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Rolling Stones: 10 Fakten, die du noch nicht kanntest

Die Rolling Stones kriegen nicht genug: Über 50 Jahre nach "I Can't Get No Satisfaction" recken die Musiker um Frontmann Mick Jagger immer noch ihre Zungen heraus. Höchste Zeit, das Wissen über die legendäre britische Rockband aufzufrischen.

Mick Jagger
Mick Jagger Foto: Getty Images / Rich Fury
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Rolling Stones: 10 Fakten, die du noch nicht kanntest

2022 feiern die Rolling Stones ihr 60-jähriges Band-Bestehen. 60 Jahre, in denen sich Skandale, Welterfolge, Hits und Skurrilitäten die Klinke in die Hand gaben. 

In ihrer aktuellen Besetzung – Mick Jagger am Mikrofon, Keith Richards und Ronnie Wood an den Gitarren und Charlie Watts am Schlagzeug – sorgen die Briten für jede Menge Wirbel und gute Musik.

Wir haben die Highlights, getreu dem Motto "I Can't Get No Satisfaction"!

Die Rolling Sones 2019 live Foto: Rich Fury/Getty Images

"I Can't Get No Satisfaction": Schnarchkonzert im Hotel

Die Band um Frontmann Mick Jagger hat ihren größten Hit ihrem Gitarristen Keith Richards zu verdanken: Ihm fiel in der Nacht zum 7. Mai 1965 das Gitarrenriff und die Zeile "I Can't Get No Satisfaction" ein.

Das Lustige: Richards nahm die Songidee praktisch vom Bett aus mit einem Kassettenrekorder auf und legte sich dann wieder schlafen. Auf der nächtlichen Aufnahme war also nicht nur das Riff und die wichtigste Songzeile zu hören, sondern auch ein 45-minütiges Schnarchkonzert von Richards. 

Weder Jagger noch Richards waren übermäßig begeistert von dem Track, trotzdem wurde "I Can't Get No Satisfaction" der erste Nummer-1-Hit der Rolling Stones in den USA. 

Mick singt sich warm, Richards kotzt ab

40 Minuten verbringt Mick Jagger vor jedem Konzert damit, seine Stimme aufzuwärmen. "Man kann nicht einfach auf die Bühne gehen und singen", sagte er laut 'Welt' über seine Routine, die er "silly noises" nennt. 

Keith Richards hasst eben jene dummen Laute: "Er darf das nicht in meiner Hörweite machen!"

Mordkomplott der Hells Angels

2008 enthüllte ein FBI-Mitarbeiter gegenüber BBC Radio 4, dass Anhänger der Hells Angels 1969 versucht hätten, Mick Jagger zu töten

Auslöser des Konflikts: Bei einem Konzert auf dem kalifornischen Altamont Speedway hatte ein als Sicherheitsmann angestellter Hells Angel den 18-jährigen Afroamerikaner Meredith Hunter vor der Bühne erstochen, woraufhin Mick Jagger entschied, die Rocker nicht mehr zu beschäftigen. 

Der Mordversuch wurde von Mutter Natur vereitelt: Die wütenden Hells Angels fuhren mit einem Boot zu Jaggers Ferienhaus auf Long Island, wurden jedoch kurz vor dem Ziel von einem Sturm überrascht und kamen gerade noch mit dem Leben davon.

Keith Richards ist der wahre Captain Jack Sparrow

Dass Keith Richards in den beiden "Pirates of the Caribbean"-Teilen "Am Ende der Welt" (2007) und "Fremde Gezeiten" (2011) als Captain Jack Sparrows Vater Teague Sparrow auftaucht, ist so bekannt wie legendär. 

Was beinahe schon in Vergessenheit geraten ist: Hollywoodstar Johnny Depp hat seine Darstellung des Captain Jack Sparrow auf Keith Richards Persönlichkeit aufgebaut.

Fun Fact: Keith Richards beschäftigt sich nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Autor. 2015 brachte er ein von seiner Tochter Theodora illustriertes Kinderbuch mit dem Titel "Gus and Me" heraus, das auch auf Deutsch erhältlich ist.

Mick macht Ballett

Mick Jagger legt angeblich während eines Rolling-Stones-Konzerts um die 20 Kilometer Fußmarsch auf der Bühne zurück. Er muss, muss, muss also fit sein. 

