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Technik-Update

Smart Home: Diese Geräte empfiehlt ein Experte Einsteigern

Du möchtest smarte Technik für dein Zuhause? Wir erklären, welche Vorteile Smart Home Geräte bieten und zeigen die besten Produkte, mit denen du dein Zuhause ruckzuck nachrüstest.

Mann konfiguriert seine Smart Home Geräte auf I-Pad
iStock/mikkelwilliam

Smart Home ist derzeit in aller Munde. Doch was genau bedeutet dieser Terminus überhaupt? Wir haben bei David Wulf, einem Experten für Smart Home-Technik, nachgefragt und Antworten auf die wichtigsten Fragen dazu bekommen.

Plus: Wir präsentieren dir die besten Smart Home-Geräte, mit denen dir der Einstieg in ein 'connected Home' ganz easy und preiswert gelingt.

Was genau meint der Begriff Smart Home?

David Wulf: "Der Begriff Smart Home beschreibt die Vernetzung von unterschiedlichen Geräten in meinem Zuhause. Das umfasst von der Hauselektronik und Haushaltsgeräten bis hin zur Unterhaltungselektronik eigentlich alle technischen Produkte eines Haushaltes.

Und in Zukunft werden noch viel mehr Geräte vernetzt sein, wie zum Beispiel die PV-Anlage auf dem Dach, das eigene Elektroauto oder gar das Mobiliar und andere Einrichtungsgegenstände."

Meinen Begriffe wie 'connected Home' oder 'eHome' das Gleiche?

David Wulf: "Aufgrund des breiten Funktionsumfangs eines Smart Homes haben sich auch andere Begriffe wie 'connected Home' oder 'eHome' etabliert, diese bedeuten aber grundsätzlich das Gleiche."

Wie funktioniert ein Smart Home?

David Wulf: "In einem Smart Home kommunizieren die Haushaltsgeräte untereinander. Das heißt, sie tauschen Informationen aus, welche dann verschiedene Aktionen auslösen können.

Dies geschieht entweder völlig selbstständig durch vom Nutzer definierte Automationen oder der Nutzer bekommt die Informationen auf sein Smartphone gesendet und kann darauf basierend eine Aktion selbst auslösen."

Können Sie ein Beispiel für diese Automatisierung nennen?

Der Experte: "So kann beispielsweise nach Auslösung eines Bewegungsmelders automatisch eine Alarmsirene aktiviert und der Bewohner über sein Smartphone benachrichtigt werden."

Welchen Nutzen bietet mir ein Smart Home System?

Die Expertenmeinung: "Die Möglichkeiten und deshalb auch der Nutzen von Smart Home-Systemen und Geräten ist nahezu unbegrenzt. Grundsätzlich kann man zwischen fünf Kategorien unterscheiden. Neben dem Komfort sind das Entertainment, Gesundheit/Ambient Assisted Living, Sicherheit sowie Energieeffizienz/Energiemanagement."

Gibt es auch hierzu Anwedungen aus der Praxis zur Verbildlichung?

David Wulf: "Ja – konkret bedeutet das, dass ein Smart Home eine Musiksteuerung in verschiedenen Räumen, eine Wetterstation mit Klimaanlage zur Regelung des Innenraumklimas sowie eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach beinhalten kann."

Welche Einsatzbereiche im Haus werden am häufigsten mit Smart Home Geräten genutzt?

Der Experte David Wulf weiß: "Mit der Einführung von Sprachassistenten wie Alexa oder Google Assistant hat das Thema Smart Home in Deutschland stark an Fahrt aufgenommen. Somit ist schon einmal die Verwendung dieser Assistenten an sich eine Hauptanwendung von smarter Technik."

Welche Anwendungen sind mit am beliebtesten?

David Wulf: "Zu den beliebtesten Anwendungen zählt darüber hinaus das Abspielen von Musik in der Wohnung, unter anderem über die Multiroomfunktionen sowie das Erzeugen von Lichtatmosphäre durch Lichtsteuerungen mittels smarter Glühbirnen.

