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Heftig! Rauchern in Deutschland drohen drastische Maßnahmen

Forscher fordern im Rahmen der Kampagne "Rauchfreies Deutschland" drastische Maßnahmen zur Tabakregulierung.

Mann raucht Zigarette
Rauchern geht es in Deutschland wohl bald "an den Kragen" (Symbolfoto) Foto: iStock/KatarzynaBialasiewicz
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Deutschland soll innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte komplett rauchfrei werden - zumindest wenn es nach den Initiatoren der Kampagne "Rauchfreies Deutschland" geht. Nun wurde ein Maßnahmenpaket zur Erfüllung des ambitionierten Ziels vorgestellt.

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Rauchern in Deutschland drohen drastische Maßnahmen

Rund 50 Gesundheitsorganisationen und Hilfswerke haben ein Bündnis geschmiedet, dass eine radikale Verschärfung der Tabakpolitik nach der nächsten Bundestagswahl durchsetzen will.

Dafür sollen Zigaretten, E-Zigaretten und ähnliche Nikotinprodukte vonseiten des Staates deutlich teurer werden. Doch nicht nur das. Zudem sollen die Tabakerzeugnisse schwerer zugänglich gemacht werden als aktuell.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat die "Strategie für ein tabakfreies Deutschland 2040" federführend verfasst, in der bemängelt wird, dass Deutschland trotz jährlich 127.000 Tabaktoter "keine Strategie für eine nachhaltige Tabakkontrolle" habe und "bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Senkung des Tabakkonsums das Schlusslicht in Europa" bildet.

Aktuell beträgt die Raucherquote hierzulande bei Erwachsenen knapp 24 Prozent. Dieser Wert soll bis 2040 auf unter fünf Prozent gesenkt werden - bei Jugendlichen gar auf unter zwei Prozent.

Der Maßnahmenkatalog sieht unter anderem folgende Anpassungen vor:

  • Anhebung der Tabaksteuer um mindestens zehn Prozent pro Jahr.

  • Automaten- oder auch ein Auslageverbot für Tabakwaren.

  • Werbeverbot für Zigaretten, Tabakerhitzer und E-Zigaretten (inklusive einem Verbot von Sponsoring).

  • Einführung von Einheitsschachteln ohne Markenlogo für Zigaretten, E-Zigaretten und Liquids.

  • Rauchverbote in Bildungseinrichtungen, der Gastronomie, auf Spielplätzen, in Autos und am Arbeitsplatz.

  • Unterstützungsprogramme für "ausstiegswillige" Raucher.

  • Verbot für Spenden der Tabakindustrie an politische Parteien.

Einige dieser Maßnahmen werden übrigens in anderen Ländern schon umgesetzt. In Australien kostet eine Schachtel mit 20 Zigaretten bereits umgerechnet mehr als 19 Euro.

  • In Frankreich, Belgien und Irland sind Zigaretten nur in olivgrünen Schachteln mit extragroßen Schockbildern zu haben.

  • In Österreich ist es hingegen verboten, im Auto zu rauchen, wenn Kinder mit dabei sind.

  • In Großbritannien gilt ein "display ban", der dafür sorgt, dass Tabakwaren in Supermärkten nur hinter abschließbaren Türen und für Kundinnen und Kunden unsichtbar verwahrt werden dürfen.