Technik-Update

Die 5 besten Alternativen zu Apples AirPods

Es muss nicht immer Apple sein. Auch andere Unternehmen haben extrem gute True-Wireless-Kopfhörer. Die besten Apple-Airpods-Alternativen stellen wir hier vor.

Airpods
Ganz ohne Kabelgewirr: Welche Alternativen gibt es zu Airpods? Foto: iStock / tobiasjo
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Apple Airpods: Alternativen

Tatsächlich gibt es Alternativen zu den Airpods von Apple, die ebenfalls den höchsten Qualitätsansprüchen genügen.

Wir haben da fünf Optionen in petto.

Nokia True Wireless Earbuds

Nokia True Wireless Earbuds
Nokia True Wireless Earbuds Foto: Nokia

Ja, Nokia gibt es noch. Und sie produzieren auch nach wie vor Technik. Ein Beispiel sind die Nokia True Wireless Earbuds, die gleich in mehrfacher Hinsicht erstaunlich sind.

Design: Hier hat Nokia die kleinsten TrueWireless-In-Ear-Kopfhörer im Vergleich gebaut. Fast könnte man vergessen, was alles in ihnen an Technik untergebracht wird, denn der Akku muss natürlich mit an Bord sein. Das sieht bei den meisten Mitbewerbern etwas klobiger aus, oder anders herum: Die Nokia True Wireless Earbuds sind angenehm kompakt.

Bedienung: Beide Hörer haben einen Druckknopf, mit dem das Ein-und-Ausschalten, das Annehmen von Anrufen, Lautstärke-Regelung und Titelwechsel vorgenommen wird. Jetzt zeigt sich die Kehrseite des kompakten Designs, denn die Knöpfe sind recht klein, was etwa unkomfortabel werden kann. Weitere Minuspnkte: Manchmal springen die Earbuds im Laderöllchen aus der Halterung und laden dann zwangsläufig nicht mehr auf. Auch muss man sie manuell ausschalten, wenn man keine Musik mehr hören möchte. Nokia bietet keine App an.

Sound: Erstaunlich gut für diese Preisklasse: klar, transparent, ausgewogen. Keine übersteuerten Höhen, dafür ein satter Bass.

Akku: Dreieinhalb Stunden, mit Lade-Case 14 Stunden. Das ist nicht überrgend, angesichts der kompakten Bauform aber völlig in Ordnung.

Preis: ca. 60 Euro

Fazit: Für diesen Preis sind die Nokia True Wireless Earbuds ganz ein deutig der Preis-Leistungssieger in diesem Vergleich.

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Video: Glutamat

Samsung Galaxy Buds Pro

Samsung Galaxy Buds Pro
Samsung Galaxy Buds Pro Foto: Samsung

Apples großer Gegenspieler ist natürlich auch präsent. Keine Arena, in der die Kalifornier unterwegs sind, bleibt von Samsung unbeackert. Die Samsung Galaxy Pro sind ähnlich teuer wie das Pendant von Apple. Aber sind auch so gut?

Design: An der Passform der aktuellen Buds wurde gefeilt - sie sehen jetzt nicht mehr wie Bohnen aus. Die Buds schmiegen sich mit ihrer kompakten Bauweise angenehm ins Ohr, diverse Silikonaufsätze sorgen für einen sicheren Halt und sorgen gleichzeitig für gute Isolation. Das Ladecase lädt die Kopfhörer auf und ist mit 5 x 5 x 2,5 Zentimetern ziemlich kompakt.

Bedienung: Samsung steht auf Touchscreen, manuelle Knopfe sucht man an den Buds vergebens. Das funktioniert aber sehr gut, Eingaben wie Start/Stopp oder Überspringen gelingen so gut wie immer ohne Fehlgriff. Etwas heikel kann es werden, wenn man sich die Buds im Ohr zurechtrücken möchte. Dann kann es zu Fehleingaben kommen. Wer deswegen lieber über sein Smartphone steuert, für den hat Samsung auch eine App parat. Die kann sogar mit individuellen Befehlen bestückt werden. Der Touchscreen an den Kopfhörern kann gesperrt werden.

