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Abzocke: DAS sind die krassesten Mogelpackungen der Discounter

Steigende Energie- und Lebenshaltungskosten machen die Billigmarken der Discounter aktuell salonfähig. Das nutzen diese aus. Mit immer mehr Mogelpackungen.

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Sonderangebote in Discounter-Prospekten: Vorsicht, Mofelpackung! Foto: iStock / Tree4Two
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Es ist verlockend: Angesichts der aktuell explodierenden Preise Geld sparen durch den Einkauf von No-Name-Artikeln anstatt der gewohnten Markenprodukte. Aber Achtung! Die Discounter haben diesen Trend längst erkannt und bedienen sich eines hinterhältigen Tricks, um uns Konsumenten dennoch das Geld aus der Tasche zu ziehen: Mogelpackungen.

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Dazu bedarf es nun aber der Definition, was eine Mogelpackung ist. Die Supermärkte sind da ganz allgemein sehr erfinderisch, in vorliegendem Fall geht es aber um das Preis-Leistungsverhältnis in Bezug auf die Quantität und da gibt es dann drei Möglichkeiten: Die gleiche Menge zu einem höheren Preis verkaufen, bei gleichem Preis weniger Inhalt anbieten oder auch - besonders unverschämt und hinterhältig - die Kombination aus den beiden vorgenannten Punkten.

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Beispiele einer Mogelpackung

Wie der Focus herausfand, hat sich die Zahl solcher Mogelpackungen in letzter Zeit etwa verdoppelt. Beispiel gefällig? Das Lammsteak der Aldi-Eigenmarke "Jacks Farm" wurde kürzlich um 100 Gramm verringert, während der Preis allerdings mit 6,99 Euro gleich blieb. Beispiel Nummer zwei: Grüner Tee der Marke "Westminster" (auch Aldi) kostete bis vor kurzem noch 2,59 Euro. Dafür bekam man eine Packung mit 250 Gramm. Aktuell kostet dieser Tee in einzelnen Filialen nur noch 1,89 Euro, man bekommt aber nur noch 150 Gramm dafür. Das ist ein Preisanstieg von 22 Prozent.

Besonders dreist ist Beispiel Nummer drei, denn dort geht es tatsächlich um die Kombination aus verringerter Menge bei gleichzeitigem Preisanstieg: Die Packung Bulgur-Linsensalat "Olivano" (Netto) wurde um 50 Gramm verkleinert und um zehn Cent angehoben (99 Cent statt vorher 89 Cent). Das produziert einen Preisanstieg um 39 Prozent. Ein Hinweis auf die veränderte Packungsgröße oder den modifizierten Preis fehlt.

Verbraucherzentrale informiert

Und auch Penny kann der Verlockung der Mogelpackungen offensichtlich nicht widerstehen: Die Bio-Steinoffenpizza wog im Mai noch 460 Gramm, mittlerweile ist das Gewicht um 50 Gramm gesunken, der Preis aber um 50 Cent gestiegen, von 2,49 Euro auf 2,99 Euro. Der Preisanstieg liegt damit bei 35 Prozent.

Die Liste der versteckten Mogelpackungen ließe sich leider noch deutlich länger fortführen, dafür fehlt hier allerdings der Platz. Wer sich umfassend informieren will, kann dies auf der Seite der Verbraucherzentrale Hamburg tun. Dort hat man dankenswerterweise eine umfassende und sehr übersichtliche Liste mit den aktuell grassierenden Mogelpackungen zusammengestellt.

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