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Rauchfreies Deutschland: Extreme Maßnahmen kommen

Bis 2040 soll Deutschland so gut wie rauchfrei werden. Das fordert eine Reihe von Wissenschaftler:innen, die dafür drastische Maßnahmen fordern.

Rauchen verboten-Schild
Rauchfrei bis 2040, so das Credo zahlreicher Wissenschaftler:innen (Symbolbild) Foto: iStock / Bulat Silvia
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Gesundheitsbündnis fordert rauchfreies Deutschland

Derzeit liegt die Raucherquote bei Erwachsenen bei rund 24 Prozent. Bis 2040 soll diese auf fünf Prozent runtergeschraubt werden, bei Jugendlichen auf unter zwei Prozent. Das fordert ein Bündnis aus etwa 50 Gesundheitsorganisationen und Hilfswerken - u. a. die Stiftung Deutsche Krebshilfe, das Deutsche Kinderhilfswerk und die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin.

Ebenfalls hart:

Um das Ziel zu erreichen, haben die Wissenschaftler:innen einen Maßnahmenkatalog mit zehn Punkten ausgearbeitet. Die "Strategie für ein tabakfreies Deutschland 2040" wurde federführen vom Deutschen Krebsforschungszentrum verfasst, berichtet "Spiegel".

Drastische Maßnahmen

So soll die Tabaksteuer jedes Jahr um mindestens zehn Prozent erhöht werden. Außerdem sollen Verkaufsbeschränkungen eingeführt werden, beispielsweise ein Automaten- und Auslageverbot für Tabakwaren.

Das Werben für Zigaretten, Tabakerhitzer oder E-Zigaretten soll grundsätzlich verboten werden, genauso das Sponsoring von Events durch die Hersteller der Produkte und Spenden aus der Tabakindustrie für politische Parteien.

In Bildungseinrichtungen, Restaurants und Kneipen, Autos sowie auf Spielplätzen und am Arbeitsplatz soll ein konsequentes Rauchverbot gelten. Auch die Einführung von Einheitsschachteln ohne Markenlogo für Zigaretten, E-Zigaretten und Liquids zählt zu den Maßnahmen des Bündnisses.

Darüber hinaus sollen diejenigen, die mit dem Rauchen aufhören wollen, durch entsprechende Programme unterstützt werden.

Auch krass:

"Alles andere als utopisch"

Laut Laura Graen vom Deutschen Krebsforschungszentrum, Mitautorin des Strategiepapiers, sind diese Maßnahmen "alles andere als utopisch". Andere Länder hätten sie längst eingeführt.

Dass Deutschland diesbezüglich hinterherhinkt, liege u. a. an der Nähe der Tabakindustrie zur Politik, so Graen. So werden beispielsweise Parteitage der CDU und SPD noch immer von der Zigarettenlobby mitfinanziert.

Ob sich die politischen Vertreter:innen des Landes auf die geforderten Maßnahmen einlassen, bleibt abzuwarten.

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