Väter

Väter aufgepasst: DARUM ist euer hochbegabtes Kind faul & unmotiviert!

Auch wenn ein begabtes Kind eine Hausaufgabe in der Hälfte der Zeit erledigen kann, die Gleichaltrige benötigen würden, kann es manchmal schwierig sein, es für irgendetwas zu motivieren.

Vater schreit Kind an
Foto: iStock/adekvat
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Das kann zu Zeugnissen führen, die nicht der Begabung des Kindes entsprechen, und und man stellt sich die Frage: Ist mein Kind einfach nur faul und welche Knöpfe muss ich drücken, um sein Interesse an der Schule zu wecken?

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So frustrierend dies auch sein mag, Experten empfehlen, bei der Suche nach Antworten mit Einfühlungsvermögen vorzugehen.

Die Psychologin Dr. Ellen Braaten, Direktorin des Learning and Emotional Assessment Program und Leiterin der Abteilung für pädiatrische neuropsychologische Untersuchungen am Massachusetts General Hospital, empfiehlt Eltern, nach Mustern zu suchen, um herauszufinden, an welchen Stellen im Prozess der Aufgabenbewältigung ihre Kinder Schwierigkeiten haben.

Dann sollten sie ihnen bei der Bewältigung der spezifischen Herausforderungen, die die Hochbegabung mit sich bringt, Nachsicht entgegenbringen.

Warum sind begabte Kinder mitunter faul und unmotiviert?

"Es ist wichtig, die spezifischen Hindernisse zu identifizieren, die sie aufhalten", sagt Braaten. Manchmal liegt das Motivationsdefizit daran, dass das Kind Angst vor dem Projekt hat oder dass es Probleme mit seinen Führungsqualitäten hat.

In anderen Fällen kann es sein, dass sie einfach nicht wissen, wo sie in dem Prozess stehen und sich überfordert fühlen.

Eltern können ihren Kindern helfen, diese Hindernisse zu überwinden.

Nach Ansicht von Braaten gibt verschiedene Gründe, warum Kinder Schwierigkeiten haben, Aufgaben zu beginnen, und die Eltern müssen herausfinden, woran der Prozess scheitert. Manchmal fällt es Kindern schwer, die Aufgabe zu erkennen, um die es geht. Projekte mit offenem Ende können besonders schwierig sein, weil die Kinder vielleicht nicht wissen, wo sie anfangen sollen.

Empfohlene Fragen vonseiten der Eltern an ihre hochbegabten Kinder wären: Hast du alles, was du brauchst? Weißt du, was zu tun ist? Kannst du mir das Projekt beschreiben oder mir sagen, welche Fragen du auf diesem Arbeitsblatt beantworten musst?

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Ausdauer bedeutet nicht nur, dass man weitermacht, wenn es schwierig wird, sondern auch, dass man einschätzen kann, wie weit man in dem Prozess ist.

Viele Kinder sind frustriert, weil sie das Gefühl haben, schon ewig zu arbeiten, und nicht einschätzen können, wie weit sie mit der Arbeit sind. Als Elternteil kann man sein Kind unterstützen, indem man ihm hilft herauszufinden, wo es im Prozess steht und was noch zu erledigen ist.

Hochbegabte Kinder sind oft überfordert und haben das Gefühl, dass sie eine Aufgabe nicht zu Ende bringen können, weil sie auf dem Weg dorthin viele Fehler gemacht haben, weil sie nach eigenem Empfinden viele Flüchtigkeitsfehler gemacht haben, oder einen Weg eingeschlagen haben, den sie nicht gehen sollten.

Es gibt zudem einige Dinge, die bei begabten Kindern ins Spiel kommen, die Eltern übersehen. Eines davon ist, dass sie oft nicht die nötige Ausdauer haben Probleme zu lösen, denn wenn ein Kind begabt ist und ihm viele Dinge leicht fallen und es plötzlich etwas tun muss, das ihm schwer fällt, wird es sehr schnell frustriert. Dann sagen begabte Kinder einfach: "Das ist doch blöd" oder "Ich kann das nicht."

Für die meisten Menschen, die nicht begabt sind, ist alles ein Kampf. Alles, was sie zu lernen hatten, war schwierig. Aber wenn einem Mathe und Lesen leicht fallen und man plötzlich Projekte über etwas machen muss, das vielleicht nicht so leicht ist, oder man etwas verstehen muss, das nicht zu den eigenen Fähigkeiten gehört, kann sich das überwältigend anfühlen.

Als Elternteil muss man überdies herausfinden, ob die zeitweise Zurückhaltung des Kindes eventuell auch eine Reaktion auf ihre mögliche Überbetreuung ist.

Einer der größten Fehler, den Eltern begabter Kinder begehen, besteht darin, die Hochbegabung zu einem großen Teil der Identität des Kindes werden zu lassen.

Das bringt sie in soziale Schwierigkeiten, weil sie nicht verstehen, dass jeder Mensch anders lernt und dass ihre Art zu lernen genauso gültig ist wie die eines anderen Kindes.

Hochbegabte Kinder kommen in viele Situationen, in denen sie glauben, die Antwort zu kennen - und oft tun sie das auch. Sie brauchen Hilfe bei der Bewältigung ihrer Frustration darüber, wie es ist, ein begabtes Kind zu sein, wenn man die Antwort weiß und alle anderen in der Klasse mehr Zeit brauchen, um sie herauszufinden.

Die elterlichen Erwartungen an begabte Kinder sind oft zu hoch. Eltern wollen in diesen Fällen oft, dass ihr Kind das Beste in Mathematik, Lesen und Musik ist, doch manchmal ist die Begabung eines Kindes nicht unbedingt auf das Fachgebiet ausgerichtet, für das sich die Eltern begeistert.

Liebe Eltern, achtet also unbedingt darauf, dass ihr die Fähigkeiten eures Kindes mit dem in Einklang bringt, was ihm Sinn und Freude bereitet.

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