MMA UFC: Die Geschichte der Ultimate Fighting Championship

27.11.2017

Die Ultimate Fighting Championship (UFC) ist die größte Mixed-Martial-Arts-Promotion der Welt. Bis heute hat die in Las Vegas beheimatete Kampfsport-Organisation über 400 MMA-Events veranstaltet. 

UFC: Die Geschichte der Ultimate Fighting Championship
Foto:  UFC

Aktuell befindet sich die UFC im Besitz der Firma WME-IMG. Das Unternehmen aus Beverly Hills kaufte die Ultimate Fighting Championship 2017 für umgerechnet 3,6 Milliarden Euro - die größte Übernahme in der Geschichte des Sports.

Zuvor hatte das Glücksspiel-Brüderpaar Lorenzo und Frank Fertitta die Promotion 2002 mit ihrer Firma Zuffa für zwei Millionen US-Dollar erworben. 

Als Präsidenten installierten sie damals den Box-Promoter Dana White, unter dessen Schirmherrschaft die UFC in den Folgejahren zu einem weltweit operierenden Multi-Milliarden-Dollar-Unternehmen reifte.

 

UFC-Geschichte: The Bloody Beginning

Das erste Event der Ultimate Fighting Championship ging am 12. November 1993 in McNichols Sports Arena in Denver, Colorado über die Bühne und gilt als Geburtsstunde des Mixed Martial Arts.

Bei "UFC1: The Beginning" traten acht Athleten aus verschiedenen Kampfsport-Disziplinen wie Boxen, Brazilian Jiu-Jitsu, Ringen, Muay Thai, Karate und Judo in einem K.o.-System gegeneinander an. Die Idee der Veranstaltung war es, die effektivste Kampfkunst der Welt zu krönen. 

Und das unter dem Einsatz minimaler Regeln. So sah der Turnier-Modus keine Gewichtsklassen, Runden, Zeitbeschränkungen, Auszeiten oder Punktrichter vor.

Das Preisgeld von 50.000 US-Dollar sicherte sich Royce Gracie. Der brasilianische Jiu-Jitsu-Schwarzgurt besiegte im Finale den niederländischen Karateka Gerard Gordeau nach 1:40 Minuten durch Aufgabe.

In den Folgejahren erlangte dieses Konzept der gemischten Kampfkünste immer größere Beliebtheit. Da die Martial Artists effektive Techniken aus immer mehr Kampfkünsten adaptierten, wurden die Octagon-Duelle zunehmend unberechenbarer.

Kaum ein Fighter verließ sich mehr auf seine primäre Kampfsportart - wie beispielsweise Kickboxen - sondern schulte auch seine sogenannten "Secondary Skills", mit deren Hilfe er aus einem größeren Attacken-Repertoire schöpfen konnte und so für seinen Gegner schwerer ausrechenbar wurde.

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Dank UFC: MMA wird Mainstream-Produkt

Um die Kämpfer effektiver vor Verletzungen zu schützen, etablierte die UFC Mitte der 1990er trotz ihres Slogans "There are no rules" striktere Fight-Regularien. So sind heute laut den offiziellen Regeln unter anderem Kopfstöße, Stiche in die Augen, Beißen oder auch Haareziehen verboten. 

Trotz solcher Maßnahmen hatte die Ultimate Fighting Championship Ende des vergangenen Jahrtausends mit erheblichen Imageproblemen zu kämpfen. Die Öffentlichkeit kritisierte die oft brutalen Ringschlachten als "barbarischen Blutsport". UFC-Präsident Dana White gelang es jedoch dank exzellenten Marketings - wie beispielsweise mit der TV-Serie "The Ultimate Fighter" - Mixed Martial Arts über die Jahre in ein salonfähiges Mainstream-Produkt zu verwandeln.

Beleg für die gelungene Image-Erneuerung sind lukrative TV-Deals und Events in Europa, Australien sowie Ost- und West-Asien. Außerdem wurde Reebok 2015 im Rahmen eines millionenschweren Sponsorendeals zum Haupt-Kleidungssponsor der UFC erklärt. Die kontinuierliche Expansion der MMA-Promotion schlägt sich auch in der Frequenz ihrer Veranstaltungen wieder. Ob Pay-per-View, UFC Fight Night oder UFC on Fox: Fans der Ultimate Fighting Championship können ihre Idole fast wöchentlich Live in Action bewundern.

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Um ausreichend Fighter für diese zahlreichen Events zu rekrutieren, hat die UFC über die Jahre nahezu jeden relevanten MMA-Verband gekauft, um dessen beste Kämpfer in das eigene Fight-Roster aufzunehmen. So okkupierte die Kampfsport-Organisation unter anderem die konkurrierenden Promotions World Fighting Alliance (WFA), PRIDE, International Fight League (IFL), World Extreme Cagefighting (WEC) und Strikeforce. Diese aggressive Expansion ermöglicht es der UFC, ihre männlichen Athleten aktuell in acht und ihre weiblichen Fighter in drei Gewichtsklassen gegeneinander antreten zu lassen. 

Als größter Wiedersacher von Dana White & Co. gilt heute die kalifornische Firma Bellator MMA. Dieser ist es im Gegensatz zur UFC jedoch noch nicht gelungen, globale Superstars wie die ehemalige UFC-Bantamweight-Titelträgerin Ronda Rousey oder den amtierenden UFC-Lightweight-Champion Conor McGregor hervorzubringen. Der irische Martial Artist kassierte 2016 für seinen Fight gegen Nate Diaz bei UFC 202 eine Rekord-Antrittsgage von drei Millionen US-Dollar und generierte mit 1.650.000 Pay-per-View-Käufen die höchste Buyrate in der Geschichte der Ultimate Fighting Championship. 

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UFC-Events und -Tickets

Apropos PPV: In Deutschland können Mixed-Martial-Arts-Fans die Fights über ein Abo verschiedener digitaler Streaming Services anschauen. Hier findest du eine Übersicht aller UFC-Live-Streams.

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Hier gibt's eine Übersicht über alle aktuellen und kommenden UFC-Events.

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