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Vegan leben: Mythen und andere Halbwahrheiten

Es geht nicht mehr um die Wurst, dafür hast du jetzt den Salat? Von wegen! Veganismus wurde vom Trend zum Lifestyle, von einer Nische zum boomenden Markt, von einer Laune zu einer wahren Mission.

Veganes Sandwich
Über die vegane Ernährung gibt es etliche Vorurteile (Symbolbild) Foto: Unsplash
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1. Vegan zu leben, ist einfach nur megakompliziert

War nicht alles, was du neu angefangen hast, erst mal irgendwie ... schwierig? Dinge, die dir jetzt doch total leichtfallen? Klar, neue Themengebiete, bei denen die Expertise anfangs noch fehlt, gleichen einem Dschungel, in dem man sich zunächst zurechtfinden muss. Aber heutzutage gibt es unzählige Quellen zum Thema Veganismus und du wirst sehen: Ruckzuck kennst du dich bestens aus.

2. Vegan zu sein, kann ich mir nicht leisten

Wer vor allem nach Fleischersatz in den Supermarktregalen Ausschau hält, dessen Portemonnaie bekommt sicher öfter Schweißausbrüche. Jedoch besteht eine vollwertige pflanzliche Ernährung nicht aus Ersatzprodukten, sondern aus Grundnahrungsmitteln wie Hülsenfrüchten, Getreide, Obst und Gemüse. Und die sind genauso teuer wie vor der Ernährungsumstellung.

3. Veganer sind menschliche Nährstoffmängel

Wenn du dich ausreichend mit den Nährstoffen veganer Lebensmittel befasst, gibt es nur eine Sache, die wirklich schwieriger ist: Vitamin B12. Da man das nur über tierische Produkte aufnehmen kann (weil die Tiere das zu Lebzeiten übrigens selbst ins Futter gemischt bekommen), muss es supplementiert werden. Das war's aber auch schon.

4. Vegane Ernährung ist vor allem eins: langweilig

Wahrscheinlich gehörst du wie viele andere auch zu den Menschen, die bei dem Wort vegan an Salatblätter, rohes Gemüse und eine grüne Wiese denken. Jedoch sorgt die Ernährungsweise dafür, dass du kreativ werden musst, neue Lebensmittel entdeckst und kombinierst. Das Ergebnis wird dich zum Staunen (und Kochen) bringen!

5. Wer vegan lebt, kann keine sportlichen Topleistungen mehr erbringen

Scott Jurek, Novak Djokovic, Andreas Kraniotakes - das sind nur einige Namen von Spitzensportlern, die trotz (oder vielleicht auch wegen?!) ihrer veganen Ernährung ziemlich erfolgreich in ihrer Sportart sind. Aber: Entscheidend ist natürlich nicht, dass man Tierisches weglässt, sondern wogegen man es austauscht.

6. Vegan zu sein, ist unmännlich

Im 21. Jahrhundert haben viele immer noch das Bild des Steinzeitmannes, der mit bloßer Hand ein Mammut erlegt, vor Augen. Aber mal ehrlich: Tierleid reduzieren, etwas gegen die Klimakrise tun und ein bisschen den Planeten retten - das gleicht den Taten eines wahren Helden. Wenn das mal nicht männlich ist!

Autorin: Michelle Boschet