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Cannabis legal: In welchen Ländern ist kiffen erlaubt?

In einigen Ländern darf man seit ewigen Zeiten im privaten Rahmen Cannabis-Produkte konsummieren, in anderen werden sie nach wie vor verteufelt. Wo darf man was? Eine Übersicht.

Joint-Raucher
Joint-Raucher Foto: imago images / PanoramiC

Viel Grauzone rund um Cannabis

Es ist ein international ziemlich undurchdringlicher Dunst um ein Naturprodukt, das für die einen schmerzlindernd und beruhigend wirkt, für die anderen aber den Einstieg in eine harte Drogenkarriere darstellt: Cannabis.

Teilweise erlaubt, teilweise verboten, manchmal geduldet, oft genug ohne, dass es belastbare Gesetzesparagraphen zur Thematik gäbe, ist das Thema "Cannabiskonsum" ein schwieriges.

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Offiziell erlaubt, also ohne Einschränkungen legal erwerb- und konsummierbar sind Cannabis-Produkte bisher nur in diesen Staaten.

Kanada: Als einziges Land weltweit erlaubt Kanada seit Herbst 2018 den uneingeschränkten Konsum und Besitz von Cannabis-Produkten. Lediglich in Lebensmitteln ist es momentan noch verboten, es wird aber daran gearbeitet, auch diese Hürde noch zu beseitigen.

Uruguay: Volljährige können legal bis zu 40 Gramm aus Apotheken kaufen. Nach staatlichem Antrag dürfen ebenso bis zu sechs Pflanzen für den Privatgebrauch angepflanzt und abgeerntet werden.

USA: Je nach Bundesstaat

USA: Je nach Bundesstaat gelten unterschiedliche Regelungen. Zwar haben 47 der 50 Staaten Cannabis für den medizinischen Bedarf freigegeben, als Freizeit-Produkt darf es aber nur in Alaska, Colorado, Illinois, Kalifornien, Maine, Massachusetts, Nevada, Oregon, Washington, Washington DC und Vermont Verwendung finden.

Sonderfall Colorado: Hier sind für Personen mit festem Wohnsitz bis 28 Gramm pro Tag völlig legal, auch in essbaerer Form wie beispielsweise als Schokolade oder Hasch-Keks. Besucher des Bundesstaates dürfen sieben Gramm pro Tag konsumieren.

Europa: ein rechtlicher Flickenteppich

Niederlande: Seit jeher als liberaler Fleck in der konservativen europäischen Landschaft angesehen, sind die Gesetze bezüglich Cannabis offiziell strenger als gedacht. Cannabis ist illegal. Allerdings wird der Besitz und Konsum kleinerer Mengen strafrechtlich nicht verfolgt, die Droge seit 1976 geduldet. Den berühmten Coffee Shops ist Werbung für ihre Produkte verboten, Abgabe an Minderjährige steht unter Strafe. Ab 2021 wird in zehn niederländischen Städten in Coffee Shops nur noch aus lizenzierten und behördlich überwachten Anlagen verkauft.

Spanien: Offiziell verboten. In Katalonien darf im privaten Rahmen konsumiert werden.

Luxemburg: Ab 2021 soll Cannabis per Gesetz legalisiert werden, allerdings nur für Staatsbürger.

Tschechien: Offiziell verboten, aber weitestgehend entkriminalisiert. Wer erwischt wird, begeht lediglich eine Ordnungswidrigkeit. Für medizinische Zwecke kann gegen Rezeptvorlage legal gekauft werden. Bis zu fünf Pflanzen pro Privatperson drückt die tschechische Justiz eine Auge zu.

Schweiz: Offiziell verboten. Wer mit bis zu zehn Gramm erwischt wird, begeht jedoch nur eine Ordnungswidrigkeit.

Russland: Offiziell verboten, selbst medizinsche Cannabis-Produkte. Inoffiziell wird eine Menge bis zu sechs Gramm jedoch nur als Ordnungswidrigkeit angesehen und lediglich mit einer Geldbuße belegt.

Deutschland: Offiziell verboten, geringe Mengen werden aber zumeist nicht kriminalisiert (ohne Garantie!). Genaue Angaben zu Höchstwerten sind schwierig, da Ländersache. Wie in den USA kommt es also darauf an, wo man mit Cannabis angetroffen, beziehungsweise aufgegriffen wird. Legal werden Cannabis-Produkte nur gegen ärztliches Rezept ausgegeben und dies auch nur an schwerkranke Menschen.