Kein Urlaubsort Das ist die gefährlichste Insel Deutschlands

Tobias | Männersache 10.04.2018
Riems ist die gefährlichste Insel Deutschlands
© iStock / fotowunsch

Riems ist gerade einmal 1250 Meter lang und 300 Meter breit. Dennoch wird sie von Wesen bewohnt, die sie zur gefährlichsten Insel Deutschlands machen.

Das Eiland hat eigentlich alles, was man als Erholungsort so braucht. Natur, grüne Wiesen, wunderschöne Strände, blaues Meer und einen malerischen Blick auf die Ostseeinsel Rügen. Wer sich über Google Maps die Insel anschaut, der findet sogar ein Kosmetikstudio.

Doch Riems ist von Zäunen und Stacheldraht umgeben. Es herrscht Sicherheitsstufe vier und die Behörden legen alles daran, einen "Ausbruch" der kleinsten "Bewohner" der Insel zu vermeiden. Keine Verbrecher werden hier auf der Insel gefangen gehalten.

Die "Gefährlichen" sind so winzig, dass man sie nur unterm Mikroskop sieht. Es handelt sich um Viren. Auf der Insel befindet sich die älteste virologische Forschungsstätte der Welt. Friedlich Loeffler, ein Schüler von Robert Koch, eröffnete hier 1910 ein Virusforschungsinstitut.

Eine tödliche Insel auf hoher See

Das ist die tödlichste Insel der Welt

 

Auf Riems hat biologische Forschung Tradition

Eine Insel erschien ihm als sicherer Ort, nachdem er an Land bei seinen Forschungen an der Maul- und Klauenseuche aus Versehen ganze Herden infizierte. Später forschten die Nationalsozialisten auf der Insel an biologischen Waffen und in der DDR wurden hier Impfstoffe erprobt.

Seit 1997 befindet sich auf der Insel der Hauptsitz des Friedrich-Loeffler-Institutes (FLI). Labore und Ställe für Großvieh wurden für 300 Millionen Euro ausgebaut. Hier forscht man nicht nur an BSE, Maul- und Klauenseuche und Schweinepest, sondern auch Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragbar sind.

Im Video: Auf dieser Horrorinsel werden Puppen angeblich lebendig

 

Dazugehören unter anderem auch SARS und Ebola. Kein Wunder also, dass man eine spezielle Reinigungsprozedur durchlaufen muss, um die Insel zu verlassen. Abwässer werden abgekocht und für infizierte, gestorbene Tiere gibt es eine ganz besondere Lösung:

Im Keller der Labore stehen sogenannte Kill-Tanks. Sie sind mit Kaliumhydroxid gefüllt und sind so groß, dass ganze Schweine oder Kühe darin versenkt werden können, die sich dann komplett auflösen.

Ähnliche Labore gab es laut Travelbook zuvor nur im kanadischen Winnipeg und dem australischen Gelong. 2013 wurden die Hochsicherheits-Forschungslabore für Großtiere von Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich eingeweiht.

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