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Survival-Update

Survival: 10 Tipps fürs Überleben in der Wüste

Wüsten gibt es in Europa zwar keine, aber da der Klimawandel nicht aufzuhalten ist, könnte es sich nur um eine Frage der Zeit handeln. Einige Männer wollen aber nicht so lange warten und begeben sich auf einen Extremtrip in ein bereits existierendes Sandmeer, um ihre Belastbarkeit, Ausdauer und psychische Stärke auszutesten. Doch der Survival-Ausflug sollte gut vorbereitet sein. Hier zehn Tipps und Tricks fürs Überleben in der Wüste.

So überlebst du in der Wüste
Survival: 10 Tipps fürs Überleben in der Wüste Foto: iStock / Devrimb

Es muss nicht gleich der "Mad Max"-Extrem-Survival-Trip sein. Auch unsere nicht von der Apokalypse geplagte Welt bietet genug Wüsten-Action für all die mutigen Männer, die auf der Suche nach etwas Neuem und Aufregendem sind.

Ein "Urlaub" in der Wüste ist in gewisser Weise mit einem Trip beziehungsweise Camping in der Wildnis vergleichbar – nur ist die Wüste 100 Mal tödlicher. Die erbarmungslose Sonne, die unendlichen Weiten, die nichts anderes offenbaren als Sand, quälender Durst und die allgemein lebensverneinenden Lebensbedingungen. Niemand sollte unvorbereitet in diese Hölle hinabsteigen. Wir wollen helfen und verraten dir, wie du auch in der Wüste einen kühlen Kopf behältst.

10 Tipps fürs Überleben in der Wüste

1. Kleidung, die Schweißverlust minimiert

In der Wüste ist es heiß, Tatsache. Und einen Großteil unseres Körperwassers verlieren wir durchs Schwitzen und dem soll entgegengewirkt werden. Bedecke so viel Haut wie möglich mit leichter und lockerer Kleidung – das verlangsamt die Verdunstung und somit den Wasserverlust. Ein Unterhemd aus Baumwolle, Woll- oder Fleece-Kleidung und überhaupt helle Kleidung anziehen. Auch eine Sonnenbrille, ein Hut und eventuell Handschuhe sind nicht verkehrt.

2. Wasser mitnehmen

Das ist wohl offensichtlich. Bei einer Hitze von 40 Grad verliert der Körper durchschnittlich 900 Milliliter Schweiß, und der muss kompensiert werden. Also immer lieber etwas mehr als zu wenig Wasser mitnehmen.

3. Essen mitnehmen

Anders als im Wald, wo du dich von verschiedenen Pflanzen und Wurzeln ernähren kannst, bietet dir die Wüste lediglich ungenießbare Sandkörner in unterschiedlichen Größen und Röstungsgraden. Deswegen Nahrung mitnehmen, vorzugsweise solche, die einen hohen Gehalt an Nährstoffen besitzen, dafür aber klein und leicht ist: Energieriegel, Studentenfutter, Dörrfleisch.

Tipp: Speisen mit Salz und Kalium. Diese Mineralien gehen beim Schwitzen verloren und helfen dir, bei Erschöpfung durch Hitze mehr Wasser zu behalten. Bist du aber bereits dehydriert, wirkt zu viel Salz kontraproduktiv.

4. Packliste

Neben passender Kleidung, Nahrung und natürlich Wasser, sollte dein Survival-Kit auch folgende Sachen beinhalten: Seil oder Schnur, Erste-Hilfe-Set, Anzünder, Taschenlampe, Messer, Kompass, Staubmaske und Tabletten zur Wasserreinigung.

5. Überlebensstrategie

Die Hitze der Wüste ist des Menschen größter Feind. Der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht kann schon mal 40 Grad betragen. Und da der Körper bei Hitze mehr Energie aufwenden muss, empfiehlt es sich, nachtaktiv zu werden. Die kühle Nachtluft ermöglicht es dir, schneller und weiter zu gehen und erspart deinem Körper zudem rund drei Liter Wasser pro Tag.

6. Hilfe

Bist du gestrandet, verloren und desorientiert? Ein Feuer ist eine der ersten Möglichkeiten, um auf sich aufmerksam zu machen – bei Tag ist der Rauch gut sichtbar, bei Nacht das Licht. Bei Nacht ist auch eine leistungsstarke Lampe von Vorteil, die du in den Himmel strahlen kannst, in der Hoffnung, entdeckt zu werden.

7. Wasserquellen finden

Dein Wasservorrat (falls du überhaupt einen hattest) neigt sich dem Ende, deine Lippen schreien nach Flüssigkeit und jegliche Hilfe ist in weiter Ferne. Keine Panik, auch in der Wüste gibt es Wasserquellen, du musst sie nur zu finden wissen.

Entdeckst du Vegetation, ist das ein gutes Zeichen für Wasser. Du kannst auch Tierspuren, Vögeln oder Insekten folgen – oft führen sie zu Wasser. Suche nach einem Gefälle aus hartem, nicht porösem Stein, wo Regenwasser in die Erde laufen könnte.

8. Gefahren erkennen

Unterschätze nicht den Wasserbedarf deines Körpers, schon gar nicht, wenn du dich in einer Wüste befindest. An den folgenden Anzeichen erkennst du, dass du dehydriert bist: trockene Haut, Schwindel, Ohnmacht, markanter Geruch oder dunkle Farbe deines Urins.

9. Gefährliche Tiere

Die meisten Säugetiere und Reptilien in der Wüste halten sich von dir fern – und du solltest dasselbe tun. Nimm dich in Acht vor Skorpionen, Spinnen und Schlangen. Es sei noch einmal auf den Erste-Hilfe-Kasten hingewiesen (Punkt 1), der dir im Notfall das Leben retten kann.

10. Orientierung behalten

Solange du einen Kompass dabei hast, kein Problem. Aber auch ohne kannst du relativ leicht die Himmelsrichtung bestimmen.

Mit einer Ziffernblattuhr: Richte den kleinen Zeiger auf die Sonne und denke dir einen weiteren durch die 12-Uhr-Stellung. Die Winkelhalbierende zwischen dem kleinen und dem imaginären Zeiger weist nach Süden.

Mit einem Stock: Stecke diesen in den Boden und markiere die Schattenstelle. Nach 15 Minuten machst du das Gleiche noch mal. Die Verbindungslinie zeigt von West nach Ost.