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Reise-Update

Touristenfallen: Diese 8 Sehenswürdigkeiten sind mit Vorsicht zu genießen

Touristenfallen sind ein großes Ärgernis im Urlaub. Wir listen die acht populärsten Abzock-Attraktionen auf.

Touristenfallen sind ein großes Ärgernis (Symbolfoto).
Touristenfallen sind ein großes Ärgernis (Symbolfoto). iStock/surasaki

Touristenfallen: Diese 8 Sehenswürdigkeiten sind mit Vorsicht zu genießen

Touristenfallen trüben das Reiseerlebnis oft immens. Noch Jahre nach dem Urlaub erinnert man sich an unschöne Abzock-Erfahrungen.

Diese Faktoren werden oftmals als Touristenfallen ausgemacht: Menschenmassen, horrende Preise, oder die Sehenswürdigkeit selbst, die zwar gehypt wird, aber im Original das Versprechen gar nicht hält.

Die Ferienhaus-Suchmaschine Holidu hat jetzt acht Top-Sehenswürdigkeiten benannt, die als Tourist mit größter Vorsicht genossen werden sollten.

Markusplatz, Venedig, Italien

Der Markusplatz in Venedig.
Der Markusplatz in Venedig. iStock/Mtunart

Wer Gedränge mag und kein Problem damit hat, knapp zehn Euro für eine Tasse Espresso zu zahlen, der wird sich auf dem Markusplatz sehr wohl fühlen!

Natürlich ist der weitläufige Platz mit dem Dogenpalast, dem Uhrenturm und dem Markusdom traumhaft anzusehen, doch finden das eben unzählige Menschen.

Das gemütliche Einkehren zu vernünftigen Preisen können Touristen sich hier also getrost sparen - zudem schwirren einem Tausende Tauben um den Kopf.

Tipp: Frühmorgens auf den Markusplatz kommen und danach auf die Inseln Murano und Burano ausweichen.

Uffizien, Florenz, Italien

Die Uffizien in Florenz.
Die Uffizien in Florenz. iStock/soner tuncer

Die “Galeria degli Uffizi” gehört zu den renommiertesten und meistbesuchten Museen der Welt und nimmt Besucher mit auf eine Reise durch die Kunstgeschichte.

Da ist die Enttäuschung bei einigen Touristen vorprogrammiert, die blind dem Reiseführer in die Uffizien folgen, aber eigentlich gar kein Interesse an Kunst haben.

Tatsächlich machen sich die wenigsten im Vorhinein Gedanken darüber, ob eine weltberühmte Sehenswürdigkeit für einen persönlich überhaupt geeignet ist.

Tipp: Ticket im Vorfeld kaufen, dann erspart man sich zumindest die Warteschlange. Übrigens: Ganz Florenz ist ein Freilichtmuseum.

Place du Tertre, Montmartre, Frankreich

Place du Tertre in Paris.
Place du Tertre in Paris. iStock/shishic

Auf dem “Place du Tertre” im Pariser Viertel Montmartre warten kreative Karikatur- und Scherenschnitt-Zeichner auf zahlungswillige Kundschaft.

Diese Kunstwerke werden allerdings auch jedem, der ein wenig langsamer über den Platz schlendert, in die Hand gedrückt, um dann abzukassieren, denn schließlich wurde das Produkt schon angefertigt.

Tipp: Sacré Coeur ist in der Nähe und bietet einen fantastischen Ausblick auf die französische Hauptstadt.

Westminster Abbey, London, UK

Westminster Abbey in London.
Westminster Abbey in London. iStock/taikrixel

Für Instagrammer ist die Westminster Abbey per sé ein Reinfall - denn Fotografieren ist in der Kirche strengstens verboten.

Ist diese Tatsache für jemanden kein Ausschlusskriterium, folgt die Ernüchterung dennoch auf dem Fuße, denn mit knapp 25 Euro Eintritt für einen Erwachsenen ist der Preis sehr hoch angesetzt.

Hinzu kommen die ständigen Begleiter von Top-Sehenswürdigkeiten: Erdrückendes Gedränge und lange Wartezeiten.

Tipp: Bis 17 Uhr (unter der Woche, außer mittwochs) oder bis 15 Uhr (am Wochenende) warten und den “Evensong” besuchen. Rechtzeitig vor Ort sein lohnt sich! Hier singt der Kirchenchor eine Stunde lang für die Zuhörer auf den Bänken - und das vollkommen gratis.

