Häusliche Gewalt

Mann wird ein Jahr von seiner Frau gefoltert – seine Reaktion macht sprachlos

Monatelang wird ein Mann von seiner Ehefrau geschlagen und gefoltert. Er kann und will nichts dagegen unternehmen – bis es so nicht mehr geht.

Trauriger Mann
Mann wird von seiner Frau schwer misshandelt (Symbolbild) Foto: iStock / Nenad Cavoski
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Selten hört man von häuslicher Gewalt, die von der Frau ausgeht und sich gegen den Mann richtet. Dabei kommt sie wahrscheinlich gar nicht so selten vor, wie man denkt. Grund für die wenigen bekannten Fälle: Die Männer schämen sich für ihre Opferrolle.

Ein Extremfall häuslicher Gewalt gegen Männer erreicht und aus Schweden.

Mann wird von Ehefrau gefoltert

2018 lernte der Mann, der anonym bleiben möchte, seine Freundin kennen. Sie wurde schwanger, beide heirateten sehr schnell, wie es in einem Beitrag der Bild-Zeitung heißt, die sich dabei auf den schwedischen "Expressen" beruft.

Anfangs war alle gut, doch schon ein halbes Jahr nach der Hochzeit begann die Frau auf ihren Mann einzuschlagen. Kein Einzelfall, wie der Mann schmerzhaft herausfinden sollte.

Die Geburt der gemeinsamen Tochter im Mai 2020 zähmte die Frau nicht, ganz im Gegenteil, die Attacken wurden immer brutaler. Auf der Arbeit hatte der Mann Probleme, die zahlreichen blauen Flecken zu verbergen und sich Ausreden zu überlegen. "Ich habe alles verleugnet und gesagt, ich sei hingefallen. Manchmal habe ich die blauen Flecken im Gesicht mit Schminke überdeckt."

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Silvester 2020

Der Mann sprach mit seiner Frau nach ihrem ersten Wutausbruch, damit das nicht noch einmal passiere. Er wolle, dass die Familie zusammenbleibe. Als Grund, warum er nicht viel früher zur Polizei ging, gab der 35-Jährige Liebe an.

Eine scheinbar einseitige Liebe, die in der Silvesternacht 2020 endgültig ihren perversen Höhepunkt erreichte. Wieder einmal rastete die Frau aus und schlug drei Stunden lang auf ihren Mann ein. "Ich wurde mit allem Möglichen geschlagen, auch mit einer Leitung. Sie zwang mich auf die Knie und zählte selbst 75 Schläge. Einmal machte sie eine Pause, weil sie unsere Tochter stillen musste. Dann ging es weiter. Auch mit einer Schere."

Verurteilt

Am nächsten Arbeitstag konnte der Mann seine Verletzungen und seine Erschöpfung nicht verbergen, brach zusammen und wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Ärzte waren geschockt, die Polizei sprach von "folterähnlichen Taten".

Vor dem Amtsgericht Schweden trafen sich Mann und Frau wieder. Letztere versuchte, ihre Aggressivität auf Geburtsdepressionen zu schieben – ohne Erfolg. Sie wurde wegen Körperverletzung zu einem Jahr und vier Monaten Haft sowie 5.500 Euro Schmerzensgeld verurteilt.

Der Mann will sich "wahrscheinlich schon ..." von seiner Ehefrau trennen. Entschlossenheit hört sich anders an.