Darüber hinaus stellen wir fest, dass sich die Deutschen stark für smarte Thermostate interessieren, um Heizkosten zu sparen."

Ich habe ältere Elektrogeräte, die ich sinnvoll nachrüsten möchte. Wie geht das?

Der Experte rät: "Viele Geräte lassen sich über einen WLAN-Zwischenstecker nachrüsten. Dieser übernimmt die gleiche Funktion wie eine Zeitschaltuhr, nur dass er zusätzlich über eine App oder per Sprache steuerbar ist. Damit können beispielsweise Lampen und Kaffeemaschinen ferngesteuert werden. "

Und mit welchen Kosten muss ich dafür circa rechnen?

So weiß der Experte: "Zwischenstecker sind bereits ab etwa 15 Euro zu haben. Bei einigen ist zusätzlich noch eine Stromverbrauchsmessung-Funktion integriert."

Und fügt hinzu: "Darüber hinaus gibt es günstige Smart TV Sticks ab ca. 40 Euro, welche konventionelle Fernseher zu Smart TVs nachrüsten."

Welche Kosten habe ich, wenn ich mein Zuhause mit Smart Home Geräten nachrüsten möchte?

Der Experte weiß: "Hier muss man unterscheiden zwischen Nachrüstlösungen und Systemen, die im Neubau direkt mitverbaut werden. Nachrüstlösungen lassen sich relativ einfach über Plug&Play installieren.

Einsteigerpakete für Smart Home Systeme kosten 200 bis 300 Euro – umfangreichere Systeme liegen bei 1.000 bis 5.000 Euro je nach Ausstattung.

Wenn nur einzelne Geräte gesteuert werden sollen, kann man allerdings auch schon für 15 Euro in das Thema Smart Home einsteigen.

Professionelle Smart Home Systeme, wie sie oftmals im Neubau oder bei umfangreichen Renovierungen eingesetzt werden, kosten ab 10.000 Euro. Nach oben gibt es aber in beiden Kategorien keine Grenzen."

Gibt es Systeme, die Sie persönlich für Einsteiger empfehlen?

Die Expertenmeinung: "Der beste Einstieg in das Thema Smart Home gelingt über die Sprachassistenten aus meiner Sicht. Sie bieten die besten Erweiterungsmöglichkeiten, immerhin sind beispielsweise über 50.000 Geräte mittlerweile mit Alexa steuerbar.

Wenn man erst mal einen Sprachassistenten längere Zeit nutzt, kommt man ganz schnell auf eigene Ideen, welche Anwendungen man in seinem Haushalt smart steuern möchte und kann dann sukzessive erweitern."

Welche Vorteile habe ich, wenn ich mich für ein Komplett-Paket entscheide?

Sprachassistenten auf dem Vormarsch

"Sprachassistenten sind mittlerweile die größten Ökosysteme an Geräten und bieten die komfortabelste Steuerung."

David Wulf: Smart Home Systeme bieten eine App, mit der alle Geräte gesteuert werden können. Außerdem garantieren die Hersteller Interoperabilität, das heißt, alle Geräte sind miteinander uneingeschränkt steuerbar. Dies ist bei einzelnen Smart Home Geräten nicht zwangsweise gewährleistet. Beide Vorteile werden immer weniger relevant, da die Sprachassistenten inzwischen die meisten Geräte abdecken.

Ich möchte mehr Sicherheit für mein Zuhause – Gibt es Komponenten, die ich zu Smart Home Geräte nachrüsten kann?

Der Experte rät: "Ja, im Bereich Sicherheit gibt es viele Möglichkeiten. Diese reichen von Überwachungskameras, Bewegungsmeldern, Videotürklingeln bis hin zu Sensoren, die an Türen und Fenstern Erschütterungen wahrnehmen können und dadurch Einbruchsversuche erkennen.

Einige Hersteller bieten dazu sogenannte Concierge-Services an. Dann wird bei einem Einbruchsversuch direkt ein Sicherheitsdienst oder die Polizei informiert."

