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"Pipeline zu sprengen": Luisa Neubauer sorgt für Skandal

Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer sagt in ihrer Instagram-Story, dasss sie darüber nachdenkt, eine Pipeline in Afrika zu sprengen. Was steckt dahinter?

Luisa Neubauer
Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer lädt auf Instagram eine Story hoch, in der sie über eine mögliche Pipeline-Sprengung in Afrika spricht. Doch wie ernst ist diese Drohung? (Symbolbild) Foto: IMAGO / xim.gs
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Luisa Neubauer wird gern als die deutsche Greta Thunberg bezeichnet. Hierzulande gehört sie zu einer der Hauptorganisatoren bei "Fridays for Future". Jüngst lud sie eine Story auf Instagram hoch, die im ersten Moment wie ein Skandal scheint.

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Darin sagt sie, dass sie darüber nachdenke, eine Pipeline in Afrika zu sprengen. Dazu hält sie das Buch des schwedischen Umweltaktivisten Andreas Malm in die Kamera. Der Titel: "How To Blow Up A Pipeline" (Wie man eine Pipeline sprengt).

Nutzer fordern Verfassungsschutz

Einige Twitter-User teilten bereits den Screenshot aus ihrer Story und verlangten nach dem Verfassungsschutz. Doch man kann Entwarnung geben. Denn die Pipeline, von der Neubauer spricht, ist noch gar nicht gebaut. Und ihrem Anliegen nach soll das auch nicht passieren. Sie twittert:

"ENDLICH spricht man über die EACOP-Pipeline, ein 1443 km langes Klimakiller-Projekt in Afrika. Schön, dass Zeitungen nun berichten, dass wir dagegen arbeiten.

Und wer 10 Sek. googelt stellt fest: Die Pipeline steht noch gar nicht. Wir wollen, dass die Baupläne abgeblasen werden."

Die umstrittene EACOP-Pipeline

Der Hintergrund: Bei der EACOP-Pipeline handelt es sich um ein geplantes Projekt, bei dem Öl von Uganda bis nach Tansania befördert werden soll. Diese wäre 1.500 Kilometer lang - und somit die längste beheizte Pipeline der Welt.

Die von dem französischen Mineralkonzern Total gebaute Pipeline wird durch den Lebensraum bedrohter Tierarten führen als auch die Wasserversorgung von Millionen Mensch gefährden - weshalb der Plan von Umweltschützenden stark kritisiert wird. Das Ölfeld liegt in einem der größten und ältesten Nationalparks in Uganda, wo Afrikanische Elefanten, Affen und Antilopen zu Hause sind, wie SWR3 berichtet.

Im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung erklärte Neubauer, dass EACOP eine halbe Gigatonne CO2 produzieren würde. Mittlerweile seien fast alle deutschen Unternehmen aus dem Projekt ausgestiegen - bis auf die Deutsche Bank.

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