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Verbotene Orte

Friedrich-Loeffler-Institut: Kann eine Insel die gesamte Menschheit auslöschen?

Sperrgebiete, Geheimdienstanlagen, Hochsicherheitslabore: Welt der Wunder und Männersache nehmen dich mit zu deutschen Orten, denen man besser fernbleiben sollte. Heute geht's auf die Insel Riems in Mecklenburg-Vorpommern zum Friedrich-Loeffler-Institut.

Riems ist die gefährlichste Insel Deutschlands
Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems iStock / fotowunsch

Das Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems

Auf den ersten Blick scheint die Ostseeinsel Riems ein idealer Urlaubsort zu sein. Ein kleiner Strand leuchtet in der Sommersonne, der Wind lädt zum Segeln ein und lässt das Schilf hin und her schaukeln. Wäre da nicht das Schild am aufgeschütteten Damm, der die Insel mit dem Festland verbindet: "Betreten für Unbefugte verboten!"

Wer das Schild ignoriert und weiter auf die Insel vordringt, landet vor einem großen Gebäudekomplex. Ein verbotener Ort? Hier, inmitten dieser Idylle?

Und tatsächlich: In dem Komplex wird etwas eingesperrt, das niemals entkommen darf - hochgefährliche Erreger. Es ist der Hauptsitz des Friedrich-Loeffler-Instituts, der ältesten virologischen Forschungseinrichtung der Welt. Seit mehr als 100 Jahren werden dort Tierseuchen und Zoonosen (vom Tier auf den Menschen - und umgekehrt - übertragbare Krankheiten) erforscht. Insgesamt gibt es auf Riems 89 Forschungslabore und 163 Stallungen.

2013 wurde ein neues Superlabor eröffnet - mit der höchsten Sicherheitsstufe: Schutzstufe 4. Bis Ende 2016 wird es langsam "hochgefahren" und widmet sich dann der Erforschung von Erregern, die in Großtieren wie Rindern vorkommen. Es ist damit eines von nur drei Laboren weltweit mit dieser Ausstattung.

Video: 7 Orte, wo sich Viren und Bakterien tummeln

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Ein Superlabor als letzte Hoffnung der Menschheit

Hinter Panzerglas und Stahltüren lagern hier beispielsweise SARS- und Ebola-Viren, die binnen weniger Wochen die ganze Menschheit infizieren könnten. Doch ohne Genehmigung kommt man in die Labore erst gar nicht hinein. Und in das Bio-Schutzlabor 4 dürfen sowieso nur geschulte Mitarbeiter. Die passieren mehrere Sicherheitsschleusen, werden desinfiziert und müssen in einen Spezialanzug schlüpfen.

Noch aufwendiger ist der Rückweg: Duschen, einseifen, duschen - jeder Schritt wird akribisch durchgeführt und überwacht. Das Abwasser wird in sogenannten Kill-Tanks so lange erhitzt, bis alle potenziellen Erreger tot sind. Dort unten, im abgeschotteten Kellergeschoss, stehen auch große Metallkessel, in denen Tierkadaver mit Kaliumhydroxid aufgelöst werden. Wenn das Hochsicherheitslabor mit Schutzstufe 4 erst voll in Betrieb ist, könnten dort sogar noch gefährlichere Erreger untersucht oder gar künstlich erschaffen werden.

Der Hintergrund: Wenn sich eine Tierseuche auf den Menschen überträgt und eine Pandemie auslöst, können nur Forscher aus solchen Laboren den Erreger entschlüsseln, um ein Gegenmittel herzustellen. So könnte die gefährlichste Insel Deutschlands zugleich auch die letzte Hoffnung der Menschheit sein.

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