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Männerhelden

Was macht Stefan Edberg heute?

Stefan Edberg war ein schwedisches Tennis-Wunderkind, das Anfang der 90er die Weltrangliste anführte. Was macht Stefan Edberg heute?

Stefan Edberg schlägt eine Rückhand
Stefan Edberg (1984) Getty Images / David Madison

Stefan Edberg: Der kühle Blonde aus dem Norden

Stefan Edberg wird am 19. Januar 1966 im schwedischen Västervik geboren. Mit sieben Jahren beginnt er, Tennis zu spielen und ist weitere sieben Jahre später Junioren-Europameister im Einzel und Doppel.

Die Schule kann ihn da nicht mehr lange halten. Mit 16 verlässt er sie, um sich ganz auf seine Tennis-Karriere zu konzentrieren. 1982 gewinnt er den Orange Bowl, das wichtigste JuniorenTurnier der Welt und schafft auf der Junioren-Tour tatsächlich den Grand Slam, ein Kunststück, das bis heute kein Junioren-Spieler wiederholen konnte.

Grand Slam

Vom Grand Slam (etwa "großer Wurf") spricht man, wenn es einem Tennis-Profi gelingt, die vier wichtigsten Turniere (Australien Open, French Open, Wimbledon und U.S. Open), die sogenannten Grand-Slam-Turniere, innerhalb eines Kalenderjahres allesamt zu gewinnen.

Ein solches Ereignis kommt sehr selten vor. Auf der Profi-Tour gelang dies zuletzt Steffi Graf 1988.

Sieg gegen die Altmeister

Nur 15 Monate später ist er nicht nur auf der Profi-Maintour unterwegs, sondern bereits in deren Top Ten angekommen. Auch im Davis Cup kann er sofort Erfolge verbuchen. So gewinnt er diesen, indem er im Finale mit seinem Doppelpartner Anders Järrid das favorisierte US-Doppel um John McEnroe und Peter Fleming schlägt.

Die folgenden Jahre geht es immer weiter aufwärts: Edberg gewinnt mit den Australien Open 1985 seit erstes Grand Slam-Turnier und holt mit dem schwedischen Team erneut den Davis Cup. Auch 1987 gewinnt er die Australien Open und das sogar gleich doppelt: im Einzel sowie im Doppel, einmal mehr zusammen mit seinem kongenialen Partner Anders Järryd.

Nummer 1 der Weltrangliste

Der Rest des Jahrzehnts ist geprägt von weiteren Grand Slam-Erfolgen, oft in einem Endspiel gegen Boris Becker, mit dem ihn eine freundschaftliche Rivalität verbindet. In Wimbledon lautet die Endspielpaarung gleich in drei Jahren hintereinander (1988-1990) "Stefan Edberg vs Boris Becker". Edberg gewinnt dabei 1988 und 1990.

Am 13. August 1990, nach einem weiteren Turniergewinn, entthront Edberg Ivan Lendl und erklimmt zum ersten Mal Platz 1 der ATP-Weltrangliste.

Viele Grand Slam-Finals

Die frühen 90er sind Edbergs Prime Time. 1991 scheitert er zwar im Wimbledon-Halbfinale knapp am späteren Sieger Michael Stich, jedoch gewinnt er im gleichen Jahr die US Open und zwr so souverän wie selten zuvor pder danach. Sein Endspielgegner Jim Courier hat nicjht den Hauch einer Chance und verliert sang- und klanglos in drei Sätze.

Diesen Triumph in Flushing Meadows wiederholt Edberg gleich im nächsten Jahr, wo einen gewissen Jungspund namens Pete Sampras in vier Sätzen schlägt. Im gleichen Jahr hat er zuvor auch das Finale der Australien Open erreicht, muss sich dort aber Jim Courier geschagen geben. Auch 1993 schafft er noch einmal den Finaleinzug, verliert aber auch dort und erneut gegen Jim Courier.

Karriereausklang

Stefan Edberg rutscht langsam in der Weltrangliste ab, hält sich aber noch bis Mitte der 90er in den Top Ten und das, ohne ein weiteres ATP-Tournier zu gewinnen - ein Zeichen seiner großen Konstanz.

1996 gibt er das Ende seiner aktiven Karriere bekannt, nicht ohne vorher nochmal mit dem schwedischen Team den Davis-Cup zu gewinnen und mit seinem tschechischen Kollegen Petr Corda das Doppel-Finale der Australien Open.

Was macht Stefan Edberg heute?

Stefan Edberg und seine Frau
Stefan Edberg und seine Frau Getty Images / George Pimentel

Im Jahr 2000 gründet Edberg ein Forstwirtschafts- und Immobilienunternehmen. Darüber hinaus führt er eine Kapitalanlagegesellschaft, die ihre Angebote spieziell auf Leistungssportler zugwschnitten hat, die das in ihrer aktiven Laufbahn akkumulierte Geld für die Zeit danach anlegen möchten.

Tennis bleibt ihm aber nach wie vor wichtig. Er gründet die Stefan-Edberg-Stiftung, die Stipendien an hoffnungsvolle schwedische Nachwuchstalente vergibt.

Zwischen 2005 und 2013 spielt er dann doch auch wieder aktiv Tennis, auf der ATP Champions Tour, wo er einige Tourniere gewinnen kann, zuletzt im Finale gegen John McEnroe, vor den Augen seines Idols Björn Borg.

Dann holt ihn der Spieler der wiederum ihn als Idol ausersehen hat, als sogenannten Supercoach in seinen Trainerstab: Roger Federer. Zwischen 2013 und 2015 päppelt er den strauchelnden Superstar, der zu jenem Zeitpunkt bis auf Platz acht der Weltrangliste zurückgefallen ist, wieder auf. 2015 stand Federer schon wieder auf dem dritten Platz.

Danach machte sich Edberg, abgesehen von ein paar Auftritten für Sponsoren, sehr rar. In einem Interview aus dem Jahr 2018 bedauert er diesen Schritt jedoch nicht. Er sei ein Familienmensch, genieße die Zeit, die er mit ihr auf dem Bauernhof in der Nähe von Växjö in Südschweden verbringt:

„Ich war mein ganzes Leben unterwegs, jetzt hat ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Ich mache ein wenig Sport, bin im Finanzbereich tätig - und verbringe viel Zeit mit meiner Familie. Ich bin ein glücklicher Mensch.“
Stefan Edberg
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