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Bei Lindner-Hochzeit: Skandal um CDU-Chef Merz

Bundesfinanzminister Christian Lindner feierte am Wochenende seine Hochzeit auf Sylt. Dort erschien auch Friedrich Merz - und sorgte mit seinem Besuch für Aufregung.

Friedrich Merz
Friedrich Merz Foto: IMAGO / Christian Spicker
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Am Wochenende heirateten Bundesfinanzminister Christian Lindner und Journalistin Franca Lehfeldt auf der Insel Sylt. Das Fest zog sich über drei volle Tage. Am Donnerstag heiratete das Paar standesamtlich im Sylt-Museum.

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Am Freitag stand ein Polterabend an und am Samstag ließen sich Lindner und Lehfeldt kirchlich trauen. Am Abend wurde gefeiert. Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz und seine Frau standen neben etlichen Prominenten wie auch Bundeskanzler Olaf Scholz auf der Gästeliste.

Kritik an Merz: "Klimaschädliches Protzgehabe"

Er war es auch, der mit seinem Besuch für Aufregung sorgte. Denn er reiste nicht etwa mit dem Auto oder gar mit dem Zug an. Merz landete, selbst am Steuer, mit seinem Privatflieger auf der Insel. Seine Reise startetet er nach dem Bundestag in Berlin.

Nachdem die Bilder seiner Ankunft auf Sylt veröffentlicht wurden, hagelte es bereits Kritik - und zwar von mehreren Seiten. Auf Twitter äußerte sich unter anderem die Linken-Abgeordnete Nicole Gohlke:

"#Merz düst im Privatjet zur #Lindnerhochzeit, die Lufthansa macht #Geisterflüge, die #EUTaxonomy stuft Erdgas & Atomkraft als nachhaltig ein - und für den Rest gibts Energiespar-Tipps, gedrosselte Temperatur & Nullrunden. Läuft. Für Konzerne & die, die Geld haben."

Ein Bundessprecher der Grünen Jugend aus Hannover teilt den Screenshot eines "Spiegel"-Artikels mit einem Bild, auf dem Merz in seiner "Diamond DA62 9" hinter dem Steuer sitzend zu sehen ist. Dazu schreibt Timon Dzienus: "Friedrich #Merz, 11.04.2022: "Wir werden uns das ein oder andere nicht mehr leisten können". Heute:"

Der WDR-Journalist Jürgen Döschner bezeichnete Merz Anreise als "klima- und gemeinschädliches Protzgehabe".

Studie: Klimabilanz von Privatfliegern

In Großbritannien wurde bereits vor der Pandemie über ein Verbot von Privatjets gesprochen. Eine Studie der Organisation "Transport and Environment" zeigte, dass ein solcher Flieger pro Passagier und Passagierin 5- bis 14 Mal umweltschädlicher sei als der Flug mit einem gängigen Passagierflugzeug. Zudem sei eine solche Reise 50 Mal umweltschädlicher als die Fahrt mit einem Zug.

Die beiden Dieselmotoren der Diamond DA62 92 kommen mit je 134 kW allerdings nicht sehr verschwenderisch daher.

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