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Wegen Computerfehler: Studierende können ihr Glück kaum fassen

Da staunten die jungen Akademiker der Universität Erlangen-Nürnberg nicht schlecht. Ein Computerfehler sorgte allüberall für richtig gute Stimmung.

Universität Erlangen-Nürnberg
Uni Erlangen-Nürnberg: Preisknaller beim Semesterticket Foto: IMAGO / Future Image

Aktuell ist wirklich der Wurm drin: Corona, Ukraine-Krieg, Inflation. Die Kosten explodieren momentan an allen Fronten. Da ist es doch geradezu ein modernes Märchen, wenn plötzlich der Preis für das Semesterticket für Studierende in Nürnberg und Erlangen um 99 Prozent fällt.

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Die Nachricht über dieses Mega-Schnäppchen verbreitete sich via Social Media natürlich in Windeseile und viele Studentinnen und Studenten schlugen zu, wie der Spiegel berichtet. Was aber steckt hinter dieser Aktion?

Kleines Komma, große Wirkung

Schnell will man die ÖPNV-Verantwortlichen in besagter Region für ihre soziale Ader loben. Die ist aber gar nicht so ausgeprägt, wie gedacht. Ein schnöder Computerfehler hatte den eklatanten Preisnachlass verursacht. Das Semesterticket, mit dem man Bus und Bahn in Nürnberg, Erlangen und Umgebung nutzen kann, kostet normalerweise pro Semester 207 Euro.

Dem Ausgabeautomaten rutschte allerdings ein Komma in diesen Preis, sodass verdutzte Akademiker freudig überrascht feststellten, dass sie nur noch 2,07 Euro für das nächste halbe Jahr zu bezahlen hätten. Eine tolle Sache für die Studierenden, ein verheerender Schlag für die Finanzen der der betroffenen Kommunen.

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Suche nach akzeptabler Lösung

Auch deshalb muss natürlich eine für alle Seiten akzeptable Lösung dieses Lapsus' her. Zwar steht nicht fest, wie viele Personen zum falsch deklarierten Preis zuschlugen.

"Da es sich über soziale Medien verbreitet hat, müssen wir aber von einem größeren Personenkreis ausgehen", wie ein Sprecher des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN) mitteilt, zumal sich der Superpreis auch auf Preistipp-Seiten herumsprach und dort mit "-99%" beworben wurde. An den teilnehmenden Hochschulen sind aktuell mehr als 50.000 Studierende eingeschrieben.

Der "Arbeitskreis Semesterticket" unterbreitet nun den Vorschlag, dass der supergünstige Preis natürlich keinen Bestand haben kann, allerdings eine Kulanzfrist von drei Wochen für das 2,07-Euro-Ticket gelten soll. Sprich: Alle, die sich ein solches Ticket gekauft haben, dürfen zu diesem Preis drei Wochen lang tatsächlich kostenlos die inkludierten Beförderungsmittel ohne weitere Kosten und Aufschläge nutzen.

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