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Rumfangreiches Wissen: 10 Fakten rund ums Thema Rum

Du magst Rum? Damit bist du nicht allein: In Deutschland wird dieser von knapp einer Million Menschen einmal pro Monat getrunken. Weitere Fakten gibt's hier!

Rum wird eingegossen
Beliebt, besonders, breit gefächert: Rum Foto: iStock/ ronstik
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Ob pur oder als Bestandteil eines Longdrinks bzw. Cocktails: Rum zählt zu den beliebtesten Spirituosen der Welt. Das Wissen über das traditionsreiche Getränk hält sich dagegen oft in Grenzen.

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Dass Rum in der Regel aus Melasse (zäher, dunkelbrauner Sirup) des Zuckerrohrs - und nicht aus dem Zuckerrohrsaft - gewonnen wird, ist häufig noch bekannt. Aber darüber hinaus? Warum heißt Rum überhaupt Rum? Wie lange muss er reifen? Wo genau kommt er her?

Wir haben zehn spannende Fakten rund ums Thema Rum für dich zusammengestellt, damit du beim nächsten Barbesuch keinen Rumsinn erzählst!

Im Video: 7 Fakten rund ums Thema Rum

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Video: Glutamat

1. Tumult in der Karibik

Ganz geklärt ist die Sache nicht, aber mit großer Wahrscheinlichkeit wurde das Wort "Rum" vom englischen Dialektwort "rumbullion" abgeleitet. Dieses bedeutet so viel wie "Aufruhr" oder "Tumult". Im Jahr 1650 wurde es erstmalig urkundlich erwähnt - und zwar vom damaligen Gouverneur von Jamaika.

Deshalb gilt die Karibik als Ursprungsort, aber auch dies ist unsicher. Am häufigsten wird die britische Kolonie Barbados als Wiege des Rums genannt. Fakt ist laut einem Bericht von "Rum Paradise" zufolge jedoch, dass das zumeist goldbraune Getränk britischen Matrosen und Soldaten verabreicht wurde, um ihre Moral zu stärken.

2. 80/20

Heute wird Rum tatsächlich überwiegend in der Karibik (ca. 80 % der weltweiten Gesamtproduktion), aber auch in Mittel- und Südamerika, Australien, Madagaskar, Indien sowie auf den Philippinen, Kanaren und Mauritius produziert.

3. Haarige Heilung

Im 19. Jahrhundert wurde Rum nicht nur zur Motivation, sondern auch als Shampoo und Medizin genutzt. Man sagte ihm heilende Eigenschaften nach, u. a. die Stärkung der Haarwurzeln.

Heute weiß man, dass dem nicht so ist.

Bar auf Jamaika
Rum-Bar auf Jamaika Foto: iStock / Global_Pics

4. Horatio Nelson

Horatio Nelson? Wer soll das denn sein? Tja, jetzt wird's geschichtsträchtig!

Horatio Nelson war ein britischer Admiral, der anordnete, im Fall seines Todes in ein Fass voller Rum gelegt zu werden, damit sein Körper konserviert wird. 1805 starb er in der Schlacht um Trafalgar - und seinem Wunsch wurde entsprochen.

Sein Körper existiert unseres Wissens nach zwar nicht mehr, aber im Premium Blend "Pusser's British Navy Rum Nelson's Blood" konnte sich der Admiral dennoch verewigen.

5. Mount Gay

Die erste verkaufte Flasche Rum ging im Jahr 1703 über die Ladentheke. "Mount Gay" heißt die älteste Rum-Marke der Welt, die von der gleichnamigen Brennerei auf Barbados entwickelt wurde.

"Mount Gay" gibt's bis heute.

6. 18 Monate im Holzfass

Ähnlich wie bei der Whisky-Herstellung spielt auch in der Rum-Produktion der Faktor Zeit eine bedeutende Rolle. 18 Monate reift Rum in Eichenfässern, bis er seinen vollen Geschmack entfaltet.

Dieser Prozess ist dabei nicht nur für den Geschmack, sondern auch die goldene Farbe sowie weiche Note verantwortlich. Weißer Rum wird allerdings entweder in Stahlfässern gelagert oder nach der Reifung im Holzfass mit Holzkohle gefiltert, berichtet "Mucbook".

Glas mit Rum auf einem Fass
18 Monate reift Rum in Eichenfässern, um seinen vollen Geschmack zu entfalten Foto: iStock / Shaiith

7. Stabiles Durchsetzungsvermögen

Es gibt wahrscheinlich keine Spirituose, die markanter ist als Rum. Heißt: Sein Geschmack setzt sich selbst bei 100.000-facher Verdünnung noch durch.

8. Holey Dollar

Du magst es etwas härter? Wie wär's mit einem "Holey Dollar Rum Platinum Coin Cask Strenght" und einem Alkoholgehalt von 75 Prozent?

Das jedenfalls ist einer der stärksten, wenn nicht der stärkste Rum der Welt. Hergestellt wird er von der australischen Holey Dollar Rum Distilling Company. Der für Rum vorgeschrieben Mindestalkoholgehalt liegt übrigens bei 37,5 Prozent ...

Im Video: Wie mischt man Rum?

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Video: Glutamat

9. Wray & Nephew

Der teuerste Rum wiederum stammt aus Jamaika, wo er in den 1940er-Jahren von der Brennerei Wray & Nephew abgefüllt wurde. Einen eigenen Namen hat er nicht, das Besondere an ihm ist, dass er Rum aus dem Jahr 1915 enthält.

Lediglich vier Flaschen existieren noch davon, wobei der Wert eines Exemplars bei 40.000 US-Dollar liegt - ein teurer Trinkspaß.

10. Höher, schneller, weiter

Welches ist der erfolgreichste Rum aller Zeiten? Bacardi!

Rund 20 Millionen Flaschen Bacardi-Rum werden pro Jahr verkauft, womit sich die Marke mit Sitz auf den Bermudas die Spitzenposition sichert. Auf Rang zwei und drei folgen Tanduay aus den Philippinen (19,6 Millionen) und McDowell's aus Indien (17,8 Millionen).

Na, bist du jetzt in Rum-Laune? Auf jeden Fall hast du jetzt ein rumfangreiches Wissen!

Im Video: Rum Guide – Die 6 wichtigsten Rumsorten

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