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Ratgeber

Haarausfall? Ursachen für lichtes Haar kennen und beheben

Es passiert schleichend, aber unaufhaltsam: Haarausfall. Natürlich sind die Herren der Schöpfung unterschiedlich stark davon betroffen. Während einige bereits mit Mitte 20 eine Glatze haben, sieht man auch viele Männer noch in hohem Alter mit voller Haarpracht.

Mann mit Haarausfall
Haarausfall erkennen und stoppen iStock/mraoraor

Haarausfall: Immer einen kühlen Kopf bewahren

Dass Haar ausfällt, ist zunächst einmal ganz normal und betrifft beileibe nicht nur Männer. Wer schon mal mit einer Rohrzange Unmengen von langen Frauen-Haaren aus dem Duschabfluss operiert hat, weiß, dass es so ist.

Wenn aber das Haar schneller auszufallen beginnt, als es nachwachsen kann, dann sollte sich Mann – sofern ihn dies stört – informieren, welche Gegenmaßnahmen jetzt zu treffen sind. Denn da geht einiges.

Die häufigste Ursache für männlichen Haarausfall bekommt man von seinen Vorfahren eingeschenkt: androgenetische Alopezie. Was nichts anderes bedeutet, als dass die Betroffenen aufgrund der ihnen mitgegebenen Gene eine Veranlagung zu Haarausfall haben.

Weitere Gründe für Haarausfall können psychische Belastungen sein, Stress, Depressionen, aber auch Medikamente, wie zum Beispiel Beta-Blocker. Auch eine Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion wirkt sich auf die Menge der verlorenen Haare aus.

Vergiftungen sind eine weitere Möglichkeit, warum es auf dem Kopf lichter wird. Seien es Schwermetalle, Farbgifte, Lacke, Klebstoffe oder Lösungsmittel – all dies kann sich negativ auf die Kopfbehaarung auswirken.

Manchmal sind auch die Zähne schuld. Gerade ältere Zahnfüllungen besitzen oft noch einen sehr hohen Gehalt an Quecksilber und/oder Palladium. Beides Gifte, die dem Haarwuchs entgegenwirken können.

Natürlich fordern auch andere Chemikalien ihren Tribut, oft auch aus genau der Quelle, die eigentlich das Aussehen unserer Haare zum Positiven wenden soll, wie Haarpflege- und Stylingprodukte.

Auch Infekte oder einseitige Diäten können durchaus ihren Tribut fordern. Mangelernährung war eben noch nie eine gute Idee.

Haarausfall? Ursachen kennen und beheben

Damit man übermäßigem Haarausfall konstruktiv entgegenwirken kann, muss zunächst möglichst exakt festgestellt werden, welche der oben genannten Ursachen vorliegt.

Dafür ist der Gang zum Arzt unerlässlich. Nur er kann selber untersuchen oder auch weitere Untersuchungen bei Spezialisten wie zum Beispiel Hautärzten anstoßen.

Spezialisierte Ärzte können aufgrund des Ausfallmusters und ähnlichen Parametern zunächst feststellen, ob ein erblich bedingter Haarausfall vorliegt.

Erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie)

Ist dem so, kann man leider nicht allzu viel dagegen machen. Eine gesunde Ernährung ist natürlich immer von Vorteil, allerdings kommt man auch mit ihr nicht gegen die Kraft der Gene an.

Liegt kein erblich bedingter Haarausfall vor, kann eine ausgewogene Ernährung die Gesundheit und damit Widerstandfähigkeit des eigenen Haarwuchses durchaus positiv beeinflussen.

Kieselsäure (Silizium) bewirkt, dass Haare dicker und fester, damit also auch widerstandsfähiger werden. Ein gehöriger Anteil an Kieselsäure ist unter anderem in folgenden Lebensmitteln enthalten: Kartoffeln, Hafer, Hirse, Sellerie, Spinat oder auch Bambussprossen.

Interessanterweise hält auch Bier eine gute Menge an Kieselsäure vor und dort logischerweise sogar in flüssiger Form. Das ist von Vorteil, weil der Wirkstoff so über das Blut noch besser direkt an die Wirkstellen, Papillarkörper und Haarwurzel, gelangen kann.

"Drei Kisten Bier pro Woche im Alleingang und dann wird das schon wieder mit den Geheimratsecken" ist natürlich dennoch keine empfehlenswerte Vorgehensweise.

Der teure Zukauf von sogenannten Nahrungsergänzungsmitteln ist ebenfalls weder aus finanzieller noch aus wirkungstechnischer Sicht notwendig oder ratsam.

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Eine Möglichkeit, selbst androgenetische Alopezie beim Mann zu behandeln, ist das verschreibungspflichtige Mittel Finasterid, welches auf Hormonbasis wirkt.

Aus dem im männlichen Körper vorkommenden Testosteron bildet sich so weniger Dihydrotestosteron, was wiederum zur Folge hat, dass das noch vorhandene Haar bessere Möglichkeiten hat, dichter nachzuwachsen.

Allerdings: Es ist sehr viel Geduld gefragt. Es dauert nachweislich Monate, bis erste Erfolge sichtbar festgestellt werden können.

