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Vegane Milch selber machen: Mit diesem Rezept klappt es garantiert

Vegane Milch selber machen liegt aktuell voll im Trend. Wir verraten, wie man pflanzliche Milch ganz einfach selbst herstellt.

Vegane Milch
iStock/porosolka, iStock/Blade_kostas

Vegane Milch selber machen – warum ist das so gefragt?

Vegane Milch oder andere Alternativen zur herkömmlichen Kuhmilch sind inzwischen so etwas wie Lifestyle-Produkte und als solche angesagter denn je. Das liegt in erster Linie an dem immer weiter steigenden Bewusstsein für Fitness und Wellbeing.

Vegane Milch halten dabei viele Menschen für die gesündere Variante von Milch.

Deshalb ist Milch aus Pflanzen gesund

Kuhmilch-Kritiker sind der Meinung, dass die weiße Flüssigkeit zu Entzündungen und Allergien führe und sogar Krebs fördern könne. Die Studienlage ist hierzu nicht ausgereift – die Mutmaßungen allerdings eindeutig. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt zum Beispiel nicht mehr als ein Glas Milch am Tag.

Gegen einen gemäßigten Milch-Konsum ist, sofern man Laktose und Milcheiweiß verträgt, also nichts einzuwenden. Kuhmilch ist nichts anderes als Muttermilch für die Kälber. Mit ihren Nährstoffen wie Kalzium kann sie Säuglingen also zu Gute kommen und auch Erwachsene vertragen die "artfremde" Muttermilch per se gut.

Doch auch vegane Milch füllt den menschlichen Kalzium-Speicher auf und man bekommt on top sogar noch Magnesium, ungesättigte Fettsäuren und jede Menge Ballaststoffe mitgeliefert. Man sollte sich also nicht fragen, ob Kuhmilch ungesund ist, sondern sich bewusst machen, dass vegane Milch eine super Alternative ist. Zumal sie noch einen weiteren Vorteil hat.

Vegane Milch selber machen: Der Umweltfaktor

Der Gesundheitsfaktor war nur eine Seite der Milch-Medaille. Auf der anderen steht, dass vegane Milch gut für das Klima ist. Kühe stoßen nämlich jede Menge Methan, so etwas wie der böse Bruder von CO2 und somit auch Bestandteil des Treibhauseffekts, aus.

Konkret wird für einen Liter Kuhmilch hochgerechnet etwa so viel Kohlendioxid ausgestoßen, wie wenn man einen Liter Benzin verbrennt. Außerdem besagen Studien, dass man weltweit nur ein Viertel der landwirtschaftlich genutzten Fläche bräuchte, wenn die Menschen auf Fleisch und Milchprodukte verzichten würden.

Aus Umwelt-Aspekten ist vegane Milch oft die bessere Alternative – allerdings nicht unbedingt auf Soja-Basis, denn aufgrund der steigenden Nachfrage werden in den USA, Brasilien oder Argentinien riesige Wald- und Savannen-Flächen für den Soja-Anbau zerstört.

Deshalb macht es Sinn die Milch-Alternativen zuhause herzustellen

Bei veganer Milch hatten lange Zeit viele nur Soja auf dem Schirm. Das hat sich in der "Oatly Barista"-Generation zum Glück geändert. Viele Cafés bieten aus obengenannten Gründen die – sagen wir – Mutter aller veganen Milchsorten schon gar nicht mehr an. Stattdessen findet man auf Getränkekarten und in Supermarktregalen von Hafer-, über Cashew- bis hin zu Lupinen- und Dinkelmilch alles, was das Veganer-Herz begehrt.

Das Problem: Die Produkte enthalten oft jede Menge Zucker und Zusatzstoffe - zudem sind sie verdammt teuer. Die Lösung: Vegane Milch einfach selber machen!

Welche Sorten von veganer Milch gibt es

Natürlich eignet sich nicht jede vegane Milch zum selber machen. Damit ihr einen Überblick bekommt, welche Varianten es gibt, wollen wir die wichtigsten trotzdem kurz vorstellen

Hafermilch

Dank des heimischen Anbaus von Hafer eine besonders nachhaltige Milch. Sie lässt sich zudem gut aufschäumen und ist super zum Backen geeignet.

  • Geschmack: Leicht süßlich bis neutral.

Mandelmilch

Milch aus pürierten Mandeln und daher sogar, anders als weitere Pflanzendrinks, glutenfrei, sowie reich an Mineralstoffen wie Kalzium.

  • Geschmack: ein bisschen nach Marzipan, leicht bitter.

Cashewmilch

Eine Nussmilch, die wie auch Mandelmilch reich an Nährstoffen ist. Unter Veganern sind Cashews ein Geheimtipp, so dass sie auch zur Herstellung verschiedener Käsesorten verwendet werden.

  • Geschmack: im Vergleich zu anderen Nüssen sehr mild.

Reismilch

Milch, die aus Reis-Getreide hergestellt wird. Sie ist allerdings relativ dünnflüssig und daher nicht optimal für den Kaffee. Plus: Sie enthält wenige Nährstoffe

  • Geschmack: neutral

Dinkelmilch

Milch aus Dinkel, der wie auch Hafer hierzulande angebaut werden kann. Die Milch lässt sich ebenfalls gut aufschäumen.

  • Geschmack: relativ mehlig, weshalb wir sie nicht im Kaffee empfehlen.

Lupinenmilch

Lupinen sind wie Soja ein hochwertiges Eiweiß – allerdings enthält die Lupine bis zu 40 Prozent mehr Protein und weniger Fett. Zudem sind sie lokal anbaubar und nachhaltiger. Allerdings ist die Lupinenmilch hierzulande noch sehr unbekannt.

  • Geschmack: neutral und kommt dem Kuhmilch-Geschmack am nächsten.

Kokosmilch

Milch aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss. Im Unterschied zu der Kokosmilch aus der Dose zum Kochen, ist der Wasseranteil bei dem Kokos-Drink für Kaffee und Co. höher.

  • Geschmack: exotisch süß – nach Urlaub.

Erbsenmilch

In den USA als Superfood schon ziemlich hipp und auch hier langsam angekommen. Milch auf Erbsenbasis bringt nämlich viel Eisen, Vitamin A und D sowie einen hohen Proteingehalt mit.

  • Geschmack: leicht süßlich.

Vegane Milch selber machen: Rezept

Ob Nuss-, Hafer- oder Lupinenmilch – letztendlich sind die Zubereitungsschritte die gleichen. Ihr benötigt folgende Zutaten:

  • 200 Gramm Nüsse (Mandeln, Cashewkerne etc.) oder 100 Gramm Haferflocken oder 200g Lupinensamen

  • 1 Liter Wasser

  • Honig oder 2 Datteln zum Süßen

  • Standmixer

  • Feines Tuch oder ein Nussmilchbeutel

Zubereitung:

Die Nüsse oder die Lupinensamen mit Wasser übergießen und zwischen 12 und 18 Stunden einweichen. Bei den Haferflocken genügt bereits eine Viertelstunde. Anschließend mit dem Liter Wasser und dem gewünschten Süßungsmittel im Standmixer pürieren.

Das Ergebnis durch ein Tuch abgießen - fertig!

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