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Nerd hackt den Wiener Stephansdom und lässt die Glocken läuten - mitten in der Nacht!

Wir leben wahrlich in interessanten Zeiten. Wer noch immer nicht glaubt, dass mittlerweile alles mit allem zusammenhängt, sollte jetzt aufmerksam weiterlesen!

Wiener Stephansdom
Läuteten mitten in der Nacht: die Glocken des Wiener Stephansdoms Foto: iStock / davidionut
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Die Wiener lieben ihren Stephansdom, das unbestrittene Wahrzeichen der österreichischen Hauptstadt. "Steffl", wie sie ihn zärtlich, fast schon liebkosend nennen. Das gotische Bauwerk geht bis auf das Jahr 1230 zurück und der in späteren Jahrhunderten gebaute Südturm ist satte 136 Meter hoch.

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Keine Frage, wer Wien besucht, bei dem steht der Stephansdom ganz sicher als ein Punkt auf dem Tagesplan. In besagtem Südturm befinden sich gleich 11 Glocken, die größte von ihnen, die "Pummerin", ist die drittgrößte freischwingend geläutete Kirchenglocke Europas und wird nur zu bestimmten Anlässen geläutet. Eigentlich.

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Hacker lässt die Glocken klingeln

In der Nacht zum Mittwoch, den 16. März 2022 war das anders, wie der Spiegel berichtet. Offenbar hatte sich ein Hacker Zugang zur Verwaltungssoftware der Glockensteuerung verschafft und lies nun die Glocken leuten, etwa 20 Minuten lang, bevor Offizielle dem Spuk ein Ende machen konnten.

Dompfarrer Toni Faber konnte den illegalen Zugriff auf die Steuerung schließlich unterbinden und die Nachtruhe wieder herstellen. Ein Sprecher der Erzdiözese Wien leistete dann bei allen, die um ihre Nachtruhe gebracht wurden, Abbitte: "Wir entschuldigen uns bei allen, die dadurch geweckt wurden."

Und so dürfte das nächtliche Glockenklingen einmaligen Charakter besitzen, es zeigt aber auch auf, was einzelne Personen, wenn sie denn technisch versiert und auch motiviert sind, anstellen können.

In vorliegendem Fall ging es um vertane Nachtruhe, aber man kann nur hoffen, dass sich die gleiche Hacker-Klientel nicht wichtigere Ziele, wie beispielsweise die Trinkwasserversorgung einer großen Stadt, vornimmt, beziehungsweise, dass diese für den Fall der Fälle besser gesichert ist, als die Glocken des Wiener Steffls.

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