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Strafgeld-Hammer: Neue Regelung betrifft alle Bankkunden

Im Juli soll der Leitzins durch die Europäische Zentralbank erhöht werden. Für viele Bankkunden wird es dann richtig teuer. Alle Infos.

Erhöhung der Dispozinsen
Für viele Bankkunden wird es jetzt teuer! Foto: iStock / Leonsbox

Trotz des Rufes einer Sparnation, in der finanzielle Sicherheit an oberster Stelle stünde, überziehen fast drei Viertel aller Kontoinhaber:innen hierzulande regelmäßig ihr Konto.

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Die meisten gleichen diese kurzfristige Verschuldung zwar binnen weniger Wochen oder Monaten aus, aber ein Viertel benötigt dafür deutlich mehr Zeit. Aktuell liegt der durchschnittliche Dispozinssatz bei 9,43 Prozent, doch das könnte sich bald ändern, wie Bild berichtet.

Hohe Zinsen für Dispokredite

Da Dispokredite dafür ausgelegt sind, nur kurze finanzielle Engpässe zu überbrücken, sind diese auch mit Abstand die teuerste Form, um sich Geld zu leihen.

Trotzdem verlassen sich viele Deutsche darauf und gehen mit dem Konto regelmäßig ins Minus, doch das wird jetzt noch viel teurer, vor allem wenn jenes Minus nicht schnellstmöglich beglichen wird.

Wenn es um die Höhe der Dispozinssätze geht, so orientieren sich Banken am Leitzinssatz der EZB sowie dem 3-Monats-Euribor. Letzterer ist der Zinssatz für Kredite zwischen den Banken, welcher sich in der Regel ebenso nach dem Leitwert der EZB richtet.

Mit einer Erhöhung dieses Satzes zum Juli 2022, werden somit mit größter Wahrscheinlichkeit auch die Disporaten für Bankkund:innen höher ausfallen und wird der Leitzinssatz nur um 0,5 Prozent erhöht, muss mit Dispozinsen bis zu elf Prozent gerechnet werden.

Wenn die Kontoüberziehung also nicht in kurzer Zeit beglichen werden kann, dann sollten Kund:innen eher auf kleine kurzfristige Ratenkredite zurückgreifen, welche wesentlich weniger Zinsen kosten.

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