Dafür hält der 76-Jährige sich an ein striktes Sportprogramm aus Fitness, Joggen und Kickboxen. Neben zusätzlichem Yoga und Pilates steht aber auch Ballett auf Micks Programm. 

Die Rolling Stones lieben Angelina Jolie

Heute mag sie ein Superstar sein, 1997 war Angelina Jolie allerdings noch ein Niemand in Hollywood. Zwar hatte sie damals schon in einigen Filmen, darunter "Hackers – Im Netz des FBI", mitgespielt, der große Durchbruch ließ aber noch auf sich warten.

Also bewarb sich Jolie für die Rolle im Stones Video zu "Anybody Seen My Baby?" und verdrehte nicht nur der Band die Köpfe, sondern absolut jedem, der den Clip sah.

Die Sache mit der Zunge

Die weltweit berühmte Stones-Zunge entwarf Designer John Pasche, sie war zum ersten Mal auf dem Album-Cover von "Sticky Fingers" (1971) zu sehen und wurde schnell zum Markenzeichen der Rolling Stones. Pasche soll 50 Pfund für das Logo erhalten haben. 

2006 rockten die Stones die Halbzeitshow des Super Bowl auf einer Bühne in Lippenform
2006 rockten die Stones die Halbzeitshow des Super Bowl auf einer Bühne in Lippenform Foto: Al Messerschmidt/Getty Images

Es gibt allerdings eine weitere interessante Rolling-Stones-Geschichte rund um eine Zunge. Um Mick Jaggers Zunge, um genau zu sein. Während eines Basketballspiels zu Schulzeiten prallte der spätere Weltstar so unglücklich gegen einen anderen Spieler, dass er sich ein Stück seiner Zunge abbiss.

Das Ergebnis: Mick Jaggers Stimme klang nach der Genesung anders, da seine Zunge ein Stück kürzer geworden war. In der Folge arbeitete sein Zungenmuskel anders und verlieh dem Briten seinen heute so berühmten schnoddrigen Unterton.  

"Die Rolling Stones verlässt man nur im Sarg"

1982 soll Keith Richards während eines Interviews gegrinst haben: "Die Rolling Stones verlässt man nur im Sarg!"

1:1 hat die Band das aber natürlich nie umgesetzt. Multiinstrumentalist Brian Jones wurde nach zahlreichen Drogen- und Alkoholeskapaden 1969 aus der Band geworfen, Bassist Bill Wyman verließ die Band 1993 freiwillig. 

Die Stones und die Beatles

Paul McCartney und Mick Jaggerim August '67 Foto: Victor Blackman/Express/Getty Images

Immer wieder hört man von dem Gerücht, die Rolling Stones und die Beatles hätten sich gehasst – einfach, weil die Stones die bösen Buben der Rockszene waren und die Beatles ihre weißen Pop-Westen pflegten. 

Doch das ist Unsinn: Die Rolling Stones und die Beatles war von Anfang an Freunde. 

John Lennon und Paul McCartney schrieben "I Wanna Be Your Man" 1963 und auf Wunsch des Stones-Managers Andrew Loog wurde der Hit von Mick & Co. gecovert. 

Rund vier Jahre später gaben sich Lennon und McCartney dann als Backgroundsänger die Ehre und veredelten den Stones-Track "We Love You".

Mick Jagger und Keith Richards: Eine Hassliebe

Das Verhältnis zwischen Mick Jagger und Keith Richards war nie einfach. Zwar gründeten die beiden die Rolling Stones im Jahr 1962, doch über die Jahrzehnte zofften sie sich mehr als einmal. Grund zur Eskalation lieferten sicherlich auch immer wieder die Drogen- und Alkoholexzesse, denen beide Musiker sich hingaben.

Einen kritischen Punkt im Leben der Megastars stellte Richards' Biografie "Life" dar, die er am 26. Oktober 2010 auf den Markt brachte. Darin zog er gründlichst über Mick Jagger her und behauptete unter anderem, der Rolling-Stones-Frontmann hätte einen kleinen Penis

Zwar sagte Jagger später, Richards habe sich bei ihm für seine Buchenthüllungen entschuldigt. Doch Richards bleibt bis heute dabei: Die Äußerungen in seinem Buch entsprechen der Wahrheit. 

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