Setzt der Anwender das Mittel in diesem Zeitraum ab, geht auch der Effekt wieder zurück. Und: Man kann davon ausgehen, dass sich die Pharma-Industrie besagtes Mittel ordentlich wird bezahlen lassen.

Zusätzlich können Nebenwirkungen auftreten, die es  in sich haben: Libidoverlust, Impotenz, leicht erhöhte Tendenz zu Brustwachstum ("Männerbrüste").

Letztere bleiben unter Umständen auch nach Absetzen des Medikaments bestehen, während der Haarausfall wieder einsetzt.

Ein solches Szenario muss nicht auftreten, aber die Möglichkeit dessen sollte dem Anwender bekannt sein, bevor er sich zur Einnahme von Finasterid entscheidet.

Haarausfall durch Kopfhautinfektionen (nicht vernarbender Haarausfall)

Besser sieht es für Betroffene aus, die aufgrund von Infektionen der Kopfhaut Haare verlieren. Anzeichen dafür sind unregelmäßig verteilte kahle Stellen auf dem Kopf ("Mottenfraß").

Grund hierfür können unter anderem Infektionen sein, wie zum Beispiel Furunkeln, Karbunkeln, Borkenflechte, bakterieller Hautausschlag, Gürtelrose oder auch Syphilis.

Nach der Diagnose durch einen Facharzt und einer entsprechend des Befundes einsetzenden Medikation wachsen die Haare nach der Rückbildung des Kopfhautbefalls von alleine wieder nach. Es sollten keine kahlen Stellen zurückbleiben.

Einen Sonderfall stellen psychische Störungen dar. Eine gar nicht seltene Verhaltensstörung namens Trichotillomanie sorgt dafür, dass sich Betroffene in Stresssituationen unbewusst selbst das Haar ausreißen. Wird dies festgestellt, können Gespräche mit einem Psychotherapeuten helfen.

Anhaltender Druck (zum Beispiel bei längerer Bettlägerigkeit) oder Zug (Pferdeschwanz) können den Haarausfall begünstigen.

In allen Fällen wachsen jedoch die Haare wieder in gewohnter Weise nach, sobald die Krankheitssymptome abklingen, ohne dass es weiterer Maßnahmen bedarf.

Haarausfall durch Kopfhautinfektionen (vernarbender Haarausfall)

Ist die Kopfhaut in einer Weise betroffen, die Vernarbungen hinterlässt, wachsen an jenen Stellen keine Haare mehr nach.

Ursache können physikalische oder chemische Schädigungen sein, Kopf oder  auch eine Autoimmunkrankheit.

Weiterhin kann eine Lichen-Erkrankung (Knötchenflechte) vorliegen. Infolge der damit einhergehenden Entzündungen kommt es zu einer chronischen Verhornung und dadurch zu bleibendem Haarausfall durch Vernarbungen.

Dagegen kann mit kortisonhaltigen Cremes vorgegangen werden, die bereits vernarbten Regionen der Kopfhaut werden jedoch keinen neuen Haarwuchs bilden.

Schwere Akne, die natürlich vor allem Jugendliche betrifft, kann ebenfalls vernarbtes Kopfhautgewebe hinterlassen.

In allen diesen Fällen ist es wichtig, beginnende Symptome rechtzeitig diagnostizieren und behandeln zu lassen. Hier sind Dermatologen die ersten Ansprechpartner. Sie können eine sogenannte Kopfhautbiopsie durchführen.

Ist es erst zur Vernarbung gekommen, sind an jener Stelle der Kopfhaut irreparable Schäden entstanden, die keinen erneuten Haarwuchs mehr zulassen.

Diffuser Haarausfall

Wer unter diffusem Haarausfall leidet, dessen Haarschopf wird gleichmäßig dünner, die Kopfhaut beginnt durchzuschimmern.

Auslöser sind oft schädigende Ereignisse oder Erkrankungen (telogener Haarausfall). Sind diese überwunden, fängt zumeist auch das  Haar wieder an, nachzuwachsen. Allerdings kann es bis zu einem Jahr dauern, bis das Haar wieder komplett nachgewachsen ist und die ausgedünnten Stellen wieder aufgefüllt hat.

Ein weiterer, schwererer Fall des gleichen Prinzips ist das sogenannte anagene Effluvium. Hier wird nach einem schädigenden Ereignis das Haar bereits in der Wachstumsphase angegriffen.

Als Folge kann bereits recht kurz nach dem Ereignis ein massiver Haarverlust einsetzen. Typische Beispiel sind Chemotherapien oder Vergiftungen durch Schwermetalle.

Sind die auslösenden Ereignisse vorüber, beginnt das Haar zumeist wieder zu wachsen. Und nicht nur das: Schon oft wurde beobachtet, dass das erneut wachsende Haar dichter steht als vor dem Ereignis. Ebenfalls kann zuvor glatt Haar lockig nachwachsen und umgekehrt.

In allen aufgeführten Fällen lohnt als erste Gegenmaßnahme der Gang zum Hausarzt. Dieser kann eine Diagnose stellen und gegebenenfalls zu einem Facharzt weitervermitteln.

Mehr Wissenswertes über Haarausfall und andere spannende Themengebiete findest du auf unserer Ratgeber-Übersichtsseite.

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