Macho-Nager Eichhörnchen-Studie: Männchen sind faul, Weibchen machen die Arbeit

22.02.2017
Männliche Arktis-Eichhörnchen sind fauler als ihre Weibchen
© iSTock/Dgwildlife

US-Forscher haben im Rahmen einer Studie untersucht, wie sich das Verhalten von männlichen und weiblichen Eichhörnchen in der Arktis unterscheidet.

Das Team um den Biologen Cory Williams legten den Nagetieren Fitness-Armbänder an, um ihre Bewegungen zu tracken. Das Ergebnis verblüffte die Wissenschaftler der Northern Arizona University.

Zwar verbringen die Männchen deutlich mehr Zeit außerhalb ihrer Höhlen, allerdings würden die Herren der Schöpfung unter freiem Himmel meistens nur faulenzen. Besonders im Sommer lägen sie manchmal nur regungslos in der Sonne herum.

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Männchen zu faul zum Weglaufen

Die weiblichen Eichhörnchen haben dagegen kaum Freizeit. Sie müssen sich nicht nur um die Jungen kümmern, sondern auch ständig Futter suchen, um die Energie zu erhalten, die sie zur Produktion der Muttermilch benötigen.

Die Ergebnisse der Studie sind eine mögliche Erklärung dafür, warum männliche Eichhörnchen in der Arktis häufiger gefressen werden als ihre weiblichen Artgenossinnen. Sie sind offenbar schlicht und ergreifend zu faul zum Weglaufen.

Warum die Nager-Männer ihre Frauen die ganze Arbeit machen lassen, konnten Williams & Co. bisher nicht herausfinden. Allerdings will das Forscher-Team in einem neuen Projekt die Rollen von Hormonen beim Winterschlaf erkunden.

"Mit der Forschungsmethode könnte man auch die Herzfrequenz der Tiere erfassen, ihren Stoffwechsel und wie sie Hormone erzeugen", erklärte Williams gegenüber dem Wissenschaftsportal Science.

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