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Khakihosen: Was sie so besonders macht und wie du sie richtig trägst

Khakihosen haben ihren Ursprung in Asien. Wie sie in den Westen kamen, was sie von Chinos unterscheidet und wie Mann sie am besten trägt, erfährst du hier.

Khakihose
In Kombination mit gemusterten Hemden. Foto: imago images / Pacific Press Agency
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Khakihosen: Was sie so besonders macht und wie du sie richtig trägst

Khaki ist eigentlich ein Farbton, der sich zur Bezeichnung einer modisch-legeren Hose etablierte. Die Khakihose besteht immer aus 100 Prozent Baumwolle und kann auch in abgewandelten Farbvariationen auftreten, was die Abgrenzung zu ähnlichen Hosenarten, allen voran der Chinohose, erschwert. Ein Hauptmerkmal der Khakihose ist ihr sandfarbenes Erscheinungsbild, das seinen Ursprung in Indien hat.

Der Ursprung der Khakihosen

Bereits 1848 etablierte sich das Kleidungsstück unter britischen Soldaten in Indien. Die Farbe Khaki wurde später sogar zur amtlichen Uniformfarbe der britischen Armee auserkoren. In tropischen Gebieten, Wüstenlandschaften und unter praller Sonne wurde die Farbe wie Hose zu einem Erkennungsmerkmal der Soldaten.

Auf den Philippinen stationierte amerikanische Soldaten wurden ab 1925 mit leichten, aber robusten Hosen aus chinesischer Baumwolle ausgerüstete und brachten diese in ihre Heimat. Das Militär machte aus ihnen regen Gebrauch, denn die Hosen waren bequem und stabil zugleich, was in Zeiten des generellen Mangels ein großer Vorteil war.

Der Unterschied zwischen Khakihosen und Chinos

Da es sie in verschiedenen Farben gibt, werden Khakihosen im Allgemeinen oft auch als Chinos bezeichnet. Dabei gibt es einige Merkmale, die beide Hosenarten voneinander unterscheiden.

Khakihosen bestehen immer aus 100 Prozent Baumwolle und sind etwas schwerer als Chinos. Sie haben zudem eine andere Strahlkraft, sind legerer, entspannter und können als Arbeitshosen sowie leicht sportlich angehauchte Freizeithosen getragen werden. Chinos hingegen wirken etwas eleganter, formeller und verleihen dem Träger einen Hauch von Klasse.

Falten auf der Khakihose gehören fast schon zum guten Ton, während sie bei Chinos ein No-Go sind. Die Khakis müssen demnach nicht unbedingt gebügelt werden – und gewaschen nur, wenn es unbedingt sein muss.

Großer Unterschied auch auf der preislichen Ebene. Während Chinos ihrem eleganten Image folgend etwas teurer sind, bekommt man Khakihosen bereits für unter 50 Euro. Berühmte Khakihosen-Anbieter sind Dockers, Gap und Tommy Hilfiger.

Regeln und Ratgeber für Khakihosen

Khakihosen haben in der Regel nur vier Taschen (alles andere wird oft als Stilbruch angesehen), Bundfalten und einen Riegelverschluss. Die Aufschläge können zwischen drei bis fünf Zentimetern breit sein. Diese Eigenschaften machen die Hosen besonders für Männer mit langen Beinen attraktiv.

Die Hosenbeine bitte nie hochkrempeln – es sei denn, Mann ist am Strand auf Muschelsuche. Bügelfalten sollten vermieden werden, die machen den Träger der Hose gleich um zehn Jahre älter. Khakihosen sind ein bisschen wie guter Wein: Je älter und gebrauchter, desto besser.

Die Khakihose ist eine Freizeithose. In Kombination mit einem schwarzen T-Shirt kann man absolut nichts falsch machen. Wer es weniger leger mag, kann sie mit einem Polo-Shirt oder sogar einem Freizeithemd tragen. Das Hemd dann aber bitte nicht in die Hose stecken!