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"Aufgeweichte Jammergestalten": Pädagoge zerfetzt Erziehungsmethoden heutiger Eltern

Der Pädagoge Albert Wunsch ist der Meinung, die heutigen Eltern würden ihre Kinder zu "lebensuntüchtigen Egoisten" erziehen. Seine Thesen polarisieren.

Schreiendes Kind
Schreiendes Kind (Symbolbild) Foto: iStock / Orbon Alija
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Albert Wunsch ist Sozialpädagoge und der Meinung, dass Eltern ihre Kinder heutzutage zu "aufgeweichten Jammerlappen" erziehen würden.

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Mit seinen Thesen stößt der Neusser verständlicherweise nicht nur auf Zustimmung.

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Albert Wunsch: Klare Regeln statt Kuschelkurs

Wunsch spricht von ängstlichen, unmotivierten, leistungsschwachen, kraftlosen, frustrierten und angepassten Kindern, die so sind, weil sie von ihren Eltern zu sehr verwöhnt werden.

Besser sei es, seinem Nachwuchs nicht alles abzunehmen, damit er lernt, Verantwortung zu übernehmen. Also: nicht die Schuhe zubinden, das Pausenbrot schmieren oder zur Schule kutschieren. Stattdessen: Regeln aufstellen.

Kindererziehung: Die Verwöhnungsfalle

Seine Ansicht von einer idealen Erziehung hat Wunsch in seinem Buch "Die Verwöhnungsfalle" niedergeschrieben. Darin kritisiert er beispielsweise, Eltern würden ihre Kinder zu häufig als Projekt betrachten und sich über ihren Nachwuchs definieren. Die Folge: zu viel Aufmerksamkeit, die zur Entwicklung eines überzogenen Ichs führt.

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"Heute sitzen in einer ersten Klasse viele Prinzen und Prinzessinnen, die alle meinen, sie seien der Nabel der Welt. Die sich uneingeschränkt mitteilen wollen, Lob erwarten und mit einem Stopp oder Kritik nicht umgehen können", so Wunsch gegenüber "Spiegel" (*Bezahlschranke).

Der Pädagoge sieht darin eine Bedrohung für die Gesellschaft, weil eine ganze Generation von "lebensuntüchtigen Egoisten" heranwachse. Engagement, Durchhaltevermögen, Zusammenhalt - Fehlanzeige, so Wunsch.