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Technik-Update

4G von Nokia! Warum die NASA Handyempfang auf dem Mond möglich macht

Nokia lebt – und wie! Gerade haben die Finnen einen dicken Auftrag hereinbekommen. Gebaut werden soll ein komplettes 4G-Netz. Auf dem Mond.

Antenne auf der Erde, am Himmel der Mond
Bald wird gefunkt zwischen Mond und Erde Foto: iStock / olaser

Nokia mit NASA-Auftrag

Vor etlichen Jahren schien Nokia unangreifbar, war der Mobiltelefon-Hersteller. Aber das war zu Zeiten, als die Smartphones noch ordinäre Handys waren.

Als das finnische Unternehmen diesen Trend mehr oder weniger verschlief, übernahmen andere Player und heutzutage punktet Nokia deswegen nicht mehr hauptsächlich mit Endgeräten, sondern vor allem im Bereich Mobilfunk-Infrastruktur.

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Mobilfunk für den Mond

Dessen ist sich auch die NASA bewusst und als es darum ging, auf dem Mond ein funktionierendes Mobilfunknetz aufzubauen, bekam der Konzern den Zuschlag. So weit, so gut. Aber das wirft natürlich eine Frage auf, die jetzt allen Lesern auf den Nägeln brennt.

Warum, um alles in der Welt, braucht der Mond ein eigenes Mobilfunknetz? Zum jetzigen Zeitpunkt finden sich diesbezüglich tatsächlich Null Abnehmer. Aber da die NASA große Pläne hat, baut sie jetzt schon mal vor.

Besiedlung des Mondes geplant

Langfristiges Ziel ist eine dauerhaft bewohnte Siedlung auf dem Mond. Dazu gehört natürlich auch ein gewisses Quantum an Infrastruktur.

Und weil die im Jahre X dann auf dem Mond lebenden Wissenschaftler natürlich nicht zum Spaß den Mann im Mond spielen, sondern vor allem Untersuchungen anstellen sollen, bei denen massenhaft Daten anfallen, möchte die NASA die knapp 400.000 Kilometer zwischen der Erde und ihrem Trabanten mit Mobilfunk überbrücken.

Datentransfer via 4G (LTE)

Vor allem qualitativ hochwertige Videoaufnahmen hat sie dabei im Sinn, wenn die ersten Gäste nach NASA-Plänen im Jahre 2024 wieder auf den Mond zurückkehren.

Nokia hat versprochen, bis Ende 2022 das verlangte Netz aufgebaut zu haben, zunächst mit 4G-Standard (LTE), da dieser auf der Erde bereits seit Jahren zuverlässig funktioniert. Später werde dieses dann auf 5G modernisiert.

Hightech-Kooperation

Für diese technisch anspruchsvolle Aufgabe hat sich Nokia mit dem US-amerikanischen Unternehmen Intuitive Machines zusammengeschlossen.

Die Texaner haben sich in den letzten Jahren mit ihren "Lunar Lander" genannten Maschinen einen Namen gemacht und erste Erfahrungen mit dem Transport von Arbeitsmaterial durchs Weltall gesammelt.

Fazit

Neben der Übermittlung von Datenmaterial wird das Netz auf dem Mond auch die Steuerung von Maschinen, wie beispielsweise Mondfahrzeugen, zulassen. Die NASA-Bodenstationen könnten dies dann per Fernbedienung durchführen.

Ob sich alle Pläne 1:1 in der geplanten Zeit umsetzen lassen, steht in den Sternen. Aber das Mobilfunknetz auf dem Mond – es wird tatsächlich kommen.

Brave new world!