Ratgeber Kein Bock auf Glatze? Was tun bei Haarausfall

Redaktion Männersache 08.06.2018

Haarausfall, das Leid vieler Männer. Wer keine Lust auf Glatze hat, kann oftmals etwas dagegen unternehmen. Wir von Männersache verraten Tipps und Tricks, wie du dem Haarausfall vorbeugen kannst.

Volles Haar macht's
Foto:  iStock / AndreyPopov

Haarausfall kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Der häufigste Grund für den Verlust des Haupthaars beim Mann ist genetisch bedingt. Aber auch andere Ursachen wie Stress, Nährstoffmangel oder die Einnahme bestimmter Medikamente können Haarausfall begünstigen. Eine detaillierte Auflistung verschiedener Ursachen für Haarausfall haben wir für dich hier zusammengestellt.

 

Was tun bei Haarausfall

Wenn in der Bürste und im Duschabfluss plötzlich mehr Haare zu finden sind als gewöhnlich, ist das für viele Männer erst einmal ein kleiner Schock. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, um eine Glatzenbildung zu verhindern beziehungsweise ihr entgegenzuwirken. Dabei kann man sowohl auf bewährte Hausmittel als auch in akuten Fällen auf in der Apotheke erhältliche Arzneimittel zurückgreifen – allerdings sollte im Voraus ein Arzt konsultiert werden.

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Haarausfall bekämpfen mit Hausmitteln

Mithilfe folgender Hausmittel kannst du ganz leicht und günstig erste Schritte unternehmen, um einem kahlen Kopf vorzubeugen. Brennnesseln zum Beispiel enthalten eine Vielzahl an Nährstoffen und Vitaminen, die, wenn mit Essig eine halbe Stunde lang gekocht und dreimal pro Woche auf die Haare und Kopfhaut aufgetragen, den Ausfall deines Haupthaars aufhalten können.

Auch Bier kann helfen. Die im Gebräu enthaltenen Vitamine B1, B2 und B6 sowie Folsäure, Niacin und Biotin stärken das Haar. Dabei solltest du dich aber nicht nur auf das Trinken begrenzen, sondern das Bier auch in die Haare und die Kopfhaut einmassieren und 15 Minuten einwirken lassen.

 

Eine Mischung aus dem Saft roter Zwiebeln und Honig kann, auf die Kopfhaut aufgetragen, Wunder bewirken. Ebenso Kaffee, der durch das enthaltene Koffein für eine bessere Durchblutung und Nährstoffaufnahme der Haarwurzeln sorgt. Einmal täglich eine Tasse lauwarmen Kaffee über den Kopf gießen, einwirken lassen und abspülen.

Und auch Petersilie kann einer Glatze vorbeugen. Erfahre hier detaillierte Anleitungen zur Verwendung der jeweiligen Hausmittel und hol dir weitere hilfreiche Tipps.

 

Die besten Präparate gegen Haarausfall

Es gibt einige freiverkäufliche Präparate aus der Apotheke, die Haarausfall stoppen oder vorbeugen können. Am bewährtesten sind hierbei Mittel mit dem Wirkstoff Minoxidil. Der Wirkungsmechanismus von Minoxidil ist nicht geklärt. Vermutet wird aber eine blutdrucksenkende Wirkung des Mittels, das zu einer verbesserten Durchblutung der Kopfhaut und das wiederum zu einer Anregung des Haarwachstums führt.

Bei einer erfolgreichen Anwendung mit Minoxidil zeigen sich erste Erfolge nach drei bis sechs Wochen. Nach Beendigung der Therapie bilden sich nach spätestens sechs Monaten die sichtbaren Erfolge wieder zurück.

Minoxidil wird als zweiprozentige Lösung oder fünfprozentiger Schaum zur Behandlung von genetisch bedingtem Haarausfall angeboten. Die Behandlung erfolgt ein- bis zweimal am Tag bei einer Einwirkzeit von mindestens vier Stunden. Das Mittel wird ins trockene Haar aufgetragen.

Nebenwirkungen können Jucken und Rötung der behandelten Stelle sowie Herz- und Kreislaufprobleme sein. Bei Komplikationen sollte der Arzt aufgesucht werden.

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Auch das chemisch hergestellte Östrogen Alfatradiol kann helfen. Der Wirkstoff hemmt die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT), das für die geringe Wachstumsphase gewisser Haarfollikel verantwortlich ist. Durch das Auftragen des Präparats auf die Kopfhaut wird das Haarwachstum angeregt.

Als Nebenwirkungen können aufgrund des hohen Alkoholanteils des Mittels Rötung und Brennen der Kopfhaut auftreten. Bilden sich zudem Bläschen auf der Haut, sollte die Behandlung abgebrochen und ein Arzt aufgesucht werden.

Ein weiteres allerdings verschreibungspflichtiges Mittel ist Finasterid. Die Wirkungsweise ist wie bei Alfatradiol. Wegen der starken Auswirkung auf den hormonellen Haushalt werden Mittel mit dem Wirkstoff Finasterid nur Männern verschrieben.

Nebenwirkungen können nicht unerheblich sein, von Depressionen über Sehstörungen bis hin zum Libidoverlust und zur erektilen Dysfunktion. Eine zu hohe Dosierung kann laut einer britischen Studie zu einer Steigerung des Brustkrebsrisikos führen.

Weitere Informationen zu Mitteln gegen Haarausfall und ihrer Wirkungsweise findest du hier, andere spannende Themengebiete auf unserer Ratgeber-Übersichtsseite.

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