Ratgeber

4 Tipps für das Arbeiten im Homeoffice

Wurde noch zu Beginn des Jahres das Arbeiten im Homeoffice von manchen Unternehmen bzw. deren Führungskräften eher skeptisch gesehen, so ist für diverse Berufssparten durch Corona das Homeoffice heute schon gelebte Normalität.

Mann winkt im Homeoffice in Laptop-Kamera
Arbeiten im Homeoffice iStock / filadendron

Expertise zum Thema Homeoffice

Doch diese neue Realität zeigt auch Punkte auf, die zuvor vielleicht eher durch eine rosarote Brille betrachtet wurden:

  • Wie organisiere ich mich selbst im Homeoffice?

  • Wie funktioniert Zusammenarbeit auf Distanz?

  • Wie ist es mit der Erreichbarkeit?

  • Wie funktioniert Kommunikation ohne den Schwatz zwischendurch in der Kaffeeecke?

Tipp 1: Grundsätzliche Spielregeln vereinbaren

Häufig hört man die Aussage, für das Arbeiten im Homeoffice braucht es keine Regeln, Vertrauen allein reicht aus. Hier werden zwei Punkte in einen Zusammenhang gebracht, die sich zwar bedingen, aber dennoch einzeln für sich stehen. In der Zusammenarbeit ist Vertrauen immer die Basis, sowohl gegenüber Kollegen, Mitarbeitern als auch zwischen Chef und Mitarbeitern.

Die Spielregeln dagegen legen fest, wie alle gemeinsam im Homeoffice miteinander umgehen. Gibt es beispielsweise Zeiten, in denen sich einzelne Bereiche oder ganze Teams untereinander austauschen, wie sehen "Erreichbarkeiten" aus, wer kümmert sich um Technikthemen (VPN-Zugang etc.)? Es gilt, solche Spielregeln verbindlich für alle zu vereinbaren, damit die Zusammenarbeit – trotz der Distanz – funktioniert.

Tipp 2: Ziele für den Tag setzen

Gerade im Homeoffice wird noch deutlicher, dass jeder seine eigene Methode hat, wie er eine gestellte Aufgabe lösen will.  Das Homeoffice lädt dazu ein, so zu arbeiten, wie man es selbst gerne möchte. Das ist manchmal schwierig und stellt auch für Einzelne eine Herausforderung dar, das Tagespensum zu erledigen. Auf der anderen Seite stehen natürlich auch die Erwartungshaltung der Kollegen oder der Vorgesetzten, die die Zuarbeit benötigen.

Hier hilft es, sich für den Arbeitsablauf klare Blöcke zu setzen, z. B. Zeiten, in den man nur telefoniert oder Mails bearbeitet und auf der anderen Seite auch Ziele setzt, welche Aufgaben man bis zum Ende des Tages bearbeiten möchte. Als Abschluss sollte jeder Arbeitnehmer im Homeoffice eine ehrliche Bilanz ziehen. Noch ein Tipp: Bereits morgens mit den unangenehmen Themen und Arbeiten starten, dann hat man sie hinter sich und freut sich über die Punkte, die man geschafft hat.

Tipp 3: Miteinander statt übereinander reden

Im täglichen Kontakt im Büro werden andere Sinne angesprochen. Ich kann zum Beispiel spüren, ob es meinem Kollegen, meiner Kollegin gut geht oder wie Sie auf eine Botschaft von mir reagiert. Rund 80 % unserer Wahrnehmung stammt aus emotionalen Beurteilungen.

Das Homeoffice und die damit verbundenen eingeschränkten Formen der Kommunikation schränken exakt diese Wahrnehmung ein. Daher ist es wichtig, kurze Plaudermeetings neben dem notwendigen Austausch zu Themen fix zu vereinbaren. Praxiserfahrungen zeigen, dass solche Meetings zum Ende der Arbeitszeit mit Open-End-Charakter gerne genutzt werden.

Tipp 4: Gemeinsame Abstimmung nutzen

Viele Menschen, die heute im Homeoffice arbeiten, kennen aus dem beruflichen Alltag das Großraumbüro. Vorteil des Homeoffice: Man kann konzentrierter und ruhiger arbeiten. Nachteil: Da jeder für sich alleine arbeitet, ist es sehr schwer, den Informationsfluss im eigenen wie auch allgemeinen Bereich nachzuverfolgen.

Nichts frustriert mehr, als eine geleistete Arbeit neu zu beginnen, weil wesentliche Information verloren gegangen ist. Homeoffice erschwert die schnelle Abstimmung per Zuruf in einer Pause oder zwischen zwei Meetings. Daher gilt es, durch eine technische Lösung (MS Teams, Asana, Chatfunktionen etc) sicherzustellen, dass ein Team trotz Homeoffice über wichtige Veränderungen, Fortschritte oder neue Prioritäten informiert und der Austausch untereinander erleichtert wird.

Ausblick in die Zukunft

Corona bietet auch neue Chancen. Wenn es heute denjenigen Menschen, die jetzt im Homeoffice arbeiten können, gelingt, die Basis für eine neue, motivierende Art der Zusammenarbeit zu erschaffen, dann besteht durchaus die Chance, dass in einer Bewertung der Corona-Krise das Arbeiten im Homeoffice eine neue Bedeutung gewinnt.

In diesem Sinne: Viel Erfolg bei der Umsetzung!

Über die Autoren

Die Pro Management AG ist spezialisiert auf maßgeschneiderte Trainingsmaßnahmen in den Bereichen Führung, Vertrieb, Persönlichkeitsentwicklung und Kommunikation.

Ariane Wulff trainiert seit rund 6 Jahren in den Bereichen Führung und Vertrieb. Die international gefragte Top-Trainerin der PRO Management AG steht für ihre authentische und motivierende Trainingsweise. Ihre langjährige Vertriebs- und Managementerfahrung aus der Finanzbranche nutzt Sie heute, um individuell auf die Teilnehmer einzugehen.

Der langjährige Geschäftsführer im Einzelhandel und Vorstand der PRO Management AG, Jochen Kracht, zeichnet sich durch branchenübergreifendes Know-how aus, welches er als Führungskraft im In- und Ausland erlangte. Er ist zertifizierter Trainer für Management und Vertrieb sowie LIFO-Stärkenmanagement und bringt diese Erfahrung als nachgefragter Coach auf der Top- Managementebene ein.

Ariane Wulff & Jochen Kracht
Ariane Wulff & Jochen Kracht Pro Management AG
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