Scharfe Sache Jagdmesser – unverzichtbarer Outdoor-Begleiter

Redaktion Männersache 07.03.2018

Für die Jagd, beim Camping oder beim Angeln: Ein Jagdmesser leistet nützliche Dienste. Wir verraten dir, worauf du beim Kauf achten solltest.

Das passende Messer für die Jagd
Foto:  iStock / FotoDuets

Das Messer ist eine der ältesten Waffen der Menschheit. Auch die Jagd begleitet uns seit jeher. Dass sich im Laufe der Jahrtausende daher hochspezialisierte Helfer in Form von Jagdmessern entwickelt haben, ist naheliegend.

Jäger benötigen die scharfen, robusten Klingen für verschiedenste Aufgaben – doch auch unter Campern und Anglern sind sie gefragt. Was genau unter einem Jagdmesser zu verstehen ist, welche Modelle du kaufen kannst und wie sie sich unterscheiden – hier erfährst du mehr.

 

Was genau ist ein Jagdmesser?

Ein Jagdmesser wird für verschiedene Arbeiten rund um die Jagd und die damit verbundenen Arbeiten benutzt – darunter auch das Aufbrechen von erlegtem Wild. Grundsätzlich ist dafür jedes stabile und etwas größere Messer geeignet.

Die speziellen Anforderungen des Jagens haben jedoch zu der einen oder anderen Besonderheit geführt.

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Klappmesser

Jagdmesser gibt es unter anderem als Klappmesser. Diese Variante bietet den Vorteil, dass sich verschiedene Klingen für unterschiedliche Zwecke in einem Heft mitführen lassen. So kannst du zum Beispiel auch eine Klinge für das Abhäuten mitführen, ohne zwei Messer im Rucksack dabei haben zu müssen.

Messer mit feststehender Klinge

Aus Gründen der Sicherheit, aber auch der Reinigung und der schnellen Handhabung sind Jagdmesser mit feststehender Klinge die beliebtere Wahl.

Jagdmesser weisen üblicherweise Klingen von mindestens 10-15 Zentimetern Länge auf. Ausnahmen bilden zum Beispiel die bekannten Hirschfänger, die bis zu 70 Zentimeter lang sein können, dafür aber auch unter das Waffengesetz fallen.

Drop-Point/ Clip-Point

Sich nach oben hin verjüngende Messerklingen nennt man „Drop-Point“, während „Clip-Point“-Klingen sich nach unten hin verjüngen. Die meisten Jagdmesser nutzen Drop-Point-Klingen.

Diese sind vor allem beim Abhäuten wichtig, um nicht versehentlich an ungewollten Stellen zu schneiden und somit Fell oder Fleisch zu beeinträchtigen. Die bekannten Bowie-Messer sind wiederum Clip-Point-Messer und verjüngen sich somit nach unten.

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Jagdmesser kaufen: Darauf solltest du achten

Wenn du ein Jagdmesser für den professionellen Einsatz kaufen willst, ist eine gewisse Wertigkeit wichtig. Neben ausgewählten Materialien und guter Handhabung ist auch die Verarbeitung sehr wichtig, damit das sogenannte "Jagdbesteck" möglichst nur einmal gekauft werden muss.

Ein Budget von mindestens 100 bis 150 Euro solltest du einplanen. Wenn du das Messer mehr für Campingausflüge oder zum Angeln brauchst, sind auch günstigere Modelle denkbar. In unseren Empfehlungen werden wir daher Jagdmesser aus allen Preiskategorien vorstellen.

Material

Eine Klinge aus Edelstahl ist unverzichtbar. Moderne Materialien wie Kohlenstoffstahl oder Damast sind extrem scharf und langlebig – dafür aber auch etwas anfälliger für Rost. Beim Griff bieten sich Edelstahl oder Hirschhorn an. Auch Holzgriffe sind gegenüber Plastikgriffen vorzuziehen.

Stabilität

Überlege vor dem Kauf, wozu du dein Jagdmesser benötigen wirst. Wenn du eher Fische ausnehmen möchtest, wird ein kleines Messer mit 100 Gramm Gewicht und kurzer Klinge ausreichen. Mit so einem Messer wirst du aber keine Äste spalten können. Da wäre dann ein Survivalmesser die bessere Wahl.

