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Männerhelden

Was macht Werner Lorant heute?

Werner Lorant war kein Bundesligatrainer von der Stange, allein weil er 1860 München einst von der Bayernliga in den UEFA-Pokal führte. Was macht Werner "Beinhart" Lorant heute?

Werner Lorant
Werner Lorant im Jahr 1993 imago images / Ferdi Hartung

Werner Lorant: Beinhart im Abgang

Werner Lorant schont bereits während seiner Karriere als Bundesliga-Abwehrspieler weder sich noch seine Gegenspieler. In dieser Zeit bekommt der gebürtige Westfale auch den Beinamen "Beinhart". Diesen hat er später auch als Trainer inne, und das aus vielen guten Gründen.

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1860 München: Schicksalsklub

Als Lorant dann im Jahr 1992 beim TSV 1860 München anheuert, ist er als Trainer ein noch unbeschriebenes Blatt. Aschaffenburg, Schweinfurt, Groß-Gerau heißen vormalige Übungsleiter-Stationen.

Das trifft sich gut, denn auch der Münchner Traditionsklub darbt zu jener Zeit in den Niederungen des Amateurfußballs. Das Dasein in der drittklassigen Bayernliga empfindet die stolze Anhängerschaft als kaum zu ertragende Schmach. Lorant übernimmt und alsbald haben die "Sechziger" wieder allen Grund, mit Vorfreude ins ehrwürdige Grünwalder-Stadion im Stadtteil Giesing zu pilgern.

Lorant impft seiner Truppe Disziplin und einen nimmermüden Kampfgeist ein, inklusive der Bereitschaft, über persönliche Schmerzgrenzen zu gehen. Legendär bleibt in diesem Zusammenhang sein Ausspruch: "Ich wechsle nur aus, wenn sich einer ein Bein bricht!"

1860-Präsident und Wiesn-Wirt Karl-Heinz Wildmoser sitzt zufrieden auf der Tribüne und macht die Schatulle auf, wenn sein sportlicher Abteilungsleiter es vehement einfordert. Doch Wildmoser beäugt seinen Trainer mit Argusaugen. Der emotionale Lorant ist ihm zu sehr kettenrauchender Proletarier im Nylontrainingsanzug, zu wenig feine Klinge, zu wenig Fußballphilosophie.

Doch der Erfolg gibt Lorant recht. Im Jahr 1994 schafft der Verein unter seiner Regie den Durchmarsch in die Bundesliga, in den Jahren 1997 und 2000 spielen die Lorant-Mannen gar im UEFA-Pokal. Irgendwann stagniert jedoch die sportliche Entwicklung. Nach einem Zerwürfnis im Anschluss an eine krachende Niederlage im Stadt-Derby gegen den FC Bayern im Jahr 2002 feuert Wildmoser seinen Trainer, zwei Spielzeiten später steigt 1860 aus der Bundesliga ab – und bis dato nicht mehr auf.

Danach übernimmt der heute 71-Jährige noch Trainerjobs in der Türkei, Zypern, China, dem Iran, der Slowakei und Südkorea, doch Erfolge wie mit 1860 wollen sich nicht mehr einstellen.

Was macht Werner Lorant heute?

Seine Kompromisslosigkeit bewahrt Werner Lorant nicht vor persönlichen Nackenschlägen. Finanzielle Negativschlagzeilen, die Zwangsversteigerung seines Hauses im bayerischen Dorfen und das Scheitern seiner Ehe mit Langzeitgattin Doris setzen ihm zu. Doch Lorant ist ein Stehaufmännchen, auch wenn seine Engagements bei kleinen Amateurklubs im Münchner Umland ihn nur kurzzeitig zurück ins Gespräch bringen – es sind klassische Intermezzi.

Derzeit lebt Werner Lorant auf Mallorca und auf einem Campingplatz in Waging am See, wo er sich um den Fußballnachwuchs kümmert.

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