Cliffs of Moher, County Clare, Irland

Cliffs of Mother in Irland.
Cliffs of Mother in Irland. iStock/FedevPhoto

“Aiaiai, hier schieben sich Touristenmassen an der Steilküste entlang. Jegliche Kulisse wird einem verdorben durch das auf Massen und Reisebus-Kolonnen ausgelegte Küstengebiet.”

So heißt es auf Google in einer Bewertung der “Cliffs of Moher”. Die Klippen an der Westküste Irlands sind sehr beliebt - und wahrscheinlich auch fotogen, doch lässt sich das aufgrund des Andrangs, und manchmal auch aufgrund des Wetters, immerhin sprechen wir hier von Irland, nicht immer so leicht herausfinden.

Tipp: Anstatt sich mit den bereits in der Nebensaison zahlreichen vorhandenen Reisebus-Insassen wie die Lemminge einen Weg entlang zu schieben, der einen die imposanten Klippen kaum genießen lässt, empfehlen wir die Wanderung von Hag’s Head zum Visitor Center. Der Weg ist teilweise unbefestigt und es versteht sich von selbst beim Wandern etwas Vorsicht walten zu lassen.

Blarney Stone, Blarney, Irland

Blarney Castle in Irland.
Blarney Castle in Irland. iStock/SteveAllenPhoto

Der sagenumwobene “Blarney Stone” befindet sich auf der Außenseite des oberen Wehrgangs im Blarney Castle. Es heißt, wer den Stein küsst, erhält die Gabe der Redegewandtheit. Quasselstrippen sollten sich den Besuch also vorher genauestens überlegen.

Besucher, die den Stein küssen möchten, müssen stundenlanges Anstehen, einen schwindelerregenden Aufstieg und schließlich, mit Hilfe einer Sicherheitskraft, eine akrobatische Übung meistern: Um den Stein zu küssen, ist es notwendig, sich rücklings über die Brüstung zu lehnen.

Natürlich wird automatisch ein Bild geschossen, das als Souvenir gekauft werden kann. Der Vorgang den Stein zu küssen ist also was nun genau, magisch, witzig, eklig? Immerhin küssen pro Tag Hunderte Besucher den “Blarney Stone” und hinterlassen ihre Spucke.

Tipp: In Irland gibt es zahlreiche Burganlagen, die etwas billiger und weniger stark frequentiert sind.

Prager Burg, Prag, Tschechische Republik

Die Prager Burg.
Die Prager Burg. iStock/TomasSereda

Die Prager Burg überragt die Hauptstadt der Tschechischen Republik und lockt allein durch ihre Allgegenwärtigkeit die Städtereisenden an.

Auf dem Gelände verlaufen sich die Massen zu manchen Jahres- und Tageszeiten ein bisschen und lassen die historisch Interessierten das Ambiente genießen.

Doch Vorsicht! Verschiedene Tickets beinhalten verschiedene Sehenswürdigkeiten. Besucher sollten sich unbedingt im Vorhinein darüber klar sein, welche Orte sie besichtigen möchten und genau prüfen, welche Museen bzw. Gebäude in welchem Ticket enthalten sind.

Das kann insbesondere bei Kafka-Fans für Enttäuschung sorgen, die gerne das Goldene Gässchen besuchen würden, in dem er einst wohnte. Dieses ist nicht in jeder Ticketvariante dabei und kostet gegebenenfalls extra.

Tipp: Auch der Letná-Hügel bietet eine tolle Aussicht und punktet zudem mit einer idyllischen Parkanlage. Kostenfrei lässt sich hier das Panorama auf die Prager Altstadt sowie auf die Burg selbst genießen.

Insel Mainau, Bodensee, Deutschland

Insel Mainau im Bodensee.
Insel Mainau im Bodensee. iStock/Kerrick

Die Mainau, auch bekannt als Blumeninsel, ist einer dieser Touristenmagneten, zu dem die Leute zu jeder Jahreszeit strömen und bereit sind, das horrende Eintrittsgeld von 21,50 Euro pro Erwachsenen zu zahlen. Vorsicht, Abzocke! Zumindest im Frühjahr, denn bereits Mitte März gelten die Sommerpreise für die Insel Mainau.

Tipp: Wer die Besuchermassen im Sommer vermeiden und auf die Nebensaison ausweichen möchte, sollte die Insel unbedingt unmittelbar vor der Preisänderung besuchen.

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