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Zähne aufhellen: Diese Möglichkeiten gibt es

Ob professionelles Bleaching, entsprechende Produkte aus der Drogerie oder Hausmittel: Man hat verschiedene Möglichkeiten, die die Zähne aufhellen. Einige sind besser, einige eignen sich weniger – Männersache klärt auf.

Zähne aufhellen: Diese Möglichkeiten gibt es
Zähne aufhellen: Diese Möglichkeiten gibt es Foto: iStock / Damir Khabirov; gaetan stoffel
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Zähne aufhellen: Drei Möglichkeiten

Kaffee, Rotwein, Tee oder Nikotin sind die bekanntesten und häufigsten Gründe für gelbe Zähne. Doch es sind nicht nur Nahrungsmittel, die so manchen dazu zwingen, seine Zähne hinter versiegelten Lippen zu verstecken.

Die Farbe der Zähne ist auch genetisch bedingt, was bedeutet, dass einige Menschen von Natur aus eine Tendenz zu dunkleren, sprich gelben, Zähnen haben. Für die Farbe ist das Zahnbein verantwortlich, das durch den transparenten Zahnschmelz sichtbar wird.

Wer sich für seine gelben Zähne schämt oder sich mit ihnen unwohl fühlt, der kann etwas dagegen unternehmen. Natürlich, man kann seinen Lebensstil ändern, weniger Rotwein und/oder Kaffee trinken. Man kann auch zu rauchen aufhören. Doch was, wenn man auf diese kleinen Alltagssünden nicht verzichten möchte, aber dennoch gern weiße Zähne hätte?

Es gibt gleich mehrere Möglichkeiten, seine Zähne aufzuhellen. Drogerie-Märkte z. B. bieten eine Vielzahl an Produkten an, die nach kürzester Zeit weiße Zähne versprechen. Doch taugen sie wirklich was?

Zudem gibt es eine Reihe von Hausmittel, denen ebenfalls nachgesagt wird, sie würde das Gebiss aufhellen. Zuletzt gibt es die professionelle und mit Abstand erfolgversprechendste Methode: das Bleaching durch den Zahnarzt.

Ein Guide für weiße Zähne.

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Hausmittel für weißer Zähne

Hausmittel gibt es für jeden Bedarf und gegen jeden Schmerz. Dabei beruht der Erfolg oftmals auf Hörensagen und nicht auf wissenschaftlich belegbaren Tatsachen. Doch das soll nicht heißen, dass alle Hausmittel (ganz gleich, zu welchen Zweck sie verwendet werden) nichts taugen.

Zu den Allzweck-Hausmitteln zählt Backpulver. Zum Entkalken von Kaffeemaschinen oder Wasserkochern durchaus geeignet, zum Aufhellen von Zähnen sollte aber Abstand von Backpulver genommen werden. Die im Backpulver enthaltene Säure und Stärke greifen nämlich den Zahnschmelz an und können so die Zahnverfärbung sogar noch fördern.

Dafür gibt es andere Hausmittel wie z. B. Orangenschalen, Salbei, Kokosnussöl, indisches Basilikum oder Natron denen ein kurzzeitiger Erfolg beim Wunsch nach weißen Zähnen nachgesagt wird. Letzteres kommt zwar auch in Backpulver vor, weist aber keine Stärke oder Säure auf.

Natron weist einen gewissen Schleif-Effekt auf, der zwar einerseits dafür sorgen kann, dass Verfärbungen abgeschliffen werden, jedoch wird auch der Zahnschmelz dadurch aufgeraut, was eine Ablagerung neuer Verfärbungen Vorschub leistet. Natron ist also höchstens nur für kurzfristige Aufhellungen zu empfehlen und sollte nicht dauerhaft angewandt werden.

Bleaching-Produkte aus der Drogerie

In den Drogerie-Regalen finden sich spezielle Zahnpasten zum Aufhellen von Zähnen, Bleaching-Gele oder White Stripes, die alle ein weißes Gebiss versprechen. Die Werbetrommel wird laut geschlagen, die Effekte hoch angepriesen, doch das Ergebnis ist allerdings enttäuschend.