Sound: Überdurchschnittlich. Die Höhen sind klar, der Bass ist satt. Die Voreinstellungen im Equalizer der App sind - wie eigentlich bei allen Herstellern - verbesserungswürdig. Aber das ist sprichwörtlich Einstellungssache. Noice Cancelling ist natürlich ebenfalls vorhanden. Die Außengeräusche werden über die App gesteuert (Ein/Aus/Minimiert).

Akku: Hält etwa vier Stunden. Über das Case kann nachgeladen werden. Erfreulich: Zehn Minuten Laden reichen für weitere zwei Stunden.

Preis: ca. 190 Euro

Fazit: Sehr gute Kopfhörer. Sitz, Bedienung, Klang, Noise Cancelling - Die Samsung Galaxy Buds Pro leisten sich keine Schwäche. Das kann man bei dem Preis natürlich auch erwarten. Als AirPods-Alternative taugen sie allemal.

Huawei FreeBuds Pro

Huawei FreeBuds Pro
Huawei FreeBuds Pro Foto: Huawei

Vorbei sind die Zeiten, wo Apple und Samsung sich bei Smartphones und deren Peripheriegeräten den Markt mehr oder weniger unter sich aufteilten. Vor allem andere Asiaten mischen mittlerweile kräftig mit. An erster Stelle muss hier Huawei genannt werden.

Design: Obwohl schon aufgrund des Einsatzortes alle In-Ear-Kopfhörer zwangsläufig einn fast identisches Design aufweisen, versucht Huawei doch, wo es geht, eine eigene Formsprache zu entwickeln und sich so von den Mitbewerbern abzusetzen. Deshalb haben die FreeBuds eckige und nicht runde Stege. Das hat Vorteile, sie lassen sich besser greifen. Die Ladebox kann per Kabel aber auch nach Qi-Standard kabellos aufgeladen werden.

Bedienung: Es wird gedrückt und gewischt. Bis zu viermal kann man den Knopf der Freebuds drücken, um entsprechend die gewünschte Funktion auszulösen. Der Huawei-Appstore hält die App "AI-Life" bereit, mit der die Buds über das Smartphone gesteuert werden können.

Sound: Sehr gut. Ein satter Bass und durchweg gute Frequenzdarstellungen liefern ein warmes Klangbild, das sich weiträumig ausbreitet und alles gut durchdringt. Schaltet man das Active Noise Cancelling (ANC) aus, sackt der Bass etwas durch und verliert ein wenig an Volumen. Leider kann man dies nicht per Smartphone korrigieren, denn die App hat keinen Equalizer.

Akku: Bis zu sieben Stunden hält der Akku in den Buds, allerdings nur, wenn das ANC deaktiviert ist. Betreibt man die Kopfhörer durchgängig mit ANC, sinkt die Akkulaufzeit auf vier Stunden.

Preis: zwischen 130 Euro und 160 Euro

Fazit: Die Huawei FreeBuds Pro können, was andere, vergleichbare True-Wireless-Kopfhörer auch können, sind dabei aber ein paar Euro günstiger. Oder andersherum: Für den Preis bekommt man etwas für sein Geld, nämlich sehr guten Sound, markantes Design und tolle Funktionen. Voraussetzung: Ein aktuelles Huawei-Smartphone.

Motorola Verve Buds 500

Motorola Verve Buds 500
Motorola Verve Buds 500 Foto: Motorola

Monetär noch unter dem Preis-Leistungssieger angesiedelt sind die Motorola Verve Buds 500, die rein optisch definitiv in Richtung Apple gehen. Qualitativ können sie, wer hätte das gedacht, mit dem Rest des Feldes nicht ganz mithalten, schlagen sich aber wacker und sind eine gute Wahl für preisbewusste Kabelhasser.

Design: Motorola hängt sich optisch an die Airpods, ohne allerdings deren Qualität zu erreichen. Trotz Silikonaufsatz sitzen die Verve Buds nicht präzise im Ohr. Das Ladecase hingegen kann durchaus gefallen. Es ist rund, kompakt und leicht.

