#MännerKüche Wie lange ist Gin haltbar?

Tomasz | Männersache 12.04.2018
Gin Tonic
© iStock / Mizina

Gin ist schon lange nicht mehr nur das Lieblingsgetränk der Großmutter – immer mehr Enkel haben das wacholderhaltige Getränk für sich entdeckt. Aber könnte man auch auf die jahrealte Gin-Sammlung der Oma zurückgreifen und bedenkenlos genießen? Hier verraten wir dir, wie lange Gin haltbar ist.

Gin überzeugt anders als sein Bruder Wodka mit vielseitigen Geschmacksnoten – vor allem ist die Wacholder-Note bei vielen Gins prägnant. Aber genauso wie bei Wodka ist die Haltbarkeit von Gin unabhängig von seinem Preis. Verantwortlich hierfür ist der hohe Alkoholgehalt des Getränks – um die 37 Prozent – , der es Bakterien und Keimen unmöglich macht, aktiv zu werden.

 

Wie lange ist Gin haltbar?

Getränke, die einen Alkoholgehalt von mindestens zehn Prozent aufweisen, besitzen kein Mindesthaltbarkeitsdatum. Gin, der einen Alkoholanteil von nicht weniger als 35 Prozent hat, kann bei ungeöffneter und unbeschädigter Flasche theoretisch ewig gelagert werden. Durch das hohe Volumenprozent können sich keine Bakterien oder andere Schadstoffe ansetzen und somit das Getränk angreifen. Auch nach sehr langer Lagerung ist keine Gefahr für das gesundheitliche Wohlbefinden festzustellen.

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Zwar kann Gin also nicht verderben, aber nach Jahren kann es durchaus sein, dass sich der Originalgeschmack verflüchtigt und der Genuss ein anderer wird. Welche Prozesse mit dem Getränk bei langer Lagerung vonstattengehen und wie du Gin optimal aufbewahrst, erfährst du im nächsten Abschnitt.

Wie lange Wodka haltbar ist – und ob die Schreibweise "Wodka" oder "Vodka" korrekt ist – kannst du hier nachlesen.

 

Wie bewahre ich Gin richtig auf?

Sobald die Gin-Flasche geöffnet wird, kommt ihr Inhalt unweigerlich mit Sauerstoff in Kontakt, was eine Reihe von Prozessen hervorruft. Alkohol hat einen niedrigeren Siedepunkt als Wasser – bereits bei 78 Grad Celsius beginnt der Alkohol, zu verdunsten. Geöffnete Flaschen unterstützen die Verdunstung genauso wie zusätzliche Wärmezufuhr, beispielsweise durch Sonnenstrahlen. Auch wenn der Siedepunkt von 78 Grad bei normalen Verhältnissen zugegebenermaßen nur selten erreicht wird, sollte bei der Lagerung darauf geachtet werden, dass dem Gin keine große Wärme zugeführt und die Flasche am besten vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt wird.

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Auch die für den Gin wichtigen Aromen können im Laufe der Zeit an Intensität verlieren. Die Aromen im Gin reagieren mit dem Sauerstoff und oxidieren dabei, wodurch sich der Geschmack ändert. Diesen Prozess kann man kaum aufhalten, da es unmöglich ist, eine Flasche komplett luftdicht zu verschließen. Die Oxidation schreitet also unaufhörlich weiter und kann durch Lichtzufuhr beschleunigt werden. Der Gin wird durch die Oxidation nicht schlecht oder gar gesundheitsbedenklich – lediglich die feinsten Gaumen könnten sich beleidigt fühlen.

 

Beide Prozesse laufen über einen Zeitraum von Monaten und Jahren ab. Um das Originalaroma möglichst lange in der Flasche zu behalten, lohnt es sich, den gut verschlossenen Gin kühl und dunkel zu lagern. Im Optimalfall sollte die Flasche bei der Lagerung stehen, somit wird dem Sauerstoff weniger Oberfläche geboten und die Verdunstung zusätzlich verlangsamt.

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