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Sexistisch: Deutsche Stadt verbietet Ballermann-Hit

Die Stadt Würzburg verbietet den beliebten Ballermann-Song "Layla".

Menschen am Ballermann
Würzburg verbietet "Layla" auf Volksfesten (Themenbild) Foto: Getty Images/Sean Gallup
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Auf dem Würzburger Kiliani-Volksfest darf "Layla" nicht mehr gespielt werden, weil es sich um einen sexistischen Liedtext handelt, so die Stadtoberen.

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Die Mainpost zitiert einen Sprecher der Stadt mit folgenden Worten: "Es wird sichergestellt, dass das Lied künftig nicht mehr gespielt wird".

Würzburg verbietet "Layla"

"Layla" von DJ Robin & Schürze steht seit Wochen auf dem ersten Platz der deutschen Singlecharts. Der Song gilt als Stimmungshit, der vor allem am Ballermann auf Mallorca oder hiesigen Volksfesten zum Einsatz kommt.

Doch über den Liedtext ist seit Kurzem eine hitzige Debatte entflammt. Unter anderem heißt es im Text: "Ich hab 'nen Puff, und meine Puffmama heißt Layla, sie ist schöner, jünger, geiler".

Für Würzburg ist ein solches Verbot übrigens kein Einzelfall.

Die bayerische Stadt hatte bereits das umstrittene "Donaulied" für das Volksfest "untersagt" bzw. eine entsprechende Vereinbarung mit den Betreibern des Kiliani erzielt. Beim "Donaulied" handelt der Text von einer Vergewaltigung. Genannte Vereinbarung betrifft alle Liedtexte mit rassistischen oder sexistischen Inhalten

Gegenüber dem Spiegel hat "Layla"-Produzent Dominik de Léon indes jüngst seine Verwunderung über den Erfolg des Songs geschildert: "Es verwundert wahrscheinlich nicht nur uns, wie extrem gut diese Nummer nach zwei Jahren Corona, Unter­haltungsverbot und dem Krieg in der Ukraine an­gekommen ist, in Zeiten, in denen #MeToo noch in allen Köpfen steckt und die Genderdiskussion rauf und runter geführt wird. Aber wahrscheinlich ist das genau der Grund, warum die Leute den Song so begeistert feiern".

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