Politik

"Missgeburt": Karl Lauterbach teilt unfassbare Hassnachrichten

Karl Lauterbach teilt Hassnachrichten und Drohungen, mit denen er konfrontiert wird. Die Details.

Karl Lauterbach
Karl Lauterbach Foto: Imago / Reiner Zensen

Seit Beginn der Pandemie sorgt Karl Lauterbach für Aufklärung über die Verbreitung und Gefahr des Coronavirus. Nach Besuchen in etlichen Talkshows hat der SPD-Politiker wohl das Vertrauen der Bevölkerung gewonnen. Vor der Ernennung zum Gesundheitsminister trendete ein Hashtag auf Twitter '#WirwollenKarl'.

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Doch nicht von allen Seiten bekommt der Minister, der vor allem für seine Kompetenz im Gesundheitswesen geschätzt wird, Zustimmung. Seine Expertise, die auch zu unbeliebten Prognosen führt, polarisiert. In seiner Person scheint sich der Hass vieler Menschen, die gegen die Corona-Maßnahmen sind und das auch öffentlich äußern, zu bündeln.

Recherchegruppe deckt auf

Ende Oktober teilte der Gesundheitsminister auf Twitter bereits Morddrohungen gegen ihn, die mehrere Tage lang im Netz standen. Dazu schreibt er:

"Seit Tagen wird im Netz erneut dazu aufgerufen, mich zu erschlagen. Es ist absolut inakzeptabel, dass so etwas nicht sofort gelöscht werden muss. Mit Hilfe @Die_Insider werde ich das jetzt wieder zur Anzeige bringen. Wir dürfen uns an Mordaufrufe in der Politik nicht gewöhnen".

Bei "Die Insider" handelt es sich um eine Recherchegruppe, die nach eigenen Angaben Facebook in AfD-nahen & Corona-Gruppen durchwühlen, um zu zeigen, "wie AfD & Coronaleugner reden, wenn keiner zuhört".

Jetzt kam es erneut zu einer Welle von Hass, die der Politiker öffentlich macht. Er retweetet eine Reihe von Screenshots mit Kommentaren in den sozialen Medien. Hier werden Beleidigungen mit Drohungen abgelöst.

Der 56-Jährige kommentiert diese mit folgenden Worten:

"Hass, Gewalt und Drohungen weniger Gewaltbereiter werden den Staat und die überwältigende Mehrheit vernünftiger und liebenswürdiger Menschen nicht beeindrucken. Da wo angemessen wird jeder angezeigt."

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