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Nach Festnahme von Rapper: Straßenschlachten in Spanien

Wegen der Festnahme des Rappers Pablo Hasél kommt es aktuell in Spanien zu heftigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei.

Straßenschlachten in Barcelona
Straßenschlacht in Barcelona wegen Rapper Pablo Hasél Foto: IMAGO / ZUMA Wire
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Pablo Hasél festgenommen

Am 16. Februar 2021 wurde Pablo Hasél von einer Spezialeinheit der Polizei in der katalanischen Stadt Lleida wegen Beleidigung der Monarchie und Verherrlichung von Gewalt festgenommen.

In der dortigen Universität hatte sich der zu einer Haftstrafe verurteilte Rapper mit Unterstützung einiger Sympathisanten zuvor verbarrikadiert.

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Barcelona: Situation eskaliert

Der 32-Jährige Pablo Hasél, bürgerlich Pablo Rivadulla Duró, hatte es zuvor abgelehnt, die verhängte Haftstrafe freiwillig anzutreten.

Aus Solidarität mit dem Musiker gingen am Abend dann Tausende Menschen in Barcelona, Valencia, Palma de Mallorca und Girona auf die Straße. Sie demonstrierten für die Freilassung von Pablo Hasél.

Dabei kam es zu schweren Zusammenstößen mit der Polizei. Vor allem in Barcelona eskalierte die Situation. Hunderte Müllcontainer wurden in Brand gesetzt und die Beamten mit Steinen und Böllern beworfen.

Zudem skandierten die Protestler: "Freiheit für Pablo Hasél" oder "Tod dem spanischen Regime", wie die Welt berichtet.

Majästetsbeleidigung oder Recht auf Meinungsfreiheit?

Hintergrund der Verhaftung: Ein Gericht hatte Pablo Hasél aufgrund seiner radikalen Texte wegen Beleidigung des Königshauses und der Verherrlichung von Gewalt schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten verurteilt.

Der Rapper hatte Spaniens Alt-König Juan Carlos I. nach Bekanntwerden von Korruptionsvorwürfen und Justizermittlungen als "Dieb" bezeichnet. Zudem hat er Gewaltfantasien gegen konservative Politiker Spaniens in seinen Texten verbaut.

Pablo Hasél beruft sich seinerseits auf die Meinungsfreiheit.