Angel-Update

PETA will Angelschein abschaffen und Angeln verbieten

Ein Angelschein ist schnell und unkompliziert gemacht. Die Tierschutzorganisation PETA sieht darin aber eine mehr als fragwürdige Rechtfertigung, "Fische als Freizeitsport zu töten", und will den Angelschein abschaffen.

Mann beim Angeln
Angeln, beliebte Outdoor-Freizeitaktivität, die Tierschützer am liebsten verbieten würden Foto: iStock / rogkov
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Die PETA (kurz für People for the Ethical Treatment of Animals) protestiert immer wieder gegen das Angeln als Freizeitsport. Einer der Hauptangriffspunkte ist der Angelschein, der zum Angeln berechtigt und der, ginge es nach der Tierschutzorganisation, am liebsten abgeschafft werden sollte.

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PETA will Angelschein abschaffen

Die Vorbereitungen und Voraussetzungen, um einen Angelschein zu erlangen, seien zu oberflächlich, kritisiert PETA. So würde neben Fangtechniken, Gerätekunde und Fischereirecht die Anatomie der Tiere gelehrt – und zwar mit dem Fokus auf das Töten und Aufbewahren der Fische.

Nach nur wenigen Tagen und einigen Hundert Euro könne sich jeder eine legale Erlaubnis zum Angeln holen. Und auch die dazugehörige Fischerprüfung sei nicht der Rede wert und rechtfertige es nicht, Fische zu quälen und töten.

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Verstoß gegen das Tierschutzgesetz

Dabei verstößt man trotz Angelschein gegen das Gesetz. Laut Paragraf 17 Abs. 2 des Tierschutzgesetzes ist es verboten, einem Wirbeltier "länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden" zuzufügen sowie ein Wirbeltier "ohne vernünftigen Grund" zu töten. Verstöße können mit Geldstrafen oder bis zu drei Jahren Haft geahndet werden.

Das Problem sind die Angelhaken. Diese bohren sich in das Maul des Fisches, der dann oftmals mehrere Minuten darunter leidet. Aus dem Wasser gezogen ringt das Tier um Sauerstoff und wird anschließend ohne Betäubung durch einen Schlag auf den Kopf oder mit einem Messer getötet.

Catch and Release

Auch das sogenannte Catch and Release, bei dem die Fische nach dem Fangen wieder ins Wasser geworfen werden, wird von PETA kritisiert.

Zwar würden die Tiere zuerst überleben, aber 40 Prozent von ihnen sterben. laut PETA an den Verletzungen, die ihnen durch das Angeln zugefügt wurden, oder werden zur leichten Beute für andere Fische.

Die überlebenden Fische leiden meist ebenfalls, da die Berührung mit der menschlichen Hand ihre Schleimhaut und Schuppen beschädigt und sie somit anfälliger für Pilze, Infektionen, Bakterien und Parasiten seien.

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