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Mehrheit der Deutschen gegen Gender-Sprech

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland sind laut einer aktuellen Umfrage gegen Gender-Sprech.

Duden-Eintrag
Die Mehrheit der Menschen in Deutschland kann sich mit Gender-Sprech nicht anfreunden (Symbolbild) Foto: IMAGO / Arnulf Hettrich

Sogenannter "Gender-Sprech" soll in Schrift und Wort immer auch die Existenz unterschiedlicher Geschlechter berücksichtigen. So zumindest das hehre Anliegen, doch das findet bei vielen Menschen hierzulande keinerlei Unterstützung.

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Mehrheit der Deutschen gegen Gender-Sprech

Nach einer Umfrage von Infratest Dimap im Auftrag der "Welt am Sonntag" hinsichtlich der Verwendung einer genderneutralen Sprache in Medien und Öffentlichkeit befürworten rund ein Drittel der Befragten (35 Prozent) zwar den Einsatz von Binnen-I oder nicht-differenzierenden Formen – mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten (56 Prozent) lehnt deren Verwendung in Medien und Öffentlichkeit allerdings ab.

Befragte Frauen befürworten genderneutrale Sprache in Medien demnach auch nur zu 52 Prozent.

Ansonsten gilt: Jüngere Bürgerinnen und Bürger sowie Personen mit formal höherer Schulbildung stehen dem Thema durchschnittlich sehr viel aufgeschlossener gegenüber – etwa jeder Zweite befürwortet demnach die Verwendung einer genderneutralen Sprache in Medien und Öffentlichkeit.

Auch politisch kann man die Studienergebnisse auffächern. In den einzelnen politischen Lagern (bzw. unter deren Anhängerschaft/bzw. Wählern) kommt es zu unterschiedlichen Prozentwerten hinsichtlich der strikten Ablehnung des Gebrauchs von geschlechterneutraler Sprache:

  • AfD (64 Prozent)

  • FDP (76 Prozent)

  • CDU (64 Prozent)

  • SPD (54 Prozent)

  • Grünen (37 Prozent)

  • Linke (41 Prozent)

Umfrage von Infratest Dimap
Umfrage von Infratest Dimap Foto: Infratest Dimap
Umfrage von Infratest Dimap
Umfrage von Infratest Dimap Foto: Infratest Dimap
"Vorbehalte gegenüber genderneutraler Sprache" von Infratest Dimap

Auftraggeber: Welt am Sonntag

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland

Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl / Dual-Frame (Festnetz- und Mobilfunkstichprobe)

Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl: 1.008 Befragte

Erhebungszeitraum: 18. bis 20. Mai 2020

Schwankungsbreite: liegt mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit bei einem Anteilswert von 5 Prozent bei unter 1,4 bzw. bei einem Anteilswert von 50 Prozent bei unter 3,1 Prozentpunkten.

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