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Knallhart: Australien mit aggressivem Vorgehen gegen Pädophilie

In Australien will man Pädophilen und Drogenkriminellen künftig ihre Immobilien, Autos und Vermögen wegnehmen.

Australischer Polizeiwagen
Die australische Polizei will künftig härter gegen Pädophile vorgehen (Symbolbild) Foto: iStock / davidf
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Gesetze ausreizen

Die Polizei Australiens will in Zukunft härter gegen verurteilte Pädophile sowie Drogenkriminelle vorgehen und die Gesetze dahingehend ausreizen, dass Häuser, Autos und weitere Vermögenswerte beschlagnahmt werden.

"Nach der Gesetzgebung hat die Australian Federal Police die Macht, das unrechtmäßig erworbene Vermögen einzuziehen. Die Gelder aus den beschlagnahmten Vermögenswerten werden durch Präventions- und Interventionsmaßnahmen an die Gesellschaft zurückgegeben", so Kommissar Reece Kershaw in einem Online-Statement.

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Aggressives Vorgehen

Wenn also jemand durch den Verkauf von Kinderpornografie oder Drogen Geld verdient, darf dieses von der australischen Polizei eingezogen werden. Das Gleiche gilt für Immobilien und andere persönliche Besitztümer, die von dem illegal verdienten Geld erworben wurden.

Um pädophile Straftäter ausfindig zu machen, hat die Polizei Kommissar Kershaw zufolge eine spezielle Strategie erarbeitet. Details dazu nennt er nicht, allerdings spricht er von einem "aggressiven Vorgehen". Die Täter sollen nicht nur identifiziert, sondern auch aus der Anonymität herausgeholt werden.

Darknet-Server gecrasht

Wie es in einem Bericht der Daily Mail heißt, waren Server im Darknet, über die kinderpornografische Inhalte verkauft wurden, aufgrund von extrem hoher Nachfrage aus Australien gecrasht. Seit Beginn der Corona-Pandemie stieg der Traffic um mehr als das Doppelte.

Kershaw: "Es ist widerlich, dass Täter aus dem Missbrauch, der Erniedrigung und dem Elend von Kindern Nutzen ziehen." Er ist fest entschlossen, sich mit aller Macht und Härte dagegen einzusetzen.

Zwischen Juli 2019 und Mai 2020 wurden bereits 144 Personen in 1.078 Fällen des Kindesmissbrauchs angeklagt.