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Die geheimnisvollsten Orte der Menschheit

St. Kilda: Eine Entscheidung, die eine Insel entvölkerte

Sie sind die Hüter dunkler Mysterien, der Ursprung sagenhafter Legenden und ungelöster Rätsel. Auf unserem Planeten gibt es Orte, die Forscher in Staunen versetzen – und die selbst Abenteurern das Blut in den Adern gefrieren lassen …

St.-Kilda-Archipel
Das St.-Kilda-Archipel iStock / claffra

Eine Entscheidung, die eine Insel entvölkerte

Etwa 18 Stunden dauert die Schiffsreise vom schottischen Festland zum "Rand der Welt". So bezeichnet der mittelalterliche Chronist John Fordyn die Insel Hirta, nicht mehr als ein kaum zwei Kilometer breiter Felsen inmitten des sturmgepeitschen Ostatlantiks. So einsam und unwirtlich, dass sich Jahrhunderte lang kein Eroberer die Mühe macht, Hirta in Besitz zu nehmen. Und doch ist die Insel als Teil des St.-Kilda-Archipels seit der Bronzezeit besiedelt. Eine Existenz, die sich fast nur ums Anlegen von Vorräten für den Winter dreht: Torf als Wärmequelle, Schafwolle, um Garn zu spinnen, Seevögel als Nahrung.

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Fischfang spielt keine Rolle: Die Gewässer sind so tückisch, dass die Insel noch bis ins 20. Jahrhundert hinein acht Monate im Jahr komplett von der Außenwelt abgeschnitten ist. Im Notfall müssen die rund 100 bis 200 Einwohner eine Flaschenpost ins Meer werfen – und das Beste hoffen. Die Gemeinde lebt dermaßen isoliert, dass eingeschleppte, eigentlich harmlose Krankheiten sie schließlich fast auslöschen. Die 36 Überlebenden geben 1930 auf: Nach einer Entscheidung des britischen Parlaments verlassen die letzten Familien den Ort. Ein Abschied für immer – und das Ende der Zivilisation nach 2000 Jahren …

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