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Whiskey Sour: Rezept, Zubereitung und die Eiweiß-Frage

Der Whiskey Sour – ein Klassiker mit nur wenigen Zutaten. Das Rezept und welche Zutaten wirklich hineinkommen, zeigen wir euch hier.

Whiskey Sour
Whisky Sour: Golden Oldie der Bar Foto: bhofack2/iStock

Whiskey, Zitrone, Zucker. Es sind nur wenige Zutaten im Rezept und scheint zu einfach um wahr zu sein. Trotzdem erkennt man eine gute Bar an einem guten Whiskey Sour – und umgekehrt.

Wie bei allen Short Drinks, zu denen auch der Sour gehört, können eine minderwertige Basiszutat und kleine Fehler bei der Zubereitung das ganze Vergnügen verderben.

Das gilt nicht nur hier, sondern auch bei anderen Sour Cocktails wie dem Pisco Sour. Welcher Whiskey passt also am besten? Wie ist das perfekte Mischungsverhältnis für den Drink? Und warum verwenden einige Barkeeper zusätzlich Eiweiß? Antworten auf all diese Fragen hier.

Whiskey Sour: Basisrezept

Jeder Barkeeper hat sein besonderes Mischungsverhältnis für den Cocktail, das speziell auf den verwendeten Whiskey abgestimmt ist. Mit diesem ausbalancierten Basisrezept für Einsteiger kannst du aber grundsätzlich nicht viel falsch machen.

Zutaten:

  • 5 cl Bourbon Whiskey

  • 2 cl frischer Zitronensaft

  • 1 cl Zuckersirup

  • (1 frisches Eiweiß)

Tipp: Zuckersirup kannst du selbst herstellen, indem du 2 Teile Zucker mit 1 Teil Wasser erhitzt, bis sich der Zucker aufgelöst hat.

Zubehör:

  • Shaker

  • Strainer und feines Barsieb

  • Messbecher (Jigger)  

Zubereitung:

Für die Zubereitung des Whiskey Sours werden zunächst alle Zutaten in einen Cocktailshaker gegeben und mit Eiswürfeln aufgefüllt. Jetzt wird der Drink für circa 30 Sekunden stark geschüttelt, bis sich außen am Shaker eine dünne Eisschicht gebildet haben sollte.

Der Drink wird dann durch den Strainer und ein feines Barsieb in ein Coup- oder auch ein Nick & Nora-Glas gegossen. Bei diesem sogenannte "Double Strain" werden auch sehr kleine Eisflocken, die beim Shaken entstehen und beim Trinken die Textur des Drinks stören, rausgefiltert.

Wird dem Rezept für den Cocktail ein Eiweiß hinzugefügt, dann ist es ratsam, vor dem Schütteln mit Eis zunächst ohne zu shaken – ein sogenannter "Dry Shake". Insgesamt sollte noch länger und noch kräftiger geschüttelt werden und ein Feinsieb ist dann ein Muss.

Whiskey Sour: Mit oder ohne Eiweiß?

Am rohen Eiweiß im Rezept scheiden sich die Geister – auch in der Fachwelt. Die einen schätzen die weiche Textur, die das Eiklar dem Whiskey Sour verleiht. Die anderen bemängeln den speziellen Geruch und, dass das Eiweiß das Whiskey-Aroma im Drink überlagert.

Whiskey Sours mit Eiweiß sind eigentlich nur eine Sonderform und werden auch „Boston Sours“ genannt, aber für viele ist das Ei fester und wichtiger Bestandteil des Whiskey Sour Cocktails von vornherein. Beide Varianten sind aber legitim. Du kannst das Eiweiß natürlich getrost weglassen, – vor allem wenn du dir unsicher bezüglich der Frische bist. Grundsätzlich wirken Alkohol und Zitronensaft aber antibakteriell.

Welcher Whisk(e)y für den perfekten Sour?

Nimm eine hochwertige Spirituose. Der Cocktail gehört zu den Short Drinks, bei denen nur wenige Zutaten kombiniert werden. Somit steht und fällt der Geschmack mit der Qualität der verwendeten Zutaten. Und weil Whisk(e)y der Hauptbestandteil ist, werden auch ungeschulte Gaumen einen deutlichen Unterschied schmecken. Deshalb lautet die wichtigste Regel: Nimm einen Whiskey, der dir auch schmeckt!

Üblicherweise kommt ein Bourbon zum Einsatz. Vor allem Einsteiger fahren mit ihm und unserem Rezept am besten. 

Scotch kannst du natürlich auch verwenden. Er erfreut sich sogar einer großen Beliebtheit unter vielen Barkeepern. Dann wird der Whiskey Sour auch Scotch Sour genannt. Schottische Whiskys können sehr komplexe, rauchig-süße und würzige Aromen haben. Das beeinflusst den Geschmack des Cocktails enorm und gibt dem Barkeeper oder natürlich auch euch einen größeren Spielraum, um mit dem Mischungsverhältnis im Rezept des Cocktails zu experimentieren.

Das richtige Mischungsverhältnis für den Whiskey Sour

Whiskey ist immer die Hauptzutat. Mal ist er rund und weich, mal rauchig-süß, sogar torfig und würzig kann er schmecken. Er bestimmt deshalb, welches Mischungsverhältnis zwischen Whiskey, frisch gepresstem Zitronensaft und Zuckersirup am besten schmeckt. Profis experimentieren unentwegt, bis sie ihr perfektes Rezept gefunden haben.

Viele Barkeeper nehmen auch deutlich mehr Whiskey als in unserem Basisrezept, etwa 6 bis 7 cl. Manchmal werden Bourbon Sours zusätzlich mit Single Malts aromatisiert. Und je hochwertiger der Whiskey, desto weniger Zuckersirup wäre theoretisch möglich.

Mit folgenden Mischungsverhältnissen kannst du zum Beispiel experimentieren: Häufig wird im Verhältnis 6:3:2 (Whiskey, Zitronensaft, Zuckersirup) gemixt. Alkoholhaltiger und trocken(er) sind Rezepturen mit 7:2:2 und noch trockener mit 7:2:1 für besonders hochwertige Whiskeys.

Welche Garnitur für den Whiskey Sour?

Ein guter Whiskey Sour braucht im Grunde genommen keine Deko, – vor allem, wenn er durch das Eiweiß eine hübsche Schaumkrone bekommen hat.

Aber Deko kann nicht nur schön aussehen, sondern die Garnitur kann den Geschmack auch verändern. So verleiht die häufig verwendete Zitronenzeste noch mehr Frische. Prinzipiell kann alles hinzugefügt werden, wie zum Beispiel auch eine (Maraschino) Kirsche, letztendlich muss es nur euch schmecken.

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