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Wegen brisantem Songtext: ARD kritisiert Schlager-Ikone Roland Kaiser!

Schlager-Legende Roland Kaiser ist von der ARD für einen seiner Songtexte massiv kritisiert worden.

Roland Kaiser, ARD
Roland Kaiser hat von der ARD einen Rüffel kassiert Foto: IMAGO / xcitepress, iStock/ TOBIAS SCHWARZ
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Roland Kaiser spielt demnächst bei der "Kaisermania" in Dresden - und die ARD überträgt das Event. So weit, so gut könnte man meinen - doch es brodelt vorab hinter den Kulissen.

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Grund ist ein Songtext, den Roland Kaiser gerne mal vorträgt, mit einer Zeile, die heute nicht mehr zeitgemäß erscheint - so sieht es jedenfalls auch die ARD.

Wegen Songtext: ARD kritisiert Schlager-Ikone Roland Kaiser!

Im Detail geht es um ein Medley Kaisers zu Ehren des verstorbenen Udo Jürgens. Vor den "Kaisermania"-Shows wird nun im Vorfeld gemunkelt, ob Kaiser eine zensierte Version des Udo-Jürgens-Klassikers "Aber bitte mit Sahne" singen wird oder nicht? Denn der Original-Text des Hits ist durchaus zu beanstanden.

Die ARD kritisiert derweil, dass Roland Kaiser auf seiner "Alles O.K.!"-Tour 2023 bei besagtem Medley erneut "das rassistische M-Wort verwendet haben soll", wie der Merkur berichtet.

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Nach Ansicht der ARD, welche die Kaisermania am 5. August ab 18:00 Uhr überträgt, gehören "Fremdenfeindlichkeit und Rassismus" bei Roland Kaiser nicht auf die Bühne. Kaiser habe "wie kaum ein anderer Künstler der Schlagerbranche (…) klare Kante gezeigt: gegen Pegida, gegen Rassismus – und für Weltoffenheit, Toleranz und Dialog".

Allerdings sei das M-Wort heutzutage nicht mehr zeitgemäß, so die ARD.

Mohrenkopf - Foto: IMAGO / Future Image

Was ist das M-Wort?

Um es zu Erklärungszwecken hier einmalig auszuschreiben: "M" steht für "Mohr". Das M-Wort ist seit dem 17. Jahrhundert die in Deutschland geborene Bezeichnung für schwarze Menschen, die - ganz im Sinne des damaligen kolonialen Selbstverständnisses - als Beschreibung einer Person benutzt wurde, die weiße Menschen bedient. Verortet war der "M" dabei vor allem in Nordwestafrika.

Der Begriff existiert teilweise noch heute und findet sich beispielsweise im Namen von Straßen, Gaststätten und Apotheken, als Abbildung in Stadtwappen oder auf Lebensmitteln. Auch im Karneval taucht er als Verkleidung nach wie vor auf, ebenso wie bei den Sternsingern und im christlichen Krippenspiel.

Klingt doch nach einer klaren Handlungsempfehlung für Roland Kaiser und dessen geplanter Performance am Elbufer in Dresden.

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Bislang schweigt Roland Kaiser allerdings beharrlich zu der brisanten Causa - und man darf gespannt sein, für welchen Weg bzw. welche Textversion sich der Berliner Sänger am Ende entscheidet.