News-Update

Mediziner: "Kanzlerin leidet unter Kuba-Syndrom"

Die Lockdown-Restriktionen haben wohl die Inzidenzwerte der Nation nach unten gedrückt, aber lange nicht jeder Experte ist zufrieden mit Angela Merkel.

Angela Merkel lacht in ihre Mundschutzmaske hinein
Angela Merkel: Experte diagnostiziert Kuba-Syndrom Foto: Getty Images / Tobias Schwarz
Auf Pinterest merken

Lockdown kein Allheilmittel

Der Infektiologe Matthias Schrappe hat es kommen sehen: erneute Verlängerung des Lockdowns. Auch ihm ist zwar sehr daran gelegen, vor allem die gefährdetsten Teile der Bevölkerung - die Alten - maximal zu schützen.

Allerdings setzt er dabei nicht stumpf auf die Abriegelung der gesamten Nation, sondern vielmehr auf ein ganzes Maßnahmenbündel, das er und seine Arbeitsgruppe bestehend aus Gesundheitsexperten in umfassenden Thesenpapieren zusammengetragen haben, wie der Focus berichtet.

JW Video Platzhalter
Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Gesellschaftliche Schäden

Das Besondere dabei: Sein Team schaut nicht nur auf die medizinischen Auswirkungen der Pandemie, sondern auch auf die gesellschaftlichen Schäden, die von ihr und den mit ihr verbundenen Maßnahmen zur Eindämmung verursacht werden.

Und da sieht er bei Angela Merkel eine große Schwachstelle im Handeln: Seiner Meinung nach hat sie sich in etwas verrannt: den Inzidenzwert, der nach Schrappes Dafürhalten zur Gänze ungeeignet ist, das Riskio der Pandemie korrekt einzuschätzen: "Es ist eine haltlose, hoffnungslose und sinnlose Strategie, die da gefahren wird."

Akutes Kuba-Syndrom

Gerne würde er der Kanzlerin zur Seite stehen, sie beraten und unterstützen, aber: "Ich rechne nicht damit, dass sie anruft. Frau Merkel hat sich in einen Tunnel vergraben. In der Risikoforschung nennt man das Kuba-Syndrom, wenn sich eine Führungsgruppe nur mit Menschen umgibt, die alle der gleichen Meinung sind. Dann gibt es nur die dauerhafte Fortsetzung von Fehlern."

Das sind keine schmeichelnden Worte, die Schrappe da für seine Kanzlerin und oberste Pandemie-Bekämpferin findet. Aber genau das ist ja auch der Grund, warum er nicht Teil der Expertengruppe rund um Angela Merkel ist.