So können Zahnpasten die Zähne unmöglich aufhellen. Bei regelmäßiger Anwendung können sie bestenfalls die Zahnverfärbung verringern, indem sie das Gebiss von Ablagerungen befreien. Auch bei Bleaching-Strips - dünnen Plastikstreifen, die auf die Vorderzähne geklebt werden - können die Zähne nicht aufhellen und bringen im besten Fall lediglich den ursprünglichen Naturton wieder zum Vorschein.

Dabei sollte bei allen Bleaching-Produkten aus der Drogerie darauf hingewiesen werden, dass sie den genannten Minimaleffekt auch nur bei natürlicher Zahnverfärbung aufweisen. Werden sie Zähne durch den Konsum bestimmter Lebensmittel wie Kaffee, Tee oder durch das Rauchen gelblich, dann ist ein Effekt so gut wie nicht sichtbar.

Tatsache ist, dass keines dieser Produkte die Zähne aufhellt, zumindest nicht lange. Was die Produkte machen, ist, die Zahnverfärbung lediglich zu verlangsamen.

Der versprochene Bleaching-Effekt kann gar nicht eintreten. Eine EU-Richtlinie verbietet es, dass in den Zahnaufhellungsprodukten mehr als 0,1 Prozent Wasserstoffperoxid oder Carbamidperoxid enthalten sind – eine viel zu geringe Menge, als dass sie einen lang anhaltenden Effekt haben könnten.

Schlussendlich lässt sich sagen, dass diese Produkte, wenn überhaupt, nur einen minimalen Effekt haben und die Zähne nicht aufhellen, sondern die Verfärbung höchstens verlangsamen.

Professionelles Bleaching beim Zahnarzt

Am effektivsten ist ohne Frage das professionelle Bleaching beim Zahnarzt. Wer seine Zähne wirklich aufhellen möchte, der kommt an dieser Methode nicht vorbei. Denn anders als bei Bleaching-Produkten aus dem Handel und natürlich Hausmitteln, greifen Zahnarzte auf eine kontrollierte Anwendung von Wasserstoffperoxid oder Carbamidperoxid. Dieses Stoffe zersetzen die Pigmente, die in den Zähnen für die gelblichen Verfärbungen verantwortlich sind und hellen sie somit auf.

Dabei gibt es drei Varianten des Bleachings: Beim sogenannten Home-Bleaching wird vom Zahnarzt zuerst Kunststoffschienen angefertigt, die auf Basis eines Abdrucks des Gebisses beruht. Die Schienen werden nach über täglich für einige Stunden zu Hause getragen. Zuvor wird die Schiene mit einem Karbamidperoxid-Gel befüllt, das die Zähne aufhellt.

Beim In-House-Bleaching genügen drei Sitzung beim Zahnarzt, der eine bis zu dreimal höhere Carbamidperoxid-Dosis verwendet. Diese Methode ist schneller, aber auch ein bisschen teurer.

Werden die Zähne nach der Behandlung mit Bleichgel mit einem speziellen UV-Licht bestrahlt, spricht man von Power-Bleaching.

Bevor der Zahnarzt sich an das Bleichen der Zähne macht, müssen aber einige kleine Kriterien erfüllt werden. Die Zähne müssen im Voraus komplett von Karies befreit, sonst kann beim Bleichen der Zahnnerv angegriffen werden. Zudem muss das Zahnfleisch muss gesund sein. Zu bedenken ist auch, dass Zahnfüllungen aus Keramik oder Kunststoff beim Bleaching ihre Farbe nicht verändern.

Risiken wie Nebenwirkungen treten bei einer professionell durchgeführten Behandlung so gut wie nicht auf. Vereinzelt kann es zu einer leicht unangenehmer Zahnüberempfindlichkeit sowie Zahnfleischreizung kommen. Diese ist aber in der Regel nach wenigen Tagen wieder vorbei.

Der Preis für eine professionelle Bleaching-Behandlung vom Zahnarzt kann von Praxis zu Praxis variieren und sollte immer persönlich nachgefragt werden. Grob lässt sich aber sagen, dass Schiene für ein Home-Bleaching rund 300 Euro kostet. Eine In-House-Behandlung schlägt mit etwa 50 Euro pro Zahn zu Buche und ein Power-Bleaching kann dich schnell um 700 Euro erleichtern.