Länge

Beachte auf jeden Fall die Länge des Messers und speziell der Klinge. Ist diese länger als 12 Zentimeter, darfst du das Messer nicht offen tragen, also zum Beispiel am Gürtel. In diesem Fall musst du es in einem verschlossenen Rucksack mitnehmen.

 

Jagdmesser im Vergleich: Solide bis High End

Damit du im Dickicht der vielen Angebote nicht den Überblick verlierst, haben wir einige Jagdmesser für dich zusammengestellt. Hier findest du Produkte von klein und solide bis zu massiven und starken Allroundern.

Herbertz Gürtelmesser Pakkaholz – Der Einfache

Herbertz Gürtelmesser Pakkaholz

Herbertz Gürtelmesser Pakkaholz © Amazon

Für kleines Geld ist das Gürtelmesser mit Griff aus Pakkaholz von Herbertz hier zu haben. Auch für Camper und Angler geeignet. Das eher einfach gehaltene Jagdmesser ist außerdem ein Leichtgewicht und daher gut für den Gürtel. 

  • Klingenlänge: 10 Zentimeter
  • Gewicht: 163 Gramm
  • Drop-Point-Klinge
  • feste Klinge

Linder Jagdmesser 143209 – Der Klassische

Linder Jagdmesser

Linder Jagdmesser © Amazon

Das Linder Jagdmesser, ebenfalls mit Drop-Point-Klinge, verwendet Solinger Stahl und eine Griffverschalung aus echtem Hirschhorn. Dieses Modell kannst du problemlos auch in einer Vitrine ausstellen. Hier kannst du es erwerben.

  • Klingenlänge: 9 Zentimeter
  • Gewicht: 320 Gramm
  • Drop-Point-Klinge
  • feste Klinge

Custom Damast Bowie Messer – Der Grobe

Custom Damast Bowie Messer Jagdmesser

Custom Damast Bowie Messer Jagdmesser © Amazon

Das Survivalmesser, oft auch Bowie Knife genannt, ist einer der berühmtesten Vertreter unter den Jagdmessern. Das Custom Damast Bowie Messer besteht aus Damaszener Stahl und liegt schwer in der Hand. Dieses Messer ist auch härteren Aufgaben wie zum Beispiel dem Spalten von Holz gewachsen. Das Bowie Knife darfst du aber nicht öffentlich mitführen, sondern nur im geschlossenen Rucksack. 

  • Klingenlänge: 20 Zentimeter
  • Gewicht: 460 Gramm
  • Clip-Point-Klinge
  • feste Klinge

Böker Leopard-Damast III 42 Collection – Der Luxuriöse

Böker Leopard-Damast III 42 Collection
Böker Leopard-Damast III 42 Collection © Amazon

Böker gehört zu den bekanntesten Herstellern von Jagdmessern. Das Klappmesser Leopard-Damast III fordert deinen Geldbeutel, bleibt dir dafür aber auch wohl ein Leben lang erhalten. Alle Materialien sind extrem hochwertig.

  • Klingenlänge: 9,7 Zentimeter
  • Gewicht: 165 Gramm
  • Clip-Point-Klinge
  • Klappmesser
 

Jagdmesser und das Recht – was darfst du, was nicht?

Zu guter Letzt noch ein paar rechtliche Grundlagen – denn ein Messer ist und bleibt eine Waffe, die nur in verantwortungsvolle Hände gelangen sollte. Grundsätzlich fallen Jagdmesser, wie alle Messer, unter das Waffengesetz.

Das bedeutet, dass du sie erst ab 18 Jahren erwerben und mitführen darfst. Alle Messer, die du als Einhandmesser verwenden kannst, müssen in einer Messerscheide und idealerweise im Rucksack verstaut werden.

Messer mit einer Klingenlänge von mehr als zwölf Zentimetern müssen grundsätzlich in den Rucksack. Das riesige Survivalmesser, all seinen nützlichen Funktionen zum Trotz, darf also nicht in der Öffentlichkeit sichtbar getragen werden.

Sogenannte Faustmesser, Fallmesser und Butterfly-Messer sind in Deutschland generell verboten. Letztere sind natürlich keine Jagdmesser, wir wollten es aber der Vollständigkeit halber erwähnen.

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