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Paketdienst-Hammer: Hermes & DPD geben auf

Das ist der Hammer: Eigentlich wollten sie Transportlogistik-Platzhirsch DHL ordentlich Konkurrenz machen, aber jetzt geben sowohl Hermes als auch DPD auf!

DHL-Packstation
Jetzt ohne Konkurrenz: DHL-Packstationen Foto: iStock / tupungato
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Mitbewerber sind immer gut - für die Kundschaft. Was aber, wenn gleich zwei der wenigen Konkurrenten für DHL hinschmeißen und dem Platzhirsch komplett das Feld überlassen? Noch wissen wir es nicht, aber gut kann das eigentlich nicht sein.

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Präzise geht es um das gemeinsame "ParcelLock-Projekt", mit dem die beiden Unternehmen den DHL-Packstationen eine Alternative bieten wollten. Der Service, dass Kunden ihre "Pakete zu jeder Tages- und Nachtzeit empfangen und retournieren" können, ist nun gescheitert, wie inside-digital.de berichtet.

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Projekt "ParcelLock" gescheitert

"ParcelLock" ist mittlerweile seit 6 Jahren aktiv, nun aber droht aufgrund schlechter Zahlen durch eine Kundenannahme, die weit hinter den Erwartungen zurückblieb, das Aus, was gleichzeitig bedeutet, dass es keine Alternative mehr zu den Packstationen der DHL gibt. Letztere wird das freuen, die versand- und vor allem bestellwütigen Deutschen in ihrer Gänze wohl eher nicht.

Hermes sagt dazu: "Sowohl die Nutzerzahlen als auch die Marktentwicklung des ParcelLock-Projekts blieben insgesamt hinter den Erwartungen zurück."

Aber warum ist der Dienst gescheitert? So trivial es sich anhört: am grobmaschigen Netz der bundesweit verfügbaren Stationen. Die Situation ist vergleichbar mit dem Netz an Aufladestationen für Elektrofahrzeuge: je dichter, desto besser und desto größer auch die Inanspruchnahme durch zahlende Kundschaft.

Netz nur halbherzig ausgebaut

Sowohl Hermes als auch DPD müssen sich also die unangenehme Frage gefallen lassen, warum sie nicht dafür gesorgt haben, die Zahl der Stationen sukzessive zu steigern. Die Antwort - die so natürlich nicht nach außen kommuniziert wird - lautet wahrscheinlich: Angst vor hohen Kosten.

Natürlich kostet ein gut ausgebautes Netz an Packstationen zunächst einmal. Aber wer nicht den Atem hat, dies durchzuhalten, der scheitert dann eben letztendlich mit dem Projekt und es wäre für die Portokasse der beiden Unternehmen sicherlich noch besser gewesen, diesen Versuch überhaupt nicht angestoßen zu haben.

Fazit und allgemeiner Leitspruch für Unternehmen im Allgemeinen und deutsche Unternehmen im Speziellen: Wenn du es angehst, dann richtig! Dann zieh es mit vollem Einsatz durch.

Es bleibt abzuwarten, ob DHL nun in absehbarer Zeit möglicherweise Zusatzgebühren (zum eigentlichen Porto) für die Inanspruchnahme ihrer Packstationen einführen wird.

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