Männerwissen

Hells Angels: Die geheimen Regeln der "Höllenengel"

Im Jahr 1948 von US-Weltkriegsveteranen in Kalifornien gegründet, haben die Hells Angels seither weltweit immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Wir nehmen mal die Regeln der "Höllenengel" genauer unter die Lupe.

Mann in Hells-Angels-Kutte
Die Hells Angels wurden 1948 im US-Bundesstaat Kalifornien gegründet Foto: iStock/:lcepparo

Die Hells Angels sehen sich als Männerbund, bei dem Freundschaft, Ehre, Loyalität und Verlässlichkeit großgeschrieben werden. Um in den elitären Kreis der leidenschaftlichen Motorrad-Liebhaber aufgenommen zu werden, reicht es nicht, in Jeans-Kutte beim örtlichen Chapter reinzuschlendern und nach einem Mitgliedsantrag zu fragen.

Die "Höllenengel" suchen sich ganz genau aus, wer dabei sein darf - und wer nicht. Um als vollständiges Mitglied wahrgenommen zu werden, bedarf es Ausdauer und Disziplin - und man muss sich an die Regeln der Angels zu halten.

Durch Aussteiger hat man zumindest einen groben Eindruck von diesem mitunter strengen Verhaltenscodex. Die folgenden Punkte haben übrigens keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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Die Regeln der Hells Angels

  • Drei Monate lang muss sich ein Anwärter als "Hangaround" bewähren, das Clubhaus putzen oder Motorräder volltanken. Danach ist der Anwärter mindestens ein Jahr "Prospect", erst danach folgt der Status des "Full Member".

  • Alkohol ist Hells Angels bis auf wenige Ausnahmen verboten.

  • Drogen sind verboten.

  • Das Fahren mit dem Bus oder der Bahn ist Hells Angels untersagt.

  • Smartphones sind für "wichtige" Gespräche verboten.

  • Als Opfer einer Straftat ist es Hells Angels verboten, mit Polizei oder Staatsanwaltschaft zu sprechen.

  • Hells Angels dürfen nicht bei der Polizei oder in einem Gefängnis arbeiten.

  • Verrat, Clubwechsel oder Diebstahl werden als Straftat betrachtet, der "Täter" gilt als "vogelfrei".

  • Hells-Angels-Mitglied beleibt man ein Leben lang, es sei denn, man wird verstoßen.

  • Jeder Hells Angel sollte eine Harley-Davidson besitzen, einige Chartas gestatten ihren Mitgliedern auch das Fahren einer Nicht-Harley, solange die Motorräder US-amerikanischer Herkunft sind.

  • Erst als "Full Member" bekommt man die Weste mit dem ikonografischen Hells-Angels-Emblem - die Weste gilt jedem Angel als Heiligtum.

  • Viele Chapters akzeptieren nur schwarze Kleidung ihrer Mitglieder, einige Gruppen erlauben keine kurzen Hosen.

  • Im Corso fährt der Straßenkapitän und der Charterpräsident immer an der Spitze. Von dort aus reihen sich die Mitglieder nach Dienstalter und Rang ein.

  • Legt man sich mit einem Hells Angel an, legt man sich mit allen an.

  • Respekt vor Frauen wird großgeschrieben, auch wenn ihnen die Mitgliedschaft generell verwehrt bleibt. Missbrauch von Frauen wird nicht toleriert.

Probleme mit der Justiz

Verheimlichen wollen wir an dieser Stelle nicht, dass viele Hells Angels weltweit immer wieder ob ihrer Nähe zum kriminellen Milieu in der Kritik stehen und auch Höchstselbst in dunkle Machenschaften verstrickt sind.

In Deutschland beispielsweise sind Hells-Angels-Gruppierungen oftmals im Rotlichtmilieu deutscher Großstädte aktiv und lassen dort ihre Muskeln spielen.