Gibt es Anbieter, die spezielle Themen, wie beispielsweise Energie sparen, in den Vordergrund stellen?

Geofencing

kannst du 'eins zu eins' aus dem Englischen übersetzen. Der Begriff 'Geo' meint Zone/Räumlichkeit und 'fencing' leitet sich von dem englischen Wort 'fence' ab und heißt übersetzt Zaun. Im Bezug auf smarte Thermostate meint dieser Terminus, dass Geräte mit geofencing automatisch die An- und Abwesenheit von Personen erkennen.

Das hat den Vorteil, dass sich die Temperatur der Heizung minimiert oder steigert, wenn Personen in der Nähe, beziehungsweise sich in einem bestimmten Bereich aufhalten.

David Wulf weiß: "Hersteller von einzelnen Smart Home Geräten kommunizieren natürlich die entsprechenden Vorteile. Beispielsweise hat ein smartes Thermostat im Gegensatz zu einem klassischen Thermostat viele Vorteile: Die Steuerung der Heizung aus der Ferne sowie das Geofencing.

Verlässt der Bewohner seine Wohnung, wird die Heizung automatisch herunter geregelt. Kommt er zurück, ist die Wohnung intelligent aufgeheizt. Dies ist ein klarer Wettbewerbsvorteil, den die Hersteller von smarten Thermostaten natürlich für sich nutzen wollen."

Gibt es auch für ältere Gemäuer eine Technik, um Smart Home Geräte zu installieren?

David Wulf: "Smart Home ist unabhängig vom Alter der Wohnung sowie vom Eigentumsverhältnis. Es gibt Plug&Play Lösungen, die wirklich jeder in seiner Wohnung nachrüsten kann. Das ist sogar so einfach mittlerweile, dass man dafür auch nicht besonders technikversiert sein muss. Diese Technik kann bei einem Wohnungswechsel dann auch einfach 'mitgenommen' werden."

Thema Sprachsteuerung: Ist ein Smart Home System erst dann komfortabel, wenn es über eine Sprachsteuerung funktioniert?

Der Experte: "Das ist in der Tat so. Gerade wenn ich mehrere Smart Home Geräte von unterschiedlichen Herstellern nutze, muss ich nicht mehr überlegen, in welcher App ich diese Geräte steuern kann. Auch das Herausholen des Handys und die Navigation in der App zu der entsprechenden Funktion entfällt. Je mehr Smart Home Geräte sich in meiner Wohnung befinden, desto komplizierter wird das dann ja auch.

Der Sprachbefehl des Nutzers wird dann sozusagen vom Sprachassistenten übersetzt und an das entsprechende Gerät adressiert. Das vereinfacht und verkürzt die Steuerung des Smart Homes immens. Die Alexa App erlaubt den Nutzern auch das Erstellen von eigenen Sprachbefehlen."

Mir ist die Sicherheit meines Smart Home sehr wichtig: Könnten Hacker meine Haustür öffnen und die Steuerung meiner Smart Home Zentrale übernehmen?

Der Experte: "Einbrecher verschaffen sich heute immer noch am liebsten physischen Zugang. Klar ist aber, dass in Zukunft diese Szenarien wahrscheinlicher werden können.

Deshalb ist es wichtig bei der Anschaffung von Smart Home Geräten, gerade wenn es sich um Sicherheitstechnik handelt, auf die Einhaltung von allgemeinen Sicherheitsstandards wie der Vergabe von guten Passwörtern sowie auf eine langfristige Update-Politik des Herstellers zu achten."

Über unseren Experten David Wulf

Smart Home Experte und seit der Gründung bei home&smart Geschäftsführer und Redaktionsleiter mit Blick für die neuesten Marktentwicklungen.

Außerdem als Referent auf zahlreichen Messen & Events vertreten und stets up to Date über die aktuellen Trends und Entwicklungen im Bereich Smart Home, E-Mobilität und Sprachassistenten.

Die Frage nach dem vernetzten Leben von morgen ist sein Lebenselixir.

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