News-Update

Alles so schön bunt hier – Bundesregierung hat jetzt eigenen Gras-Dealer

Wir hatten es schon immer geahnt: Viele Entscheidungen kamen uns ja ohnehin so vor, als wären die alle high auf der Regierungsbank.

Hanfpflanze
Hanfpflanze (Symbolbild) Foto: imago images / CTK Photo

Drogenplantage unter Staatsaufsicht

Hendrik Knopp und Thorsten Kolisch haben es geschafft. Sie sind Deutschlands anständigste Drogendealer. Sogar den Segen der Bundesregierung haben sie sich eingeholt.

Das könnte allerdings auch daran liegen, dass sie bereits mit der Gründung ihres Unternehmens "Aphria" einen klaren Auftrag hatten, der da lautet: medizinisches Cannabis zu produzieren.

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Medizinisches Marihuana

Wenn schon Drogen legalisieren, wird sich der konservative Flügel der Regierung gedacht haben, dann aber zu unseren Konditionen und unter unserer Aufsicht.

Und so produziert Aphria nun als erstes Unternehmen der Bundesrepublik legal und in großem Stil Cannabis-Gewächse, die dann zur Erstellung von medizinischem Marihuana abgeerntet werden.

Einsatz als Schmerzmittel

Durch die Herstellung unter Aufsicht der Behörden wird eine gleichbleibende Qualität und ein sich immer auf gleichem Niveau befindlicher Wirkstoffgrad erreicht, der eine der Voraussetzungen ist, die erfüllt werden müssen, um Cannabis überhaupt als legales Schmerzmittel anbieten zu dürfen.

Berechtigt zur Nutzung sind denn auch nur Patienten, denen nachweislich kein anderes Schmerzmittel ein halbwegs erträgliches Leben ermöglichen kann und die darüber eine Bescheinigung vom Hausarzt vorweisen können.

Anlage extrem gesichert

Bisher hat Aphria 10.000 Pflanzen zur Probe angebaut, allerdings noch ohne den Wirkstoff THC. Das wird sich nun aber ändern, denn aus Kanada kam jüngst eine Lieferung von "echten" Hanfpflanzen-Setzlingen.

Diese werden nun ab Dezember 2020 in der Anlage in Neumünster angebaut und später abgeerntet. Etwa Anfang März 2021 kann dann das erste medizinische Cannabis an deutsche Apotheken ausgeliefert werden.

Übrigens: Das Aphria-Gelände ist extrem gesichert und die Plantage befindet sich hinter 24 Zentimeter dickem Stahlbeton. Wenn die Anlage also nicht gerade von Kampfjets beschossen wird, ist ein illegales Herankommen an das grüne Gold ausgeschlossen.