Bedienung: Über Tasten an den Verve Buds lassen sich die Standard-Befehle bedienen: Start, Stopp, Fortsetzen, Überspringen, Sprachassistent und natürlich Anrufe annehmen. Über die zu den Buds gehörende App lassen sich Sprachassistenten wie Alexa, Siri und Google Assistant aktivieren. Dafür benötigt man allerdings ein Benutzerkonto.

Sound: Ist der Preisklasse angemessen, wenn nicht sogar etwas darüber. Die Bässe sind okay, die Höhen bei normaler Laustärke fehlerlos. Wird es lauter, verzerren sie ein wenig.

Akku: Hier hat das Produkt seine Schwächen. Die Verve Buds halte gerade einmal drei Stunden durch und auch mit Ladecase nur neun Stunden. Die Mitbewerber können das doppelt bis dreifach so gut.

Preis: ca. 40 Euro

Fazit: Wer die schwache Akku-Laufzeit verschmerzen kann, findet in den Motorola Verve Buds 500 durchaus ein passables Paar True Wireless In-Ear-Kopfhörer, deren Preis das Produkt natürlich sehr attraktiv macht.

Sennheiser Momentum True Wireless 2

Sennheiser Momentum True Wireless 2
Sennheiser Momentum True Wireless 2 Foto: Sennheiser

Sennheiser ist für qualitativ beste Mikrophone und Kopfhörer bekannt. Auch preislich übertrifft man alle anderen Mitbewerber, inklusive Apple, die nun wahrlich selbst stolze Preise diktieren. Werden die Momentum True Wirelesse 2-Kopfhörer ihrem Ruf als Crème de la Crème gerecht?

Design: Die Momentums sind nicht gerade zierlich, im Gegensatz zu den winzigen Kopfhörern von Nokia geradezu klobig uns stehen auch recht weit aus dem Ohr heraus. Sie sitzen aber, auch dank gleich vier verschiedener Größen von Silikonaufsätzen, sehr sicher und angenehm. Die Buds schließen ab mit dem Firmenlogo auf gebürstetem Alu, was sehr nobel wirkt. Das recht wuchtige Ladecase kann über USB-C aufgeladen werden, ist mit Stoff überzogen und wirkt ebenfalls sehr wertig.

Bedienung: Die typischen Bedienungen lassen sich über Knopfdruck bequem einstellen. Noch besser ist aber die Bedienung via App, denn dort lassen sich die Bedienfunktionen anpassen. Pro Kopfhörer lassen sich bis zu vier Funktionen festlegen. Neben den üblichen Verdächtigen sind auch mit dabei: ANC, Transparent Hearing ANC und Sprachsteuerung. Auch weist die App einen Equalizer auf, mit dem sich Höhen und Tiefen bequem auf die eigenen Vorlieben einstellen lassen.

Sound: Überragend und damit auch besser als bei den Airpods. Insgesamt kommt er weicher als bei der Konkurrenz herüber, die Bässe sind satt. Objektiv der beste Sound im Testfeld. Es gibt trotzdem eine Achillesferse und das sind Sprachaufnahmen. Diese könnten deutlich besser sein und schaffen es auch nicht bei absolut ruhiger Umgebung zu dem Gesamtklangbild aufzuschließen. Insgesamt dennoch ein überragendes Klangerlebnis.

Akku: Eine Ladung reicht für etwa vier bis fünf Stunen, bei durchgehend eingeschaltetem ANC. Verzichtet man darauf, sind bis zu sieben Stunden drin. Das Case lädt die Momentums dann auch superschnell wieder auf, aber leider nicht kabellos, sondern ausschließlich über USB-C.

Preis: zwischen 240 Euro und 299 Euro

Fazit: Der überragende Sound, bester im Test, und das verbaute ANC machen die Sennheiser Momentum True Wireless 2 insgesamt zum Testsieger. Nicht fehlerlos, sind sie doch das beste Gesamtpaket. Allerdings auch das teuerste. Wer aber für exzellente Technik gerne etwas mehr bezahlt, bekommt ein ausgereiftes Produkt, das ihn klanglich in andere Welte abholt.