidank teilt sie das Schicksal der Kreuzspinne: Ihre Kieferklauen sind prinzipiell nicht kräftig genug für die menschliche Haut.

An den wenigen Stellen, wo sie doch durchkommt, fühlt der Mensch ihren Biss wie den Stich einer Nadel, das Gift richtet keinen Schaden an.

Giftige Spinnen in Deutschland: Schwarze Witwe

Schwarze Witwe
Schwarze Witwe Foto: Getty Images / Ian Waldie

Der Name ist Programm – diese Spinne ist größtenteils schwarz wie die Nacht. Umso mehr nimmt man die auffälligen orangen Flecken auf ihrem Hinterleib.

Entgegen ihres furchteinflößenden Namens ist die Schwarze Witwe nicht tödlich, zumal sie – wie grundsätzlich alle Spinnen – beim Menschen nur zubeißt, wenn sie sich in die Enge gedrängt und bedroht fühlt.

Gleichwohl sollte man genau einen solchen Biss definitiv vermeiden, denn er ist schmerzhaft wie ein Wespenstich und kann einen geschwächten Organismus durchaus ernsthaft zusetzen. Die Schwarze Witwe ist nachtaktiv und verbringt ihre Tage zumeist gut getarnt unter Steinen.   

Giftige Spinnen in Deutschland: Kräuseljagdspinne

Jetzt wird’s eklig. Die Kräuseljagdspinne ist ein Einwanderer, auf den man durchaus verzichten kann. Sie stammt ursprünglich aus dem Mittelmeer und bringt Spezifika wie aus einem Horrorfilm mit: Groß wie eine Tarantel, stark behaart und giftig.

Sie webt kein Netz, sondern zieht des Nächtens durch ihr Jagdgebiet - in der kalten Jahreszeit sind das leider auch unsere Wohnungen – und tötet ihre Beute mit einem Biss, weswegen sie auch Nosferatu-Spinne genannt wird. Mahlzeit.

Wer wider Erwarten tatsächlich von der Kräuseljagdspinne gebissen wird, erlebt den Schmerz in etwa wie bei einem Bienenstich und sollte als erste Maßnahme eine Kartoffel- oder Zwiebelscheibe auf die Wunde legen, um das injizierte Gift aus dem Kreislauf zu ziehen.

Giftige Spinnen in Deutschland: Ammen-Dornfinger

Ammen-Dornfinger
Ammen-Dornfinger Foto: CC/ Rainer Altenkamp, Berlin

Auch diese Spinnenart ist ein Zuwanderer aus dem südlichen Europa. Sie ist der einzige Achtbeiner, der dem Menschen mit seinem Biss tatsächlich gefährlich werden kann.

Ihre Kieferklauen sind stark genug, um die menschliche Haut zu durchdringen, ihr Gift kann bei Kindern und geschwächten Erwachsenen definitiv zu ernsteren Problemen führen.

Bekannte Reaktionen nach einem Biss des Ammen-Dornfingers sind Schwellungen, Fieber, Schüttelfrost, Erbrechen und anaphylaktische Schocks.

Wer gebissen wird, sollte unabhängig von Alter und Konstitution einen Arzt aufsuchen. Glück im Unglück: Diese Spinnenart ist kein Kulturfolger und hält sich grundsätzlich draußen auf.

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